Zaira Aminova

Zaira Aminova

Zaira Aminova
Lessingstr. 6a
41061 Mönchengladbach

E-Mail: zaira@aminova.de

Biografie

Zaira Aminova ist 1973 in Machatschkala (Dagestan/Russland) geboren. 1995 schloss sie das Studium der ? an der Staatlichen Technischen Universität von Dagestan mit der Note „ausgezeichnet“ ab. In diesem Jahr arbeitete die Autorin auch für die Frauenunion Dagestans. 1997 geht Zaira Aminova nach Moskau, wo sie im Ministerium für Nationalitätenpolitik und föderative Beziehungen der russischen Föderation eine Arbeit aufnimmt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in den folgenden drei Jahren ist die Organisation von Ausstellungen, Präsentationen und Konzerten.
Im März 1997 trug Zaira Aminova ihre Dissertation über Wirtschaft in der Russischen Akademie beim Präsidenten der Russischen Föderation vor. Die Dissertation wurde ebenfalls mit „ausgezeichnet“ bewertet. Anschließend veröffentlichte sie die Ergebnisse ihrer Arbeit in einem Buch über Finanzstrategien und promovierte in Wirtschaftswissenschaften. Heute trägt Zaira Aminova einen Doktortitel der Russischen Akademie beim Präsidenten der Russischen Föderation.

Im Herbst 1997 wird ihr anlässlich des 200. Geburtstages des dagestanischen Helden Imam Schamil die gleichnamige Medaille für ihren hervorragenden Beitrag für Frieden und Verständigung zwischen den Völkern verliehen.
Ende 1999 zieht Zaira Aminova aus familiären Gründen nach Deutschland und lebt seit dieser Zei in Mönchengladbach. Seit 6 Jahren arbeitet die Poetin und Wirtschaftswissenschaftlerin an einem Großprojekt Es heißt „Michael“ und ist Zairas Sohn.
Ihre ersten Gedichte schrieb die Autorin bereits mit vier Jahren. Im März 1994 erschien die erste Veröffentlichung einer Sammlung von Gedichten als eine Übersetzung in der lesginisch-sprachigen „Lesgi Gazet“. Die Lesginen sind ein kleines Volk, das vor allem in Dagestan und Aserbaidschan lebt. Zaira Aminova ist Lesginin, schreibt aber ausschließlich in russischer Sprache.
In die Zeit, in der die Autorin für die Frauenunion Dagestans tätig war, verfasst sie eines ihrer bedeutendsten Gedichte: „Eine Frau auf der Flucht“. Es ist allen Frauen des Kaukasus gewidmet, die in Dagestan Zuflucht vor dem Krieg in Tschetschenien suchten.
In der historischen Enzyklopädie „Kaukasisches Albanien – Legistan“, herausgegeben 1995, finden sich ihre Übersetzungen des lesginischen Epos „Kiri-Buba“.

Natürlich kennt man die Poesie von Zaira Aminova besonders gut in ihrer Heimat Dagestan. 1996 zeigte das dagestanische Fernsehen „Seiten dagestanischer Poesie, Zaira Aminova“. Diesem erfolgreichen Film folgten mehrere Einladungen zu Livesendungen im Fernsehen. Im selben Jahr gab der St. Petersburger Verlag „Petchatnij Dvor“ die Gedichtsammlung „Traumland“ heraus, die sich großer Beliebheit erfreut.
Im Oktober 1997 tritt sie mit ihren Gedichten im Säulensaal im „Dom Sojusow“ auf, ein Auftritt, der den russischen Schriftstellern und Künstlern stets eine hohe Ehre einbringt.

Seit einem Kunstabend im „Republikanischen Lizeum“ wurden die Werke von Zaira Aminova Lehrstoff der Oberstufe an den Gymnasien. 1999 beteiligte sich Z. Buganova, Schülerin des Lizeums, an einer wissenschaftlichen Tagung der Staatlichen Universität Dagestans mit einem Vortrag über die Dichterin. Die Prüfkommission wertete diesen Vortrag als Diplom zweiter Stufe und Semesterarbeit. Auch in Deutschland schreibt Zaira Aminova Gedichte. 2001 erschien in Bonn die „Antologie der Gedichte – 2001“.

Im Herbst 2003 tritt sie zum ersten Mal vor deutschem Publikum auf. Hier stellte sie die von ihr selbst ins Deutsche übersetzten Werke vor. Ihre Auftritte bei Veranstaltungen im Heinrich-Heine-Haus und in den Räumlichkeiten von „Kunst-live“ in Düsseldorf waren mit großem Beifall aufgenommen worden.
2004 und 2005 folgten weitere Dichterlesungen bei russischsprachigen Veranstaltungen in Mönchengladbach, Düsseldorf, Bonn und weiteren Städten. Nach einer Lesung mit anschließendem Pressegespräch folgten Artikel in „Extra-Tipp“, „Westdeutscher Zeitung“ und „Rheinischer Post“. Die Dichterin Zaira Aminova hört auch in Deutschland nicht mit dem Schreiben auf, denn regelmäßig werden neue Gedichte geboren. Obwohl Zaira Aminova nie eine musikalische Ausbildung erhalten hat, komponiert sie und spielt hervorragend Klavier.

1998 wurde der ein Jahr zuvor aufgenommene Film „Fortsetzung folgt ...“ im Fernsehen ausgestrahlt, für den sie Gedichte geschrieben und die Musik komponiert hatte. Gern denkt die vielseitig begabte Schriftstellerin an die Arbeit mit Musikern, Sängern, Schauspieler und Regisseuren dieses Films zurück.

Alle die sich für die Dichterin und ihre Poesie interessieren, können sich auf der deutschsprachigen Internetseite www.aminova.de eingehend informieren.

 

 

Auszeichnungen

1997
Schamil-Medaille für ihren hervorragenden Beitrag für Frieden und zur Verständigung zwischen den Völkern

 

Bibliografie

1995
Enzyklopädie „Kaukasisches Albanien–Lesgistan“, die Übersetzungen des lesginischen Epos. St.Petersburg, Verlag der Staatlichen Universität 

1996
„Traumland“ St. Petersburg, Verlag „Petchatnij Dvor“

1998
„Der Orangenmond“, Moskau, Verlag „Kron-Press“

1998 
„Ein neuer Sturm auf dem Meer“, Moskau, Verlag „Kron-Press“

2001
„Antologie der Gedichte – 2001“, Bonn.VJ-Verlag

2002
„Finanzstrategie von Unternehmen“, Moskau, Verlag „Sputnik Plus“ 



Fernsehbeiträge

1996
TRK Dagestan, Sendung „Inspiration“ 

1996
TRK Dagestan, Sendung „Seiten dagestanischer Poesie“ Ein Film über
Zaira Aminova

1997
TRK Dagestan, Sendung „Kein Problem“

1998
TRK Dagestan, der musikalische Film „Fortsetzung folgt...“ Autorin der Gedichte und Komponistin der Musik ist Zaira Aminova. 

Gedichte

Das bist nicht du

Das bist nicht du. Nochmals, das bist du nicht.
Was soll ich jetzt nur tun?
Die Straßen sind so kalt und leer,
Und ich mach’ die Tür zu.

Trüber Wind ans Fenster klopft und zieht
Des Himmels Asche an.
Ein heiserer Vogel schreit am Zweig;
In der Dämmerung ist er erstarrt.

Ich blick’ zum Fenster, und die Träne kommt.
Die Hoffnung halte ich geheim.
Der düstre Tag hat nichts gebracht,
Mein Lächeln längst verflogen ist.

Die Tür hör’ ich. Rasch wend’ ich mich.
Vielleicht bist du’s? Trotz allem, du?
Nein! Nur mein verborgener Gram mehrt sich,
Verfängt sich in des Netzes Hast.

Das bist nicht du, nochmals, das bist du nicht!
Ich wartete so lang auf dich!
Die Spuren eines langen Trauertags
Am Abendhimmel schmelzen.


Das Lied von Menestrel

Ich wandere umher
Aus einem Land in ein anderes
Einem fahrenden Sänger gleich.
Erinnere mich mit klarem Gedächtnis,
Was man singen kann, wie vor Zeiten –
Das alles wahrt mein Lied.

Ich liebe den Raum den Wege
Und die Freude der Wanderung –
Kann, was Welt ist, nicht verstehen.
Doch was sie hinausgetrieben hat –
Die Weite des Lebens.

Nach vergessenen Wörtern
Suche ich in alten Liedern.
Ich werde das Kriegsvolk treffen;
Dort ist mein Kopf
Beifällige Auszeichnung gewesen.

Ich bin gewandert, ich bin gegangen,
So, wie mich das Leben geführt hat –
Unbegreiflich, einsam und glücklich –
Als ein Blitz bei sumpfiger Überschwemmung,
Als ein Steinchen an gefährlichem Abhang –
Ich möchte ein freier Menestrel sein.


Zelters Lied

Dir entgegen öffne ich mein Herz;
Lächelnd kannst du in dem Wind erlöschen.
Mit dem Passgang, leicht und lässig,
Führ’ ich dich zum Steppenzelt.

Schau und sieh! Der Kegel ist gemustert,
Schläft in Finsternis so ruhig.
Mein Zelter atmet oft und kribblig,
Lehnt sich an die Seidenwand.

Ich zäume dich nicht auf,
Versuche nichts zu rauben.
Der Fluss schlängelt sich durchs Tal –
Dort kannst du deinen Willen schöpfen.

Die kalte Nacht geht schon zu Ende,
Unklar ist der Sternen Tanz.
Lippen treffen sich im Schatten,
In der Dämmerung, auf dem Land

Im Gras kannst du schnell rennen,
Am Feldweg leise klingen.
Ich komme zu dir unerwartet,
Mit deinem Lied auf meinen Lippen.