Schüler trainierten mit Fußballstars

GHS Dohr nahm an Bewegungstraining „Fit durch die Schule“ mit Michael Klinkert und Marcel Witeczek teil

Sport und Bewegung kommt bei Schulkindern mittlerweile zu kurz; Fernsehen, Videospiele und Internet sind eine ständig wachsende Konkurrenz. Das hat sich auch die Gemeinschaftshauptschule Dohr auf die Fahnen geschrieben, die jetzt an einer Aktion "Fit durch Schule" der AOK-Rheinland teilgenommen hat. 105 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 durften mit dem ehemaligen Kaiserslautern-, Bayern- und Gladbachprofi Marcel Witeczek und dem einstigen Mönchengladbacher Abwehrbollwerk Michael Klinkert trainieren. Die beiden touren im Auftrag der AOK-Rheinland durch die Schulen. Und so sah das über einstündige Training aus, welches die Schüler förmlich in Wallung brachte: Nach dem Warmlaufen übernahm Witeczek das Koordinationsspiel, während Klinkert anschließend mit den Kindern ein Miniturnier durchführte. Zum Schluss stellten die Kids an der Speedwand ihre Schussfähigkeit unter Beweis und erhielten als Belohnung eine Urkunde sowie Autogrammkarten der ehemaligen Profis.

Marcel Witeczek ist eines der besten Beispiele dafür, was aus Kindern, die lieber draußen toben, als drinnen zu hocken, werden kann: Bis zu seinem 13. Lebensjahr spielte er auf der Straße Fußball, erst dann trat er einem Verein bei. Das "reizarme" polnische Parteifernsehen seiner Jugend trug so zu seiner Sportlerkarriere bei, wie er den Schülern mitteilte. Nach der Übersiedlung nach Deutschland startete er dann mit seinen Straßentalenten durch: Rot-Weiß Oberhausen und Bayer Uerdingen waren seine Jugendmannschaften, und mit der DFB-Auswahl wurde er Vizeweltmeister der Altersklassen U17 und U20. Im weiteren Verlauf seiner Karriere als Profi beim FC Bayern wurde er zweimal Deutscher Meister. Wie Witeczek geht auch Michael Klinkert in seiner Aufgabe nach der Profi-Karriere auf: Dass er als Innenverteidiger im Gladbacher Strafraum einst den Ruf eines Menschenfressers hatte, ist ihm im liebevollen Umgang mit den Kleinen nicht anzumerken.