Schüler bei sportmotorischen Tests voll motiviert dabei!

So schnell laufen, wie es geht. Durch Kästen kriechen. Mit dem Ball umgehen. Die sportmotorischen Testungen, die derzeit an zehn Mönchengladbacher Grundschulen laufen sind vielfältig. Und die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Eicken sind mit vollem Elan dabei. Klar, nicht alles klappt auf Anhieb, aber keiner lässt sich entmutigen und jeder gibt sein Bestes. Dabei ist dem Team des Stadtsportbundes, das hier bei den sportmotorischen Tests heute mit den Schülern arbeitet, auch wichtig, dass es trotzdem Spaß macht.

Die Grundschule Eicken ist dabei die vorletzte Schule, an der in Kooperation vom Fachbereich Schule und Sport, Stadtsportbund und Schulaufsicht der "Sportmotorische Test - CHECK" als Pilotprojekt läuft. Darüber hinaus machen die GGS Waisenhausstraße, GGS Carl-Sonnenschein, EGS Pahlkestraße, GGS Schulstraße, KGS Nordsstraße, GGS Hermann-Gmeiner, GGS Heyden, GGS Franz-Wamich und die GGS Pesch mit.

Getestet werden an diesen Schulen die Schüler und Schülerinnen der zweiten Klassen. Das ist dann der erste CHECK!. In der vierten Klasse gibt es dann noch einmal eine Wiederholung des Tests. Der heißt dann ReCHECK!. Innerhalb der Tests geht es um Kraft, Koordination, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit bei den Kindern. Zeigen sich hier Schwachpunkte, sollen die Kinder eine spezielle Förderung erhalten. Bei besonderen Talenten versucht der Stadtsportbund auch zwischen Schülern und Vereinen zu vermitteln, sagt Johannes Gathen, Geschäftsführer des Stadtsportbundes: "Zunächst werden die Ergebnisse ausgewertet und dann sehen wir weiter. Aber angedacht ist zum Beispiel eine Talentiade, bei der die Kinder spielerisch ihr Können zeigen und die Vereine einen Blick auf die Talente werfen können."

Im Vordergrund steht aber zunächst der gesundheitliche Aspekt. Bewegungsarmut mit Folgen wie Übergewicht bis hin zur Adipositas und Einschränkungen in der Beweglichkeit bei Kindern werden immer häufiger festgestellt. Mit Hilfe der CHECKs soll hier frühzeitig entgegen gewirkt werden. "Deswegen war für uns auch klar, dass wir das Projekt gerne mit unterstützen", sagt Christoph Eich von der Schulaufsicht. "Wir können mit dafür sorgen, dass es standortbezogen so integriert wird, dass es den Schulalltag der geförderten Grundschulen bereichert und ergänzt. So genau den Stand einzelner Schüler festzustellen, auszuwerten und eine dem entsprechende Förderung, das wäre im normalen Sportunterricht so nicht möglich."

Finanziert wird das Pilotprojekt für die nächsten 6 Schuljahre über Sportfördermittel im städtischen Haushalt und dem Förderprogramm des Landes NRW "Sportplatz Kommune", sagt der Leiter des Fachbereichs Schule und Sport Harald Weuthen: "Das ist eine Investition, die sich lohnt. In guter Zusammenarbeit mit den Schulen und dem Stadtsportbund haben wir hier die Möglichkeit, schon frühzeitig zu erkennen, wo gefördert werden muss, bevor langfristig Probleme entstehen." Geplant ist dann nach den Sommerferien mit den Bewegungsfördergruppen zu starten.