Kurznachrichten

Stand: April 2020

 Der Tag der Forscher (16.6.2020) muss aufgrund eines Erlasses des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRWleider abgesagt werden.

WiNetziA - Wissenschaftsnetz in Aktion

Logo: WiNetziA -Wissenschaftsnetz in Aktion

Das Projekt WiNetziA (= Wissenschaftsnetz in Aktion) ist ein Kooperationsverbund zwischen dem Regionalen Bildungsnetzwerk Mönchengladbach und der Stiftung Haus der kleinen Forscher mit Sitz in Berlin (http://www.hausderkleinenforscher.de). Ziel der Stiftung ist es, die pädagogischen Fachkräfte dabei zu unterstützen, den Forschergeist von Mädchen und Jungen im Alter von 3-10 Jahren qualifiziert zu begleiten. ( Hier erfahren Sie mehr über den pädagogischen Ansatz der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" )


Seit 2011 nehmen verschiedene Kindertagestätten und Grundschulen/Ogatas der Stadt Mönchengladbach an gemeinsamen Workshops – angeboten durch ein Trainerteam – zu Themen wie Wasser, Luft, Technik oder Akustik teil. Durch die geforderte Kooperation der verschiedenen Einrichtungen kommen unterschiedliche Berufsprofessionen verstärkt miteinander in Kontakt und sichern damit einen nahtlosen Übergang der frühkindlichen, naturwissenschaftlichen Förderung von der Kita in die Grundschule. So unterstützt das Regionale Bildungsnetzwerk auch frühzeitig die MINT-Fächer.


Auch durch den Aspekt „Sprachliche Bildung“, ein Arbeitsschwerpunkt des Regionalen Bildungsnetzwerkes, fügt sich das Projekt WiNetziA gut in die Aufgabenfelder ein. Wenn auch die Sprachförderung beim Experimentieren mit Kindern nicht im Vordergrund steht, wird doch indirekt der Aufbau eines entsprechenden Wortschatzes gefördert und die Kinder werden zu einem Austausch über ihre Beobachtungen und Erklärungen untereinander angeregt. So werden durch das aktive Forschen und Entdecken nicht nur das Interesse und Wissen im naturwissenschaftlichen Bereich sondern auch die Entwicklung sprachlicher Kompetenzen bei den Kindern gefördert.

Das Projekt hat mittlerweile seinen festen Platz in der Bildungslandschaft der Stadt Mönchengladbach.

Beteiligte Einrichtungen

Plakat: kleine Forscher
Plakat: kleine Forscher

Das Projekt WiNetziA umfasst aktuell 64 Einrichtungen. Davon sind 37 Kindertagestätten bzw. Familienzentren, die zum Teil auch im U3-Bereich tätig sind. Zudem forschen 27 Grundschulen, Förderzentren, bzw. interessierte Einrichtungen.

Um die Einrichtungen nicht einzuengen ist ihnen die Organisationsform beim Forschen freigestellt, aber natürlich in starkem Maße von den Gegebenheiten vor Ort abhängig. So werden zum Teil kleine Forschergruppen gebildet, die einmal in der Woche experimentieren oder aber auch die Versuche so aufgebaut, dass eine ganze Klasse daran arbeiten kann. Zudem gibt es in manchen Institutionen Forscherecken, in denen die Kinder frei an den Versuchen arbeiten können. Im Sinne des Tandemgedankens haben sich auch verschiedene Einrichtungen zusammengetan, die mit Kindern aus der KiTa und der Grundschule/Ogata zusammen forschen.

 

Im Oktober 2012 konnte die erste Einrichtung mit der Plakette „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet werden. Wir haben festgestellt, dass mehr das Interesse am Experimentieren und Forschen in unseren Einrichtungen vorherrscht. Die Erlangung der Zertifizierung steht nicht im Fokus. Da die Einrichtungen auch mit temporären, personellen Engpässen arbeiten, versuchen sie mit ihren vorhandenen Möglichkeiten das Experimentieren und Forschen in den Lebensalltag der jeweiligen Institution zu integrieren. Erfahrungsgemäß gibt es auch immer besondere Anlässe, die ein stärkeres Forschen antreiben. Wir ermöglichen den Einrichtungen aus diesen Gründen  auch Ruhephasen und knüpfen mit unseren Workshops an vorhandenem Wissen an. Aufgrund der Personalwechsel werden wir auch zukünftig immer wieder die unterschiedlichen Themenbereiche anbieten.

Die aktuellen Workshopangebote bei WiNetziA

Forschen mit Wasser

Sie entdecken Wasser mit allen Sinnen, forschen zu den verschiedenen Aggregatzuständen und testen die Löslichkeit von Stoffen. Dabei lernen Sie den pädagogischen Ansatz der Stiftung kennen und erhalten Anregungen für Ihre Rolle als Lernbegleitung

Forschen zu Wasser in Natur und Technik

Die Fortbildung "Forschen zu Wasser in Natur und Technik" zeigt die vielfältigen Bezüge des Wassers zu unserem Alltag auf. Verschiedene naturwissenschaftliche Phänomene werden aufgegriffen, mit dem Weltwissen und technischen Anwendungen verknüpft und erlebbar gemacht.

Forschen mit Luft

Sie holen Wind ins Zimmer, fangen Luftblasen ein und erkennen, dass Luft nicht "nichts" ist. Sie arbeiten mit der Methode "Forschungskreis", tauschen sich über Erfahrungen aus und üben, Fragen zu stellen, die das metakognitive Denken anregen

Forschen zu Licht, Farben und Sehen – Optik entdecken

Erkunden Sie bunte Discolichter, gespiegelte Welten, dunkle Schattenreiche und die Farben der Natur! Finden und bearbeiten Sie eine eigene Forschungsfrage und erleben Sie praxisnah, wie das Forschen im Projekt mit den Kindern erfolgen kann.

Forschen zu Strom und Energie

Erfahren Sie, wie Sie gemeinsam mit den Kindern die Energie in Sonne, Wärme, Wind und Muskelkraft erforschen. Erhalten Sie Praxisvorschläge zu einfachen Stromkreisen: Was macht eigentlich ein Schalter? Was leitet Strom und was nicht? Zusätzlich wird der Frage nachgegangen, wie Familien als Bildungspartner eingebunden werden.

Informatik entdecken – mit und ohne Computer

Wie funktioniert das Internet? Was ist ein Algorithmus? Und was machen Roboter?  Lernen Sie die spannende Welt der Informatik kennen! Für ein Grundverständnis von Zusammenhängen der Informatik brauchen Sie nicht unbedingt einen Computer – Alltagsmaterialien und eine gute Portion Neugier reichen völlig aus.

Technik: Kräfte und Wirkungen

Ob auf der Wippe, Rutsche oder im Karussell – physikalische Kräfte entfalten ihre Wirkung immer und überall. In dieser Fortbildung erkunden Sie grundlegende Kräfte und ihre Wirkungen und lernen Methoden der Technikdidaktik kennen.

MINT ist überall

Phänomene in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik umgeben uns jederzeit: Die Fortbildung unterstützt Sie darin, Potenziale von MINT-Lerngelegenheiten in Ihrem eigenen pädagogischen Alltag zu erkennen und aufzugreifen. Lernen Sie, wie Sie Kinder beim Entdecken und Forschen in alltäglichen Situationen begleiten können

Technik: Von hier nach da

Wie kommt der Brief vom Absender zum Empfänger? In der Fortbildung erhalten Sie grundlegendes Wissen zu den Themenbereichen „Fortbewegung und Transport“, „Arbeitsteilung“ sowie „Ver- und Entsorgung“.  Außerdem erfahren Sie, wie Sie technische Denk- und Handlungsweisen fördern können.

Zukünftig stattfindende Workshops

Forschen mit Magneten

Die unsichtbaren Kräfte von Magneten üben eine faszinierende Wirkung auf Kinder aus. In dieser Fortbildung landen Sie auf einem Minischrottplatz, bewegen Autos, ohne sie zu berühren, und lassen Magnete schweben.

Forschen mit Sprudelgas

Was ist Chemie und wo begegnen wir ihr im Alltag? Die in der Fortbildung vorgeschlagenen Praxisideen regen zur Erforschung des Sprudelgases Kohlenstoffdioxid an und ermöglichen Grunderfahrungen beim Umgang mit chemischen Stoffen. Hier erfahren Sie, wie Sie die sprachliche Entwicklung beim Entdecken und Forschern fördern.

Von der Quelle bis zum Meer-Wasser neu entdecken!

Unter diesem Motto steht der Tag der Forscher am 16.06.2020- MUSS LEIDER ABGESAGT WERDEN!!!

Die Corona-Krise fordert sehr viele Einschränkungen in unserem Alltag. Freizeitaktivitäten können nicht wie gewohnt durchgeführt werden und auch der berufliche Alltag ist für viele stark eingeschränkt. Nun hat es auch den Tag der Forscher unseres Netzwerkes WiNetziA. Auf Erlass des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW: "...  sind schulische Veranstaltungen an außerschulischen Lernorten bis zum Ende des Schuljahres (31.07.2020) nicht mehr möglich, zum Beispiel der Besuch von Museen sowie kultureller oder sportlicher Veranstaltungen und weitere Projekte mit außerschulischen Partnern...." (Der gesamte Erlass zum nachlesen) Davon sind leider alle Veranstaltungen mit Kindern betroffen. Das tut uns sehr leid, wissen wir doch, dass sich viele Kinder aus den Grundschulen und den Kindertagesstätten den Tag der Forscher mit seinen spannenden Experimenten gefreut haben. Leider lässt das Virus uns aktuell keine andere Wahl, denn die Gesundheit geht eindeutig vor. 

Allen interessierten Forscherinnen und Forschern bietet die Stiftung Haus der kleinen Forscher verschiedene Informationsmaterialien an. Hier können sie die Informationsmaterialien bestellen oder downloaden.

Das war der Tag der Forscher 28.05.2019 

Auch in Mönchengladbach wurde am 28.05.2019 der „Tag der Forscher 2019“ mit vielen Aktionen zum Motto „Klein aber oho“ gewürdigt. Auf der Sportanlage „Radrennbahn“ ließen sich über 270 kleine Forscherinnen und Forscher auch nicht von den angesagten Gewitterschauern abschrecken und verwandelten den Kunstrasenplatz in ein großes Freiluft-Forschungslabor.  

Sie experimentierten mit Geräuschen und Gerüchen, überwanden mithilfe von Ferngläsern Entfernungen, fanden heraus, wie Unterdruck entstehen kann und welche Kraft er hat, gewannen Strom aus Zitronen und noch vieles mehr.

 

Leider beendeten starke Gewitter diesen spannenden Tag vorzeitig.

     

 

Kooperation mit der Solawi

Außerschulischer Lernort Solawi

In diesem Jahr hat das Regionale Bildungsnetzwerk Mönchengladbach in Kooperation mit der Solidarischen Landwirtschaft Neuenhoven e. V. (Solawi) ein neues Format gestartet. Pädagogische Einrichtungen aus Mönchengladbach erhielten die Möglichkeit mit Kinder und Jugendgruppen einen Tag auf den Feldern der Solawi zu erleben.

Ziel des außerschulischen Lernorts

Diese Aktion ist mit dem Ziele gestartet, Kindern und Jugendlichen den ökologischen, saisonalen und regionalen Gemüseanbau näherzubringen. Durch das hautnahe Erleben und die praktische Tätigkeit erhalten sie einen bewussten Umgang mit Gemüse. Gleichzeitig erhalten die begleitenden pädagogischen Fachkräfte  Anregungen, Hintergrundwissen und praktische Tipps um sich in ihren Einrichtungen vertiefend mit dem ökologisch, saisonalen und regionalen Gemüseanbau zu beschäftigen und Kindern und Jugendlichen somit für ein nachhaltiges Konsumverhalten zu sensibilisieren.

Die Aktionen

Dieses Angebot haben vier Kindertagesstätten mit 52 Kindern wahrgenommen.

Im  Frühjahr kamen drei Einrichtungen. Jahreszeitlich bedingt standen Pflanzaktionen im Vordergrund. Die Kinder säten Erbsen- und Bohnensamen in Anzuchtplatten ein und pflanzten junge Zucchini- und Kürbispflanzen direkt in die Felder.

Im Herbst der Haupt-Erntezeit  ernteten die Kinder in den praktischen Einheiten verschiedene Gemüsesorten. Es wurden Kartoffeln und Porree ausgegraben, Zucchini und Kürbis gepflückt und Blumenkohl geschnitten. Zur Feldpflege jäteten die Kinder Unkraut.

Neben praktischen Tätigkeiten gab es bei jedem Durchgang eine kleine Bildungseinheit zu einem ausgewählten Thema, sowie eine Einweisung in die Benutzung der Komposttoilette und in den verantwortungsvollen Umgang mit den Arbeitsgeräten.

In den Pausen wurde gespielt. Die Kinder konnten den Umgang mit Gemüse beim Gemüse-Memory und Gemüsefangen üben. Durch die spielerische Auseinandersetzung, indem die Kinder Gemüsesorten benannten und Bildern zuordneten, bannt sich ein Verständnis für Gemüse an.

Am Ende des Tages traten etwas geschaffte aber zufriedene Kinder mit vielen neuen Eindrücken und inspirierte Pädagogen den Heimweg an.

 

Was bringt das neue Jahr?

Aufgrund von personellen Engpässen und Umstrukturierungen im Regionalen Bildungsnetzwerk Mönchengladbach ist eine Fortsetzung der Aktionen im nächsten Jahr noch nicht sichergestellt. Wir arbeiten aber an einer Lösung, da die leuchtenden Augen der Kinder und die Rückmeldungen der pädagogischen Fachkräfte uns gezeigt haben, wie gewinnbringend solche Maßnahmen sind.

 

 

 

Rückblick auf die Kooperation

Das Regionale Bildungsnetzwerk ist bereits 2018 eine Kooperation mit der lokalen Solawi aus Neuenhoven eingegangen.

Es gab Aktionen wie z.B. eine Hofbesichtigung, Informationen über den regionalen, saisonalen und ökologischen Anbau des Vereins Solawi. Möglichkeiten der Kooperationen mit den Bildungseinrichtungen Kitas und Grundschulen wurden erstmalig thematisiert. Und 2019 geht die Kooperation weiter. Das Regionale Bildungsnetzwerk konnte den Wildkräuterpädagogen  des Vereins für eine Fortbildung gewinnen. Im Rahmen einer "Kräuterwanderung" konnten Pädagogen die "Schätze am Wegesrand" sehen und erkennen und dieses Wissen an ihre Kinder weitergeben können. Dazu eignet sich ein nächster Ausflug mit den Kindern ins Grüne.

Der Gemüsekoffer

2018 haben zwei Mitarbeiterinnen des Regionalen Bildungsnetzwerkes, Cäcilie Meurer und Ursula Müller-Brackmann, den sogenannten Gemüsekoffer konzeptionell geplant und organisatorisch umgesetzt.
In dem Koffer sind Memorykarten zum Thema, Gemüsebilder mit Gemüseinfos, Gemüsegeschichten etc.
Am Anfang stand zunächst eine erste Produktauswahl für den Prototypen. Danach und auch 2019 findet die Weiterentwicklung des Gemüsekoffers statt.
Dieser Gemüsekoffer ist dafür gedacht, ihn auszuleihen.
Das Team des Regionalen Bildungsnetzwerkes hofft, dass hiervon rege Gebrauch gemacht wird.

Der Gemüsekoffer war auch bereits auf Reisen. Bei der Jahrestagung des Hauses der kleinen Forscher konnten wir den Koffer präsentieren und stießen auf viel fachlich Anerkennung für dieses Produkt. Und wir haben noch so viele Ideen zur Weiterentwicklung.

Das Experiment "To Go"

In dieser Rubrik "Das Experiment-To Go" finden Sie monatlich kleine Experimente, die leicht nachzumachen sind, bei denen es einiges zu entdecken gibt und mit dem Sie mit Kindern über das Forschen und Entdecken ins Gespräch kommen können.

Vielleicht kommen Sie durch diese Experimente ja auch auf den Geschmack und schauen mal in unserem Netzwerk WiNetziA vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.hausderkleinenforscher.de ,im persönlichen Gespräch unter 02161-25-53772 oder per E-Mail.

Doch jetzt zum "Experiment-To Go" für den Monat April.

Werden Sie Trainerin oder Trainer im Netzwerk WiNetziA!

Sie interessieren sich für das Netzwerk WiNetziA? Sie können sich mit dem Konzept vom "Haus der kleinen Forscher" identifizieren. Sie sind neugierig und wissensdurstig? Dann bewerben Sie sich als Trainerin im Netzwerk WiNetziA unter 02161-25-53772 oder schreiben eine E-Mail.

Das Magazin "WiNetziA:Forschen-Experimentieren-Ausprobieren"

Es gibt noch einige Restexemplare des Magazins ""WiNetziA:Forschen-Experimentieren-Ausprobieren". Interessierte können per E-Mail Exemplare bestellen.

 

 

Trainerinnen und Trainer...

… sind wir, weil: wir Kindern helfen wollen, die Welt zu erforschen, unbefangen mit ihnen experimentieren und unsere Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene mit ihnen teilen wollen. - Wir, das sind:
 

Netzwerkkoordination und Trainer

 Dirk Lehnen

Weitere Trainerinnen

Michaela Kanters-Peters

(Erzieherin)

Ursula Müller-Brackmann

(Sozialpädagogin und Künstlerin)