Mozartstraße

Mozartstraße
41061 Mönchengladbach

Beschreibung

Station der Tour " Prachtvolle Zeiten"

Die Mozartstraße liegt westlich der Kaiser- Friedrich-Halle in Nähe des Bunten Gartens und verbindet die Hermann-Piecq-Anlage mit der Beethovenstraße. Während der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jh. wird die Mozartstraße angelegt und bebaut. Hier stehen ausschließlich repräsentative Wohnhäuser wohlhabender Gladbacher Fabrikantenfamilien. Auffallend ist die Urheberschaft des Architekturbüros Robert Neuhaus (1864-1934) und August Stief (1879-1968) für mehrere der Bauten.

Am südlichen Beginn steht das Gebäude Mozartstraße 3. Es ist das mit Tuffsteinquadern verblendete Wohnhaus des Kaufmanns Adolf Abraham und seiner Familie. 1933 wandern sie in die USA aus und übergeben das Gebäude dem 1923 von Johanna Hölters gegründeten Blindenverein.

Das ursprünglich frei stehende Wohnhaus Mozartstraße 9 wird 1910 von einem nicht bekannten Architekten für den Textilkaufmann Gustav Jonas und seine Frau Rosa geb. Horowitz erbaut. Sie sind die Eltern des Philosophen Hans Jonas (1903-1993). Hans, der einen älteren Bruder Ludwig (1901–1916) und einen jüngeren Bruder Georg (*1906) hat, emigriert 1933 über London, Jerusalem (1935) und Kanada (1949) schließlich 1955 nach New York / USA. 1989 wird er Ehrenbürger der Stadt Mönchengladbach. In New Rochelle bei New York stirbt Hans Jonas mit 89 Jahren.

Die Mozartstraße 10 wird 1913 vermutlich durch die Architekten R. Neuhaus und A. Stief erbaut. Das zurückliegend mit Vorfahrt 1922 errichtete Wohnhaus Mozartstraße 11 geht auf eine Planung der Architekten R. Neuhaus und A. Stief zurück. Auffallend ist der zeittypisch reduzierte Formenaufwand der Fassaden, die sich von den älteren Gebäuden deutlich unterscheiden.

Das 1911 erbaute Wohnhaus Mozartstraße 18 steht in der Tradition der architektonischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jh., die auf eine damals verbreitete historistische Fassadengestaltung verzichtet.

Die Architekten der 1914 bis 1916 erbauten Villa Hecht in der Mozartstraße 19 sind R. Neuhaus und A. Stief. Sie errichten das repräsentative, mit Eifeler Tuffstein über Muschelkalksockel verblendete Villengebäude für Geheimrat Paul Busch.

Die Mozartstraße 20, das Haus Aschaffenburg, wird 1911/12 durch das Architekturbüro R. Neuhaus und A. Stief für den Tuchfabrikanten Hermann Aschaffenburg (1871-1920) und seine Familie erbaut.

Das Gebäude Mozartstraße 22 wird 1912 in neobarock-klassizistischer Formensprache durch die Architekten R. Neuhaus und A. Stief für den Fabrikanten Emil Peltzer-Teacher erbaut.

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