Ensemblia 2019

… das Mönchengladbach Festival

 

Alle zwei Jahre verwandelt die Ensemblia Mönchengladbach in eine große Bühne für zeitgenössische Kultur. Das älteste spartenübergreifende Festival des Landes bietet seit 1979 im Zwei-Jahres-Rhythmus weit gefächerte Programme, die schwerpunktmäßig Neue Musik berücksichtigten, aber auch andere Kunstsparten einbeziehen und Grenzüberschreitungen wagen. Spannend, aufregend und überraschend anders präsentiert sich das Festival immer wieder neu, immer wieder erlebenswert.

 

Auch die Ensemblia 2019 verspricht ein abwechslungsreiches Programm: vom großen Eröffnungskonzert am 26. Juni bis zum furiosen Abschlusskonzert am 30. Juni wird es 25 Veranstaltungen aus unterschiedlichen Sparten (Konzerte, Performances, Theater, Bildende Kunst, Tanz, Lesungen, Schul-Workshops u.a.) geben. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit den Niederrheinischen Sinfonikern, dem Theater Mönchengladbach, der Musikschule, dem Museum Abteiberg und dem Kulturbüro zusammengestellt.


Veranstaltungen und Spielorte

Elbtonal Percussion (c) 2VISTA

Mittwoch, 26. Juni 2019

20 Uhr: Eröffnungskonzert, Haus Erholung

Eintritt frei

Elbtonal Percussion: Urban Drums

Andrej Kauffmann - Jan-Frederick Behrend - Stephan Krause - Sönke Schreiber

 

Jan-Frederick Behrend                        Afrock

 

Matthias Schmitt (*1958)/                     Ghanaia

Arr. Elbtonal Percussion

 

Nebosja Jovan Zivkovic (*1962)            Trio per uno

 

Stephan Krause                                       Stomping Buckets

 

Radiohead                                                 Daydreaming

Arr. Jan Frederick Behrend

 

Keiko Abé (*1937)/Kaoru Wada (*1962)     The Wave

Arr. Andrej Kauffmann

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)            Toccata ohne Fuge

Arr. Elbtonal Percussion

 

Elbtonal Percussion verwandelt die Bühne in einen Wald aus Schlaginstrumenten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den klassischen Konzertsaal, ein Kirchenschiff oder die Jazzklub-Bühne handelt. Auf unzähligen Trommeln, Gongs, riesigen Marimbaphonen oder zweckentfremdeten Alltagsgegenständen begeben sich die vier Percussionisten auf eine musikalische Weltreise.

Die vier treffsicheren Schlagwerker aus Hamburg beherrschen das „kreative Crossover“ aus Klassik, Jazz und Weltmusik wie kaum eine andere Formation hierzulande. Mit ihrem optisch beeindruckenden Instrumentarium begeistert Elbtonal Percussion durch mitreißende Dynamik und stilistische Vielfalt, wovon bereits neun CDs und zwei DVDs einen überzeugenden Eindruck vermitteln. Auf vielen weiteren Alben und Compilations ist die Gruppe als Gast vertreten. Ihre atemberaubend präzis-virtuosen „Klangspiele, die in immer wieder neuen Farben leuchten“ (Hamburger Morgenpost), verwandeln den Konzertort in einen einzigartigen Erlebnisraum. Mal verbreitet sich die fast schon beschwörende Magie eines archaischen Rituals, mal die eher verspielte Konzentration eines experimentellen „Klanglabors“. Elbtonal Percussion tourt seit 1996 durch die Länder, gab über 1000 Konzerte und wurde auf zahlreiche renommierte Festivals eingeladen. Konzertreisen führten das Quartett durch ganz Europa und wiederholt nach Asien. Ihre individuelle wie unkonventionelle Klangästhetik veranlasste immer wieder andere Künstler, die Zusammenarbeit mit ihnen zu suchen. Wie sensibel sie sich in andere Genres einfinden können, belegt auch ihre musikalische Mitwirkung bei verschiedenen internationalen Filmproduktionen.

Miriam Röder Muster in Bewegung (c) Lukas Klose

Donnerstag, 27. Juni 2019

KIGA St. Anna

(geschlossene Veranstaltung)

 

Tanz-Workshop für Kinder

 

                       

Selbstporträt (c) ulf k.

27. Juni 2019

Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk und Jugendheim Bettrath

(geschlossene Veranstaltung)

 

Workshops mit dem Comiczeichner und Kinderbuch-Illustrator ulf k.

Angelika Niescier (c) Arne Reimer

27. Juni 2019

Gymnasium Am Geroweiher

(geschlossene Schulveranstaltung)

 

Workshop mit Angelika Niescier, Saxophon

Miriam Röder (c) Jürgen Körting

27. Juni 2019, 19 Uhr, Studio Theater Mönchengladbach
Odenkirchener Straße 78, 41236 Mönchengladbach

 

Tanzworkshop Miriam Röder

Eintritt frei

 

Miriam Röder ist in Mönchengladbach aufgewachsen. Sie erhielt ihre tänzerische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Zusätzlich hat sie den Master Kunst und Theater im Sozialen an der Hochschule Ottersberg abgeschlossen. Neben ihrer Tätigkeit als freischaffende zeitgenössische Tänzerin, arbeitet sie als Choreographin in verschiedenen Projekten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Für Interessierte, die den zeitgenössischen Tanz kennenlernen wollen. Übungen am Boden, im Stand und durch den Raum fördern das Körperbewusstsein und die Koordination. Fließende Bewegungen, Drehungen und Schrittkombinationen führen in kurze Choreografien. Abschließend wird eine längere Choreografie erlernt, um die Freude am Tanzen zu erleben.

 

Teilnahme kostenlos, Anmeldung unter Tel. 02161 - 25 52423

Michael Gilbertson (c) windsync.org

27. Juni 2019, 20 Uhr

Theater Mönchengladbach

Odenkirchener Straße 78, 41236 Mönchengladbach

 

Sinfoniekonzert der Niederrheinischen Sinfoniker

 

Joseph Haydn (1732 – 1809)

Sinfonie Nr. 59 A-­Dur „Feuersinfonie“

 

Michael Gilbertson (Geb. 1987)

The Cosmos. Konzert für Holzbläserquintett und Orchester

Europäische Erstaufführung

 

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Sinfonie Nr. 4 B­-Dur op. 60

 

Niederrheinische Sinfoniker / Bläserquintett NR5

GMD Mikhel Kütson, Dirigent

Ihren Beinamen „Feuersinfonie“ erhielt Joseph Haydns Sinfonie Nr. 59 wohl, da man lange Zeit dachte, er habe sie für das Schauspiel „Die Feuersbrunst“ verfasst. Doch auch die wilden Sech­zehntel im Anfangspresto wecken Assoziationen an züngelnde Flammen.In die faszinierenden Weiten des Universums entführt Michael Gilbertsons „The Cosmos“. In jedem der fünf Sätze des Konzerts beschäftigt er sich eindrucksvoll mit einem anderen Phänomen des Weltraums, darunter schwarze Löcher. Geschickt verbindet er dabei sphärische Klänge mit Anmutungen an Filmmusik.

Suchend und unbestimmt hebt Ludwig van Beethovens vierte Sinfonie in der langsamen

Einleitung zum ersten Satz an. Doch dann bricht das lebensfrohe Hauptthema des Allegro vivace hervor. Auch im Folgenden prägen das Werk Helligkeit und Freude. Nicht nur Beethoven schätzte die Sinfonie sehr, auch Publikum und Kritik lobten ihren „originellen Charakter“ und die „edle Simplizität“.

 

Tickets: 49,50/42,-/32,-/23,- Euro (erm. 25,-/21,50/19,-/18,- Euro), Theaterkasse Mönchengladbach (Tel. 02166-6151 100) und www.ADticket.de

Himmel über Paris (c) Matthias Stutte

Freitag, 28. Juni 2019, 19:30 Uhr

Theater Mönchengladbach

Odenkirchener Straße 78, 41236 Mönchengladbach

 

"Himmel über Paris" eine musikalische Odysee

 

Eine Nacht in Paris. Ein deutscher Ingenieur bereitet sich im Hotel auf das wichtigste Meeting seiner Karriere vor – und wird bestohlen. Die nächtliche Verfolgung der Diebin führt ihn in unwirtliche Gegenden, fernab vom leuchtenden Zentrum der Stadt. Um sich vom Trauma ihrer Scheidung zu erholen, kommt eine deutsche Lehrerin nach Paris, steigt auf der Suche nach ihrem Hotel in den falschen Bus und strandet mitten in der Nacht in einem der trostlosen Außenviertel. Auch sie trifft auf Menschen, denen sie als Innenstadttouristin nie begegnet wäre.

Zwei Fremde auf einer unwirklichen, tragikomischen Odyssee durch eine Nacht voller seltsamer Begegnungen – und voller Musik. Die live gesungenen klassischen Chansons, u. a. von Édith Piaf und Jacques Brel, begleiten sie auf ihrem Weg durch die Stadt der Liebe, der für beide auch ein Weg zu sich selbst wird.

Himmel über Paris ist nach Kein schöner Land Lothar Kittsteins zweite Arbeit für das Theater Krefeld und Mönchengladbach.

 

Tickets: 52,-/46,-/36,-/28,-/22,- Euro (ermäßigt 40,-/36,-/28,-/14,50/13,50 Euro), Theaterkasse Mönchengladbach (Tel. 02166 6151-100) und www.ADticket.de

Jugendsinfonieorchester Musikschule MG (c) Voila Promotion

28. Juni 2019, 21 Uhr

Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse

Bismarckplatz 10, 41061 Mönchengladbach

 

Der Eintritt ist frei, eine verbindliche Anmeldung unter musikschule@moenchengladbach.de ist erforderlich.

 

„Wassermusik“ (Konzertperformance)

 

Jugendsinfonieorchester der Musikschule der Stadt Mönchengladbach

Leitung: Christian Malescov

Solisten u.a.: Marie Lina Hanke (Sopran), Niklas Schröder (Violoncello), Marko Kassl (Akkordeon)

Rockband: Flying Circus

NewKammerchor der Gladbacher Singschule der Musikschule

Leitung: Klaus Paulsen

 

Konzept und Komposition: Rüdiger Blömer

 

Die kirchenhohe, viergeschossige Halle der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle, in der Mitte eine zehn Meter hohe Wassersäule von Heinz Mack, ein ständiges Wasserrauschen – an diese akustische Herausforderung wagt sich das Jugendsinfonieorchester der Musikschule, dirigiert von Christian Malescov. Bei der Konzertperformance „Wassermusik“ wird das Orchester diesen besonderen Konzertsaal musikalisch erforschen, unterstützt von der Band Flying Circus, vom NewKammerchor und Solisten wie Marie Lina Hanke (Gesang) und Niklas Schröder (Cello). Die Musiker spielen an verschiedenen Orten verteilt und auf den Rängen. Auch Handys werden dabei eingesetzt.

 

Rüdiger Blömer hat die faszinierend schräge „Wassermusik“ eigens für die Ensemblia komponiert. Sie ist eine musikalische Meditation, gibt keine fertigen Antworten, denkt nicht in Schubladen. Blömer greift Werke von Schostakowitsch auf, aber ebenso Elemente aus der Neuen Musik, Jazz und Pop. Wo stehen wir? Wohin geht Musik heute? Die Antwort muss und darf an diesem Abend jeder für sich finden. Sie liegt im Jetzt, ist morgen vielleicht schon wieder eine andere. Die „Wassermusik“ weckt auf, verstört und setzt neu zusammen. Mal sakral bis apokalyptisch, mal ruhig und wunderschön, dann wieder lautstark und grell. Musik als Kontinuum, so wie das Wasser, das alles verbindet, das immer schon da war und immer sein wird. Das fließt und fließt und fließt.

 ..tropf...tropf...
…l'essentiell...
...how could he know...
...jetzt...jetzt...stets jetzt...
...con cupo suono...
...est invisible...
...jetzt...jetzt...stets jetzt...
...sei vicino a me...
…as time drift by...
...perdu...perdu...perdu...
…si muovono le onde…
...tropf...tropf...
...anche se tu sei lontano...
...es muss vergehn...
...jetzt...jetzt...stets jetzt...

 con cupo suono si muovono le onde
mit düsteren Klang bewegen sich die Wellen
L'essentiell. est invisible...
Das Wesentliche ist unsichtbar
sei vicino a me anche se tu sei lontano.
du bist mir nahe, auch wenn du weit weg bist.

Collage (c) Henrike Robert mit Fotos von Matthias Stutte, Stefan Stahlschmidt, Nicole Winkelkötter, Thomas Holtgreve, Nicolas Rodriguez

Freitag,  dem 28. Juni 2019, ab 22 Uhr

Montforts Quartier

Drums, Bass and Dance in Motion

Eintritt frei

Im industriegeschichtlichen Ambiente des Textiltechnikums fusionieren Clubkultur, moderner Tanz und Livemusik bei Drums, Bass and Dance in Motion. Auf Augen und Ohren gibt es eine Neukomposition für Schlagzeug, Bass, Stimme und Schallplatten mit virtuosem Spiel an Schlagwerk und Basssaiten mit einer eigens dafür entwickelten Tanzchoreografie. Aus authentischer, packender bis gelöster elektronischer Musik unter den Händen von DJ Dash lassen die Musical Dancer in einer Choreografie von Silvia Behnke faszinierende Tanzmoves entstehen in Passagen voller Innerlichkeit bis hin zu ekstatischen Momenten des Aus-Sich-Hinausgehens - mind, body and soul. Fluoreszierende Bewegungen bestechen, Körper und deren Signale respondieren zu digitalen wie analogen akustischen Strömen der Livemusiker. Das Publikum wird zusätzlich durch eine Lichtinszenierung in ein außergewöhnliches Erlebnis dieser weltweit einzigartigen Kombination getaucht.

Musical Dancer des Jugendclubs des Theaters Krefeld und Mönchengladbach

Silvia Behnke, Choreografie

Dash, DJ Drum’n‘Bass mit funky Breakbeats

Weird/Wired, Thomas Holtgreve (Drums) und Nicolas Rodriguez (Bass)

Ghost, MC

 

Drums, Bass and Dance in Motion ist ein Projekt des Kulturbüro - eine audiovisuelle Inszenierung mit Tanz in Kombination mit DJ-Sounds, Livedrums, Bass und MC in vier Teilen mit einer Pause zwischen Teil 2 und Teil 4 und einer Gesamtlänge von circa 90 Minuten.

Citykirche innen (c) Andreas Jütten

29. Juni 2019, 12 Uhr

Citykirche Mönchengladbach

Kirchplatz 14, 41061 Mönchengladbach

 

Musik zur Marktzeit

 

Eintritt frei

 

Novum vitae - Neues Leben

Eine Interaktion!

 

Performance,  die das Thema mit unterschiedlichen Kunstformen auf ihre vielseitigen Bedeutungsebenen hin beleuchtet. Die Protagonisten entwerfen spontan und improvisatorisch mit

unterschiedlichen akustischen und visuellen Pinselstrichen eine Collage, die sich im Laufe der Performance zu einem Gesamtkunstwerk entwickeln soll. Durch die Einbeziehung der zur Verfügung stehenden Instrumente (Große Orgel, kleine Orgel, Flügel, Cembalo) und der gotischen Citykirche können die Künstler den Raum klanglich und optisch abtasten und ausformen.

Inhaltlicher „roter Faden“ sind Verse aus den Psalmen Davids.

 

Lara Diez, Tanz

Frank Füser, Saxophon/Tasten

Nikolas Simion, Saxophon

Klaus Paulsen, Gesang/Tasten

Andreas Jütten, Projektion/Zuspielung

GolzDanilov (c) Matthias Wolfgering

29. Juni 2019, 14Uhr

Café Lax Legere

Wallstraße 17, 41061 Mönchengladbach

 Eintritt frei

 

GolzDanilov - Das Gitarrenduo

 

Originalwerke und Bearbeitungen für zwei Gitarren

Mit spanischer Musik von Isaac Albéniz, südamerikanischen Werken von Egberto Gismonti und Tangokönig Astor Piazzolla sowie Transkriptionen ausgewählter Meisterwerke von Joseph Haydn und Béla Bartók demonstriert das Wuppertaler Gitarrenduo GolzDanilov die dynamische Bandbreite und die faszinierenden Klangfarben der klassischen Gitarre.

Tina Tonagel (c) Tina Tonagel

Tina Tonagel – MMIII Kunstverein Mönchengladbach

29.06.2019, 16 Uhr

Künkelstraße 125

41063 Mönchengladbach

Eintritt frei

Tina Tonagel entwickelt kinetische Werke in denen Sie Licht und Klänge kombiniert. In den letzten Jahren liegt ihr Schwerpunkt auf der Visualisierung von Musik. Sie entwickelte unter anderem elektronisch gesteuerte mechanische Klang-Apparate, die analog zu den entstehenden Klängen suggestive und poetische Projektionen erzeugen. Im Rahmen der Ensemblia Mönchengladbach zeigt die Kölner Künstlerin eine Klangperformance, die sich in den Räumlichkeiten des Kunstvereins installativ entfaltet. Diese Intervention verweist auf die folgende Gruppenausstellung Kinetic Machines, die am 24.08.2019 im MMIII eröffnen wird.

29.06.2019, 17 Uhr, Führung durch die Editionsausstellung im MMIII Kunstverein Mönchengladbach

Kunst X (c) Bernhard Jansen

29. Juni 2019, 16-23 Uhr

Schillerplatz

Schillerstraße 49a, 41061 Mönchengladbach

 

position- Performance und Bildende Kunst

 

Eintritt frei

Der Festivalbeitrag „position” zur Ensemblia 2019 präsentiert ein breites Spektrum von Bildender Kunst an einem Tag, auf einem Platz: Neben Bildwerken und Installationen stehen an erster Stelle Performances. Sie verbinden Bildende Kunst, Raum und Publikum, verdichten die Atmosphäre und bilden den zeitlichen Rahmen des Programms. So finden überraschende, auch ungewisse Aktionen auf dem Platz statt. Eingeladene KünstlerInnen: Aline Biasutto (Paris), Alexander Hermanns, Taka Kagitomi, Anna Kautenburger (Saarbrücken), Miriam Röder und Kai Welf Hoyme, Justyna Scheuring (London).

16:00 Uhr     Opening

16:30 Uhr     Justyna Scheuring

17:15 Uhr     Official opening

17:30 Uhr     Anna Kautenburger

18:00 Uhr     Taka Kagitomi

19:00 Uhr     Pause

21:30 Uhr     Miriam Röder und Kai Welf Hoyme

Elisabeth Fürniss und Eyal Ein-Habar (c) Peter von Wienhardt

Samstag, 29. Juni 2019, 18 Uhr

Schloss Rheydt

Eintritt frei

Elisabeth Fürniss, Violoncello

Eyal Ein-Habar, Flöte

Das Programm des heutigen Abends ist speziell für das Konzert des Duos Fürniss/Ein- Habar im Rahmen der Ensemblia 2019 zusammengestellt worden. Teils haben die Künstler hierfür neue Arrangements geschaffen, z.B. von der Passacaglia von Händel-Halvorsen und dem Trio D-Dur von Joseph Haydn, einem „Agnus Die“ von Josquin des Prez und einem Konzert von Johann Sebastian Bach. Außerdem erklingen der Klassiker des Genres, der „Jet Whistle“ von Heitor Villa-Lobos, sowie  Werke von Telemann und anderen, mit denen ein Bogen von der Renaissance bis zur Gegenwart geschlagen wird.

constructur I (c) Jürgen Löscher

29. Juni 2019, 20 Uhr

Krypta Münster St. Vitus

Abteistraße 41, 41061 Mönchengladbach

 

Jürgen Löscher: constructor I

 

Eintritt frei

constructur I (UA)

„Umgeben sind wir von Strukturen, alltäglich, zufällig, konkret und zugleich abstrakt. Vielfältig, monoton, frei, eingebunden. Oberflächen, Formen, Linien, Texturen, die oft überraschend, willkürlich und ungeplant auftauchen, in ihrem Zusammentreffen und ihrer Abstraktheit dennoch wie absichtlich konstruiert erscheinen und eine verblüffende ästhetische Wirkung entfalten.

In diesem neuen Programm aus der Reihe "Musik+Bilder", dessen Uraufführung im Rahmen der Ensemblia 2019 stattfindet, habe ich aus meiner fotografischen Sammlung Bilder von grafischen Texturen aus der Alltagswelt  ausgewählt, zusammengestellt und überlagert und diese mit neuen Zuspielungen unterlegt, kombiniert mit Live-Improvisationen.“

Jürgen Löscher

Tschick (c) Theater KR_MG

29. Juni 2019, 20 Uhr

Theater Mönchengladbach

Odenkirchener Straße 78, 41236 Mönchengladbach

 

"Tschick" von Wolfgang Herrndorf

 

Bühnenfassung von Robert Koall

mit Carolin Schupa, Henning Kallweit und Philipp Sommer

Maiks Mutter ist in der Entzugsklinik, sein Vater mit seiner Assistentin auf Geschäftsreise, also wird Maik die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf, eigentlich Andrej Tschichatschow. Der Russlanddeutsche kommt aus einem der „Asi“-Hochhäuser in der Umgebung, irgendwie hat er es von der Förderschule bis aufs Gymnasium geschafft. Mit seinem geklauten Auto beginnt für Maik und Tschick eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, auf der ihnen an einer Müllkippe die obdachlose Isa begegnet, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sich ihnen kurzerhand anschließt.

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, studierte ursprünglich Malerei. 2010 erschien sein dritter Roman Tschick, der seither mit großem Erfolg auf vielen deutschen Bühnen gespielt wird und 2016 von Fatih Akin
verfilmt wurde.

Inszenierung: Maja Delinić

Bühne und Kostüme: Ria Papadopoulou 

Musik: Clemens Gutjahr

Dramaturgie: Thomas Blockhaus

Tickets: 22,- Euro (ermäßigt 13,50 Euro), Theaterkasse Mönchengladbach (Tel. 02166 6151-100) und www.ADticket.de

Amnesia Scanner - Another Life - Album Cover © Satoshi Fujiwara

Samstag, 29. Juni 2019, 21 Uhr

Museum Abteiberg

Abteistraße 27, 41061 Mönchengladbach

 

Amnesia Scanner

 

Eintritt frei!

Amnesia Scanner ist das Musik-Duo der Finnen Ville Haimala und Martti Kalliala. Sie performen in Musik-Clubs ebenso wie in Kunsträumen, betreiben zudem ein experimentelles Design- und Produktionsstudio in Berlin.

 Die Arbeit von Amnesia Scanner ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Technologie und deren Einfluss auf unsere Emotionen. Amnesia Scanner operiert mit gestörten Systemen, Überdosen an Information und sensorischen Exzessen.

 2015 veröffentlichte Amnesia Scanner Angels Rig Hook, ein von der Kritik gefeiertes ‘Hörspiel’, das ein Set von Dancefloor-Stücken mit einer künstlich generierten Erzählerstimme verband und daraus einen maschinellen Krypto-Rave-Sound entstehen ließ. 2018 kam das Album Another Life, die bisher wichtigste Produktion von Amnesia Scanner heraus: eine Verarbeitung von Pop und vor-elektronischer Musik, die via Technologie in eine Apokalypse oder Rettung gesteuert wird. Zwischen sanftem Wohlfühlsound, überhitztem Doombahton und New Metal Gabba spielt sich dieser Prozess ab, die Ablösung vom Menschen durch eine Maschine.   

 Amnesia Scanner sind weltweit auf wichtigen Elektronik-Festivals zu erleben, sie traten u.a. auch im ICA London, HKW Berlin, Spazio Maiocchi Mailand und in der Serpentine Gallery London auf. Visuelles Konzept in Kooperation mit dem PWR Studio, Live-Auftritte in Koproduktion mit dem in Stockholm arbeitenden kanadischen Designer Vincent De Belleval.

Duo Armaos Rastani (c) Stefan Zimmermann

Sonntag, 30.06.2019, 12 Uhr, Kulturküche MG

Duo Armaos-Rastani

 Eintritt frei

In den Konzerten von Ptolemaios Armaos und Syavash Rastani fusionieren die Klänge der persischen Tonbak mit denen der klassischen Gitarre. Die beiden jungen Künstler spielen Eigenkompositionen und interpretieren Stücke bekannter klassischer Komponisten. Ihr Repertoire umfasst zudem Lieder aus der traditionellen Musik. Neben musikalischer Ernsthaftigkeit und spieltechnischer Virtuosität fehlt auch eine ordentliche Prise Humor nicht.

 

Programm

Camino de las tropas - C. Moscardini (Bearbeitung Duo Armaos Rastani)

A felicidade - A.C. Jobim (Bearbeitung Roland Dyens/Duo Armaos Rastani)

Harmony x – Eigenkomposition

Die Brücke von Drama – Traditionell (Bearbeitung Duo Armaos-Rastani)

Walk Dance - Traditioneller Tanz aus dem Balkan (Bearbeitung Duo Armaos-Rastani)

Flug – Eigenkomposition

Unvergessene Träume – Eigenkomposition

Cielo abierto – Quique Sinesi (Bearbeitung Duo Armaos-Rastani)

Fuoco - Roland Dyens (Bearbeitung Duo Armaos-Rastani)

Gösel-ÄAA-LP (c) Vesko Gösel

30. Juni 2019, 14 Uhr

EA 71

Eickener Straße 71, 41061 Mönchengladbach

 

Soundperformance ÄAA

 

Eintritt frei

 

 

Änderungen Aller Art - GIFT SHOP

Soundperfomance

30.06. - 20.07.2019

Vesko Gösel, Philipp Königs, Ruth Zadow & Gäste

Zur Eröffnung am Sonntag, dem 30.06.2019, werden Objekte der letzten drei ÄAA-Projekte (2013 - 2017) zu sehen sein. Ungewöhnliche Abspielgeräte, Geräusche sowie Tonträger oder auch Bewegtes erwarten die Besucher, die außerdem herzlich eingeladen sind, bei dieser Gelegenheit etwas (Un)Brauchbares abzugeben: ein Spielzeugauto, eine Stehlampe, einen Couchtisch - alles ist möglich! Windeln, Lebendiges und Atommüll sind ausgenommen. Das ÄAA-Team verändert während der sommerlichen Ausstellungsdauer vor Ort die mitgebrachten Gegenstände. Zur 2. Eröffnung werden die neuen Werke, hergestellt aus den gestifteten Dingen, gezeigt.

Mehr über das Projekt Änderungen Aller Art unter www.äaa.com

1. Eröffnung: Sonntag, 30.06.2019, 14 Uhr

2. Eröffnung: Samstag, 20.07.2019, 20 Uhr

Öffnungszeiten & Annahme: Donnerstag, Samstag & Sonntag 12 - 18 Uhr

Sarah Meyer-Dietrich (c) Frank Vinken

Ensemblia 2019

Sonntag, 30. Juni 2019, 15 Uhr

schein.bar, Rathausstraße 11A, 41061 Mönchengladbach


Eintritt frei

 

Lesung Sarah Meyer-Dietrich: „Ruhrpottkind“

 

Sarah Meyer-Dietrich lebt ziemlich in der Mitte Nordrhein-Westfalens. Für ihre Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis des Literaturpreises Ruhr. Ihre Romane erzählen zwischen Melancholie und Witz von den großen und kleinen Dramen des Alltags: „Immer muss man mit Stellwerksbränden, Streiks und Tagebrüchen rechnen“ (2016), „Ruhrpottkind“ (2017).

www.sarahmeyerdietrich.de

 

Sarah Meyer-Dietrichs Roman „Ruhrpottkind“ erzählt von einer Kindheit Ende der 80er-Jahre – zwischen Alf und C64, Airwolf, Duck Tales, Magic Gum und Chris de Burgh. Jenni und ihre Schwester Jana haben es nicht leicht. Die Mutter ist dauernd überfordert, der Vater längst abgehauen, und dann wird auch noch Oma krank. Ein mitreißender Roman über das Leben, das manchmal so verdammt wehtut, dass man es nur mit genügend Witz aushalten kann.

Angelika Niescier (c) Arne Reimer

Abschlusskonzert Ensemblia 2019, 30.06.2019, 17 Uhr

Münster St. Vitus

Eintritt frei

 

Angelika Niescier, Saxophon

Sylvie Courvoisier, Klavier

 

Eine Zusammenkunft auf höchstem Niveau

Die beiden hochdekorierten Musikerinnen haben über Jahre ihren charakteristischen Kompositionsstil kultiviert. Das Programm umfasst  Entwürfe unterschiedlicher Klanglandschaften, einmalig in Kontrastreichtum, Transparenz, Detailliebe, Kraft und dem untrüglichen Sinn für Dramaturgie. Die Strahlkraft der Musik füllt jeden Raum  mit  intensiver Spannung.

 

Die „große europäische Saxophonistin“ (BZ) Angelika Niescier gehört zu jenen  international tätigen Musikerinnen, die nicht nur der europäischen Jazzszene neue Konturen geben. Sie komponiert für Theater, Big Band, Film, Ballett und Sinfonieorchester. Niescier hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten,  u.a. zweifach den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Echo Jazz für ihre CD- Produktionen, im Jahr 2017 erhielt sie den Deutschen Jazzpreis/ Albert Mangelsdorff Preis. Niescier gastierte auf den wichtigsten Festivals weltweit (u. a. Winter Jazzfest New York, unerhört! Zürcher Jazzfestival, Vancouver International Jazzfestival, Jazzfest Berlin, Jazzfestival Molde) und tourt seit vielen Jahren u.a. Auftrag des Goethe-Instituts als Kulturbotschafterin Deutschlands in der ganzen Welt. Sie arbeitet(e) u.a. mit Joachim Kühn, Stewe Swallow, Erine Watts, Tyshawn Sorey, Thomas Morgan, Gerry Hemingway, Julia Hülsmann, Achim Kaufmann, Gerald Cleaver und Ralph Alessi. Niescier arbeitet regelmässig mit Musikern aus verschiedenen Ländern und betrachtet die Zusammenführung unterschiedlicher musikalischer Sozialisationen als eine wichtige Schritt zur Entwicklung der Musik. In ihren Soloprogrammen, der Arbeit mit ihrem Quartett Angelika Niescier-„sublim“ sowie anderen Bandprojekten verschiedenster Art und Kompositionsaufträgen verschmilzt sie komplexe Komposition und Improvisation. Dabei begreift sie den Einfluss des Wortes, des (Film-)Bildes, der Bewegung und der bildenden Kunst als wichtige Inspiration.

 

Sylvie Courvoisier wuchs in Lausanne auf und begann mit sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Bis 1994 studierte sie Musik an den Konservatorien von Montreux (Jazz) und Lausanne (Klassik). Sie arbeitete zunächst mit ihrem Quintett, aber auch mit Enrico Rava, Thomas Chapin, Joachim Kühn, Marc Ducret, Dominique Pifarély und Lucas Niggli. 1998 zog sie nach Brooklyn, New York, wo sie seitdem lebt.

«... Spontanée, percussive, capricieuse ...» (La Liberté)

Courvoisier leitet gegenwärtig ihr Quintett Lonelyville und das Trio Abaton. Sie tritt regelmäßig im Duo mit ihrem Mann, dem Violinisten Mark Feldman, auf. Sie ist Mitglied von Mephista, einem Improvisationstrio mit Ikue Mori und Susie Ibarra, im Quintett von Herb Robertson mit Tim Berne, Tom Rainey und Mark Dresser und im Trio Essence mit Gebhard Ullmann und Carlos Bica. Ferner spielt sie im Trio mit Ellery Eskelin und Vincent Courtois und in John Zorns Gruppe Cobra. Weiterhin hat sie mit Joey Baron, Tony Oxley, Yusef Lateef, Dave Douglas, Joëlle Léandre, Butch Morris, Lotte Anker, Fred Frith, Okkyung Lee, Mark Nauseef und Jacques Demierre gearbeitet. Sylvie Courvoisier hat Musik für Konzerte, Radio, Ballett und Theater geschrieben. Sie hat Kompositionsaufträge vom Vidy Theater (Lausanne), Pro Helvetia und den Donaueschinger Musiktagen erhalten.