Nachlese Veranstaltungen/Aktionen

Dienstag, 17.03.2020

Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Diese liegt in Deutschland nach wie vor bei 21 Prozent. Das sind 77 Tage, die Frauen 2020 umsonst arbeiten. Anders ausgedrückt: vom 01. Januar bis zum 17. März. Zum EPD finden in ganz Deutschland Aktionen statt. Als eine Aktion für diesen Tag haben die Frauen des Business and Professional Women das Tragen einer roten Tasche als Symbol des Protestes gegen Entgeltungleichheit entwickelt. Die rote Tasche steht für rote Zahlen und dafür, dass Frauen weniger in der Tasche haben als Männer. Die Gleichstellungsstelle unterstützt diese Aktion und ruft Frauen dazu auf, auch in Mönchengladbach am 17. März rote Taschen zu tragen.

Weitere Infos finden sie hier

Internationaler Frauentag „Viva la Vulva“

Traditionell fand am Sonntag, dem 08. März, im Paritätischen Zentrum zum Internationalen Frauentag eine bunte Veranstaltung im neuen Gewand statt. Das traditionelle Große Frauenfrühstück wurde durch ein neues Veranstaltungsformat, offen für alle Geschlechter, abgelöst. Die Vorbereitungsgruppe aus jungen und alten Frauenbewegten der Vereine f*akt – feministische Aktion, Kulturkram, LesLie, Sozialdienst katholischer Frauen, dem Verdi Bezirksfrauenrat, dem Paritätischen und der Gleichstellungsstelle luden alle Interessierten herzlich zur Filmvorführung ein.

Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung gut besucht: rund 100 Besucher*innen schauten sich die Arte Dokumentation „Viva la Vulva“ an, kamen mit Sekt, Selters und Snacks in Austausch. Anschließend gab es in Workshops die Möglichkeit zu Gespräch und Diskussion zum Thema des Films. Die Vereine f*akt – feministische Aktion und Kulturkram präsentierten Bilder, Stickereien sowie eine Videoperformance, die während des feministischen Art Festivasl Femtastic #2 entstanden sind. Auch für Kinderbetreuung war gesorgt.

Wir danken den folgenden Verbänden und Institutionen für die freundliche Unterstützung unserer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am 08. März 2020:

  • Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen - SPD Mönchengladbach
  • Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Mönchengladbach
  • CDU Frauen-Union Mönchengladbach
  • Der Paritätische Mönchengladbach
  • Die Linke Mönchengladbach
  • F*akt – feministische Aktion Mönchengladbach
  • Gleichstellungsstelle der Stadt Mönchengladbach
  • Kulturkram e.V.
  • Leslie e.V. Mönchengladbach
  • Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Mönchengladbach
  • ver.di Bezirksfrauenrat Linker Niederrhein

Impressionen

One Billion Rising 2020 - 100 Menschen in Mönchengladbach tanzten auf dem Sonnenhausplatz

One Billion Rising ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die „Milliarde“ (engl. billion) steht für die statistische Aussage der Vereinten Nationen, dass ein Drittel aller Frauen und Mädchen in ihrem Leben Opfer von Gewalt geworden sind. Die Gleichstellungsstelle der Stadt und der Verein Freeflow organisierten 2020 zum sechsten Mal den Tanzflashmob in unserer Stadt. Zur Einstimmung auf den Tanzflashmob sangen die Frauen vom Heart Core im Minto.

Nach Abschluss der vitalen und bunten Protestaktion mit Tanzen, Singen, Seifenblasen und Luftballons zogen die Veranstalterinnen das Fazit: „Wir haben getanzt, gefeiert und ein Statement gegen Gewalt an Frauen und Mädchen abgegeben. Mönchengladbach aktiv dabei, als ein Teil der weltweiten Aktion One Billion Rising ist ein eine tolle Sache - und - wir tanzen weiter!“ Rund 100 Menschen waren diesmal auf dem Sonnenhausplatz dabei.

Die Kampagne geht zurück auf die Initiative der Künstlerin Eve Ensler, die erstmals am 14. Februar 2013 eine Milliarde Frauen und Männer dazu motivierte in 200 Ländern und 130 deutschen Städten gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aktiv zu werden. Seit dem 14. Februar 2014 bringt der Aktionstag One Billion Rising auch in Mönchengladbach Menschen zusammen, um gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren.

 

Sexistische Werbung - "Nackte Tatsachen: Wir haben unverpacktes Obst und Gemüse."

Der Lebensmittel-Discounter Netto warb im Oktober für unverpacktes Obst und Gemüse und für den Verzicht auf Plastikverpackung. Eine tolle Sache - auf den ersten Blick, denn leider setzt das Unternehmen für seine Werbung auf einen Mann und eine Frau, die nackt in der Gemüseabteilung stehen und ihre Nacktheit mit Paprika, Äpfeln oder Salat bedecken. Nach zahlreichen Beschwerden von Bürger*innen prüft der Deutsche Werberat. Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach reichte Beschwerde gegen die sexistische Werbung der Netto Marken-Discount AG & Co. KG beim Deutschen Werberat ein. Lesen Sie hier die Stellungnahme des Werberates:


Montag, 25.11.19, Internationaler Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“, AK GGIB Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ und „Orange your City - Zonta says NO“

Der 25. November ist von den Vereinten Nationen als Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen deklariert. In diesem Jahr gibt es zwei öffentlichkeitswirksame Aktionen dazu in Mönchgladbach . Die Gleichstellungsstelle beteiligte sich gemeinsam mit der Frauenberatungsstelle, den beiden Frauenhäusern und der Polizei - zusammengeschlossen im Arbeitskreis gegen Gewalt in Beziehungen (AK GGIB) - an der Fahnen-Aktion von terres de femmes.

An städtischen Verwaltungsgebäuden, bei der Polizei, an der Hochschule sowie am Gewerkschaftshaus wurden Fahnen mit der Aufschrift: „Nein zu Gewalt an Frauen – frei leben – ohne Gewalt“ gehisst.

Die beiden Zontaclubs der Stadt und die Soroptimisten Mönchengladbach taten sich zusammen, um ebenfalls ein sichtbares Zeichen zu setzen. Mit „Zonta says NO“ und der Aktion  „Orange your City“ wollten die drei Frauen-Serviceclubs auf das Thema aufmerksam machen und den Frauen mit ihrer Aktion zur Seite stehen. Sie organisierten, dass in unserer Stadt ab 17:00 Uhr zahlreiche Gebäude orange angestrahlt wurden, darunter das Kühlen Quartier, das Stadttheater, das Minto, die Kaiser-Friedrich-Halle, das Borussia-Stadion, die Kulturküche und die Textilakademie. Es ging darum, deutlich zu machen: Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Phänomen, das alle angeht - auch in unserer Stadt sind Frauen von häuslicher und sexueller Gewalt betroffen. Es gilt dahin zu wirken, dass nicht weggeschaut wird.

Die Frauen von Zonta und Soroptimist setzen sich ebenso wie der AK GGIB dafür ein, dass in unserer Stadt aktiv für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen gearbeitet wird und präventive Angebote entwickelt werden.



Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt

Am 25.11.2012 wurde die gemeinsame Foto-Aktion vom Arbeitskreis Gegen Gewalt in Beziehungen und der Hochschule Niederrhein gegen Häusliche Gewalt - Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt beendet. Viele Menschen in Mönchengladbach beteiligten sich an der Aktion und setzten mit dem eigenen Standpunkt ein Zeichen gegen Gewalt. Der Aufruf der Initiatorinnen lautete: "Machen Sie ein Foto von Ihren Füßen und Ihrem Standpunkt."

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