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Heimat-Preis NRW 2021 in Mönchengladbach

Ministerin Scharrenbach

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

Diese Seite kann mit dem Kurz-Link stadt.mg/heimatpreis erreicht werden.


Ab sofort ist die deutsche Sprache um ein Verb reicher:

„HEIMATEN“

Das bedeutet, sich seiner Heimat zuzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass sie so lebens- und liebenswert bleibt wie sie ist.

Unsere Heimat erhält ihren Preis. Wie Heimaten geht, muss man in Mönchengladbach nicht zweimal erklären. Das sieht man sofort, wenn man sich die ehrenamtlichen und freiwilligen Initiativen und Projekte rund um den Schutz und die Pflege unserer gemeinsamen Heimat anschaut.

Von diesem Geist des Miteinanders lebt unsere Gesellschaft. Wir brauchen engagierte Menschen wie Sie, die Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen.

Es wird Zeit, dieses Engagement öffentlich zu würdigen, und deshalb verleihen wir in diesem Jahr zum ersten Mal den mit bis zu 8000 Euro dotierten Heimat-Preis.Wir würden uns freuen, wenn Sie sich mit Ihrem Projekt bewerben.

Die Gewinner haben zudem die Chance, beim Heimat-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen noch einmal besonders ausgezeichnet zu werden.


Das Wichtigste auf einen Blick

Der Heimat-Preis NRW ist eine Auszeichnung für Vereine, Organisationen, Initiativen und  einzelne Personen, die sich in besonderem  Maße ehrenamtlich für Ihre Stadt, ihr Viertel und die Menschen engagieren. Das Land NRW und die Stadt Mönchengladbach würdigen das Engagement mit diesem Preis und den  Preisgeldern. 

Heimat wird als „Heimat für alle“ verstanden, denn die Zukunft der Stadt Mönchengladbach hängt entscheidend davon ab, ob sich die Menschen in unserer Stadtgesellschaft aufgehoben und zugehörig fühlen. Das gilt ebenso für langjährige Bürger/innen wie für Migrant/innen und andere Neubürger/innen, auch Studierende.

Vereine, Organisationen, Initiativen oder Einzelpersonen können sich mit ihren innovativen Heimatprojekten und Aktionen bewerben.

Die Bewerbung muss bis zum 30.April 2021 eingegangen sein.

Da der Heimat-Preis eine Wertschätzung für geleistete Arbeit ist, sollen die Projekte / Aktionen bereits laufen bzw. nicht vor dem Vorjahr abgeschlossen worden sein. Mit zukünftigen Projekten kann man sich nicht bewerben, da diese noch keine Wirkung entfaltet haben.

  •  „Ehrenamtliches Engagement mit einem besonderen lokalen Bezug zur Stadt Mönchengladbach“ bedeutet, dass im Rahmen des Engagements, individuelle, die Stadt prägende Aspekte und Alleinstellungsmerkmale, die sie von anderen Kommunen abhebt, berücksichtigt werden. Darunter fallen auch etwa stadt- und kulturgeschichtliche Projekte und solche, die gewachsene Traditionen auf zukunftsweisende Art fortführen.
  • Unter „Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ werden Projekte verstanden, die geeignet sind, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen, religiöser wie sozialer oder sexueller Zugehörigkeit zusammenzubringen.
  • „Ausstrahlung auf unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche“ ist erkennbar, wenn sich Projekte nicht nur innerhalb ihres eigenen Bereiches bewegen, sondern unterschiedliche Bereiche verbinden. Denkbar wäre zum Beispiel die Kombination von Sport und Integration oder Kultur und Umwelt.
  • Engagement im kulturellen, sozialen, interkulturellen, geschichtlichen oder sportlichen Bereich sowie auch Beiträge zum Erhalt und zur Pflege von Brauchtum, Heimatpflege, Umwelt, Natur und Landschaft.
  • Die Bewerbungen sollen darüber hinaus „Modellcharakter für die Stadt Mönchengladbach“ haben. Das bedeutet, dass ein innerhalb der Stadtgrenzen bereits gelungenes Projekt als Vorbild dienen kann, um es in ähnlicher Weise auch an anderer Stelle in Mönchengladbach umzusetzen.

    1. Preis: 8.000 Euro

    2. Preis: 4.000 Euro

    3. Preis: 3.000 Euro

     

    Ja. Der Heimat-Preis setzt sich in einer zentralen Veranstaltung auf Landesebene fort, bei der unter den lokalen Preisträgern nach Auswahl durch eine Jury noch einmal einige besonders ausgezeichnet werden.

    Hinweise zum Datenschutz:

    gemäß Artikel 13 Absatz 1 und Absatz 2 der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO)

    Ihre personenbezogenen Daten werden im Rahmen der Auswahl und der Verleihung des Heimat-Preises NRW verarbeitet. Sie haben in die Verarbeitung Ihrer Daten eingewilligt. (Ratsbeschluss der Stadt Mönchengladbach vom 17.06.2020; Art. 6, Abs.1 lit.a) DS-GVO)

    Zur Aufgabenerfüllung ist es nötig, dass Daten wie Name, Anschrift, Kontaktdaten sowie sonstige notwendige Angaben weitergegeben werden an: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen wegen inhaltlicher Prüfung, Bezirksregierung Düsseldorf wegen Prüfung des Verwendungsnachweises,  politische Gremien in Mönchengladbach wegen der Entscheidung zur Preisvergabe.
    Die Stadt Mönchengladbach verarbeitet die Daten zum Zwecke der Vorbereitung der Preisvergabe für die politischen Gremien.

    Die Daten werden für die Dauer der Aufgabenerledigung gespeichert. Bei archivwürdigen und daraufhin zu archivierenden Daten bestimmt sich die dauerhafte Aufbewahrung nach dem ArchivG NRW.

    Sie haben das Recht, Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu erhalten (Art. 15 – 21 DS-GVO). Sollten unrichtige personenbezogene Daten verarbeitet werden, steht Ihnen ein Recht auf Berichtigung zu (Art. 16 DS-GVO). Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, so können Sie die Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen sowie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen (Art. 17, 18 und 21 DS-GVO). Darüber hinaus besteht ein Beschwerderecht bei der oben genannten Aufsichtsbehörde (siehe Punkt 3).

     

    Verantwortlicher
    Stadt Mönchengladbach
    Der Oberbürgermeister
    Rathausplatz 1
    41061 Mönchengladbach
    Telefon 02161 25-0 
    E-Mail: post@moenchengladbach.de
    www.moenchengladbach.de

    Datenschutzbeauftragter
    Stadt Mönchengladbach
    Datenschutzbeauftragter
    Rathaus Abtei
    Rathausplatz 1
    41061 Mönchengladbach
    E-Mail: datenschutz@moenchengladbach.de

    Aufsichtsbehörde
    Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen Kavalleriestr. 2–4,  40213 Düsseldorf
    Telefon 0211 38424-0 | Fax 0211 38424-10
    E-Mail: poststelle@ldi.nrw.de
    www.ldi.nrw.de

    Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

    heimatpreis@moenchengladbach.de

     

    Frau Kolsdorf
    Tel.: (02161) 25 - 25 17

    Frau Sikorski
    Tel.: (02161) 25 - 25 19

     

    Museum Abteiberg – der Jahresausblick 2021 – „100 jahre joseph beuys“

    2021 ist das Jahr der Neubetrachtung von Joseph Beuys. Vor 100 Jahren, am 12. Mai 1921, wurde er geboren und Mönchengladbach ist auf besondere Weise mit ihm verbunden. Beuys‘ erste große Museumsausstellung im Jahr 1967 fand hier statt, im alten Städtischen Museum in der Bismarckstraße 97. Mehrere seiner Aktionen geschahen in Mönchengladbach, 1972 vor der Münsterkirche (EXIT), zur Eröffnung des Museums Abteiberg. 

    Nach der Eröffnungsfeier ging er 1982 aus dem Museum hinaus auf die Abteistraße und schrieb mit grüner Spraydose auf die gegenüberliegende Mauer den Satz: "Haus Zoar muß bleiben".

    Beuys‘ Denken und Handeln haben eine vielfach überraschende Aktualität, hier darstellbar wie an wenigen anderen Orten: die Aktualität seines erweiterten Kunstbegriffs, mit dem er auch gesellschaftliches Denken und Handeln meinte, und die Aktualität seiner Gedanken über das Museum als Ort des kulturellen Erbes in der Gegenwart. Beuys‘ bahnbrechende Mönchengladbacher Ausstellung im Jahr 1967 war tatsächlich eine Ausstellung über die Bedeutung der Museen.

    Der einladende Museumsdirektor Johannes Cladders begann mit ihr seine Ära, die stets mit Beuys verbunden blieb. Im Entwurf des Museums Abteiberg zeigt sich die inhaltliche Nähe zwischen Künstler, Museumsdirektor und Architekt: Ihnen allen ging es um eine Erneuerung des Museums und seine Öffnung in die Stadt, eine gesellschaftliche Vision, die Cladders „das Antimuseum in Permanenz“ nannte, Beuys „das Museum als Ort der permanenten Konferenz“, Hans Hollein eine „begehbare Architektur“ mit Brücken, Wegen und einem städtischen Platz auf dem Dach.

    Anlässlich des großen Ausstellungs- und Veranstaltungs-Festivals beuys 2021 in NRW, das im kommenden Jahr zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys in mehr als 20 Institutionen, Museen, Hochschulen und anderen mit Beuys verbundenen Orten zu erleben sein wird, will das Museum Abteiberg einen besonderen Akzent setzen. In Anspielung auf Beuys‘ Denken über die Bedeutung der Institution Museum wird es hier nicht nur um den Beitrag einer Ausstellung gehen: Beuys‘ Geschichte in Mönchengladbach gibt uns Anlass dazu, gemeinsam mit dem Publikum die Aufgaben des Museums – das Sammeln, Bewahren, Forschen, Präsentieren und Vermitteln – auf neue Weise zu thematisieren.

    Mit zwei parallelen Projekten möchte das Museum Abteiberg Beuys‘ Zeit und die heutige Gegenwart in eine Beziehung zueinander setzen. Wie in einer offenen Werkstatt werden das Bewahren, Erforschen und Vermitteln erfahrbar: in einem neuen Schauraum, der erstmalig aus der Neuerwerbung von Archiv / Sammlung Andersch schöpft und die enorm große Bedeutung von Archivarbeit zur Kunst der 1960er und 70er Jahre vermitteln wird. Parallel wird ein neues orts-spezifisches Projekt zu erleben sein, in dem sich die Mönchengladbacher Tradition seit Beuys‘ großer Schau 1967 fortsetzt: Die Institution Museum wird 2021 nochmals neu untersucht und künstlerisch befragt, eingeladen dazu ist die in London lebende Künstlerin Ghislaine Leung (*1980).

     

    Das PROGRAMM 2021/22 im Überblick:

    (vorbehaltlich situationsbedingt möglicher Änderungen)

     

    HIWA K2

    All Cities Have Destruction in Common

    bis 9. Mai

    Seit seinen Anfängen betrachtet der Künstler und Musiker Hiwa K (*1975 in Sulaymaniyah, Irak) seine persönliche Position als kurdisch-irakischer Exilant und Intellektueller. In vielen Arbeiten problematisierte er die Fremdheit zu seinem Publikum im Exil, die häufige Unvermittelbarkeit von existentiellen Fragen und die grundsätzliche Ferne zwischen Menschen, die beispielsweise in Deutschland oder aber im Irak bzw. im Nahen Osten aufwuchsen und leben.

    Der Titel seiner Ausstellung für das Museum Abteiberg, zu deutsch „Allen Städten ist die Zerstörung gemein“, ist ein großes Bild für die Zusammenhänge, die er in Mönchengladbach mit einigen früheren Arbeiten und einem ganz neuen filmischen Projekt herstellen will. Im Zentrum steht Raw Materialit, es ist das Material seiner vielen gefilmten Gespräche mit kurdischen Intellektuellen, das in den vergangenen Jahren zu einer Langzeitstudie anwuchs: Es geht um Philosophie und Gesellschaft sowie um die Geschichte des Iraks als Ort und Material anderer Mächte („raw material“). In einer formalen Übernahme dieser geschichtlichen Konstante überlässt Hiwa K sein filmisches Rohmaterial anderen zum Schnitt, zur Auswahl und Interpretation. Konzeption und Umsetzung ist eines von drei kokuratorischen Projekten 2021 mit dem wissenschaftlichen Volontär Haris Giannouras.

    Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und die Hans Fries Stiftung.

     

    KW PRODUCTION SERIES / OUTSET GERMANY_SWITZERLAND

    Schenkung von sechs Werken an das Museum Abteiberg

    1. März: Feierstunde & erste Präsentation
    2. September & online: zweite Präsentation

    Sechs neue künstlerische Produktionen im Medium des Bewegtbilds wurden in den Jahren 2018, 2019 und 2020 von den KW Kunstwerken in Berlin initiiert und mit Unterstützung der Julia Stoschek Collection und der Sammlerinitiative OUTSET Germany Switzerland umgesetzt.

    Gemäß der seit 2003 bestehenden Tradition von OUTSET werden alle geförderten Werke einem Museum geschenkt. Die Auswahl für die Schenkung der gesamten Production Series 2018 bis 2020 fiel auf das Museum Abteiberg. Damit wächst der Bestand an Werken, die der Kategorie Bewegtbild zugezählt werden, um sehr aktuelle internationale Positionen.

     

    INSTITUTIONSKRITIK – DAS MUSEUM ALS ORT DER PERMANENTEN KONFERENZ (J.B.)

    1. Juni – 24. Oktober

    im Rahmen von beuys 2021. 100 Jahre joseph beuys

    Institutionskritik: Das Museum als Ort der permanenten Konferenz. Zwei Ausstellungen im Museum Abteiberg vom 3. Juni bis 24. Oktober 2021 als Beitrag zu beuys 2021. Der Beitrag besteht aus einer eingeladenen Einzelausstellung und einer Archivausstellung. Die Einzelausstellung präsentiert Werke der in London lebenden Künstlerin Ghislaine Leung, beauftragt vom Museum Abteiberg und produziert in den Jahren 2020 und 2021. Die gleichzeitig stattfindende Archivausstellung zeigt Dokumente von Joseph Beuys aus der Sammlung und dem Archiv Andersch im Museum Abteiberg mit Materialien zu FLUXUS und benachbarten Künsten aus den 1960er bis 1980er Jahren. Die Einzelausstellung wird von Susanne Titz, die Archivausstellung von Felicia Rappe kuratiert.

     

    WERKSTATTBERICHT SAMMLUNG / ARCHIV ANDERSCH

    Seit der Erwerbung von Sammlung / Archiv Andersch 2017 sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums Abteiberg damit befasst, den umfangreichen Neuzugang zu inventarisieren sowie dessen langfristige Einbringung in ein Schaumagazin und Fluxus-Archiv vorzubereiten. Die Kollektion von Erik Andersch beinhaltet Kunstsammlung, Kunstbibliothek sowie historische Dokumentationsmaterialien zahlreicher Künstlerinnen und Künstler wie Ay-O, Joseph Beuys, Henning Christiansen, Robert Filliou, Dorothy Ianno-ne, Alison Knowles, George Maciunas, Yoko Ono, Nam June Paik, Dieter Roth, Takako Saito, Daniel Spoerri, André Thomkins, Ben Vautier, Robert Watts oder La Monte Young.

    Anlässlich von beuys2021 zeigt das Museum den Werkstattbericht Sammlung / Archiv Andersch. Angeregt von Joseph Beuys‘ Verständnis der Institution Museum reflektiert das Team darin seine aktuelle Arbeit hinter den Kulissen. Die von Felicia Rappe gemeinsam mit der Forschungsvolontärin Denise Wegener entworfene Ausstellung lädt das Museumspublikum dazu ein, erste Einblicke in die Planung des Schaumagazins zu erhalten. Exemplarisch werden hierfür die Materialien zu Beuys aus Sammlung / Archiv Andersch ausgewählt und in den Zusammenhang von Fluxus und benachbarten Künsten seit den 1960er Jahren gestellt.

     

    SCHAURAUM PROVENIENZFORSCHUNG

    ab 12. Dezember

    Ein Kernanliegen von Museen ist die Provenienzforschung. Das Museum Abteiberg erforscht die Herkunft seiner Sammlung bereits seit vielen Jahren. Der vergleichsweise kleine Bestand der klassischen Moderne wurde überwiegend in den späten 1950er und 1960er Jahren angekauft. Die Dokumentation des Erwerbs der Gemälde, Skulpturen und Grafiken war in vielen Fällen lückenhaft. Besonders diese Objekte wurden seit 2016 mit finanzieller Förderung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste Magdeburg systematisch untersucht. Die Forschungsergebnisse werden Ende 2021 im Museum Abteiberg in einem Schauraum präsentiert, der den Arbeitsbereich der Provenienzforschung exemplarisch anhand einzelner Kunstwerke des Expressionismus vorstellt.

     

    WEITERE SCHWERPUNKTE DER MUSEUMSARBEIT 2021

    SAMMLUNGSPFLEGE & RESTAURIERUNG, INNEN & AUSSEN, ORGANISATION VERWALTUNG

    Große Restaurierungsvorhaben im Skulpturengarten sind abgeschlossen. Mit Unterstützung des Museumsvereins wurde das Baumhaus von Stefan Kern instandgesetzt. Des Weiteren konnte das Soft Inverted Q von Claes Oldenburg, eines der bedeutendsten Werke der Sammlung, mit Mitteln des Landes NRW restauriert werden. Pünktlich zur Neuaufstellung der Skulptur von Oldenburg wird die Bauverwaltung bis zum Frühjahr die Beleuchtung des Skulpturengartens erneuern.

    Die Betreuung der Kunst im öffentlichen Raum ist ein Bereich der Sammlungsarbeit, der sich zurzeit durch diverse Stadtentwicklungsprojekte erweitert. Es müssen mehrere Verlagerungen von Skulpturen durchgeführt werden. Außerdem sind überall dort, wo Parks und öffentliche Räume aufgearbeitet werden, Sicherung und Restaurierungen der dortigen Kunstwerke notwendig.

     

    Publikation

    Für das Beuys-Jahr 2021 ergeben sich aus der Vorarbeit unserer Forschung zu den Jahren 1967 bis 1978 perfekt passende Beiträge für Publikum und Forschung. Die legendären, mit Beuys 1967 beginnenden Mönchengladbacher Kassettenkataloge werden in einem Bildband publiziert, der 2020/21 erscheint. Die weit umfassendere Forschungsarbeit der Kunsthistorikerin Susanne Rennert und ihre Dokumente aus dem Museumsarchiv werden kapitelweise in die Mikrosite eingehen. Dieses Pilotvorhaben aus dem Förderprogramm Museum Digital des Landes NRW steht unter allseits wacher Beobachtung und erfordert im Jahr 2021 umfangreiche Erfassungsarbeit.

     

    OFFEN FÜR SCHULEN: „DAS SCHÖNSTE KLASSENZIMMER DER STADT“

    Die Kunstvermittlung beschreitet mit Ideen, die teils in der Corona-Krise entstanden, neue Wege, die Menschen in Mönchengladbach an der Kultur der Gegenwart teilhaben zu lassen. Hierzu zählen neu zugeschnittene Führungen, Workshops und Kurse für Schulklassen und Kleingruppen von Kindern und Jugendlichen. Hinzu kommt die Idee einer Kooperation mit Partnerschulen, die sich bewusst auf unterschiedliche Schulfächer richtet: Das Museum wird als Klassenzimmer genutzt. Auf der Basis der laufenden Experimente im gesamten Fachbereich Museen soll mittelfristig ein gemeinsames Konzept und Angebot entstehen, das sich an die Mönchengladbacher Schulen richtet.

     

    OFFEN FÜR ALLE: DAS MUSEUM ALS DRITTER ORT

    Das Programm des Museums Abteiberg wird seit Jahren durch Veranstaltungen begleitet, die als Ausstellungsgespräche, Lesungen, Filmvorführungen, Performances oder Konzerte unterschiedlichste Anregungen geben wollen: für eine teils künstlerische, teils interdisziplinäre und gesellschaftliche Diskussion zwischen Kunst und Publikum.

    In den vergangenen Monaten der Corona-Zeit sind neue Formate entstanden, die es lohnen, sie zu verstetigen: als offene Einladungen an das Publikum, inmitten der Ausstellungen und den Atmosphären anderer Museumsräume, sowohl drinnen als auch draußen, im Skulpturengarten und in der Stadt. Speziell im Sommer soll das Museum auf neuartige Weise genutzt, der Skulpturengarten zu einem Veranstaltungsort für die freie Szene werden. Auf Basis der im Sommer 2020 kurzfristig anberaumten Veranstaltungen überlegen Museum, Museumsverein und das städtische Kulturbüro die Realisierung eines Programms für den kommenden Sommer.

    Auch der erste Sonntag im Monat wird wieder stattfinden. Er ist seit seiner Erfindung im Jahr 2006 zum Museumstag in Mönchengladbach geworden. Ebenfalls gut etabliert hat sich der Dritte Donnerstag. Die MG_Artfriends richten sich damit an junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren, die sich mit ihrer Neugier auf Kunst und Kultur im Museumsverein organisieren wollen.