Weniger Fläche dank effizienter Struktur
Entstanden ist der neue ZOB am Ort des alten – und das im laufenden Betrieb. Mit 13.100 m² Fläche ist „der Neue“ rund 20 Prozent kleiner als sein Vorgänger – trotz gleicher Leistungsfähigkeit. Möglich macht das eine effiziente Anordnung der Bussteige in der sogenannten Sägezahnaufstellung, die ein schnelles An- und Abfahren ermöglicht. Dreh- und Angelpunkt des neuen ZOB ist die Mittelinsel mit den beiden Membrandächern. Um sie gruppieren sich – die jeweils gegenüberliegenden Straßenseiten mit eingerechnet – 26 Haltestellen, angeordnet nach Ortsteilen. So bleiben die Wege für Fahrgäste kurz und intuitiv. Mehrere dynamische Fahrgastinformationssysteme vor dem Bahnhofsgebäude und auf der Mittelinsel sorgen dafür, dass Reisende jederzeit den Überblick über bevorstehende Abfahrten behalten.
Kleine Kniffe für Ökologie und Stadtklima
Nicht nur durch seine spektakuläre Architektur, sondern auch durch die Liebe zum Detail ist der neue Busbahnhof ein Gewinn für die Stadt und ihre Menschen. Davon zeugen etwa die kleinen Kniffe in Sachen Ökologie und Stadtklima, die trotz der hohen funktionalen Anforderungen an diese innerstädtische Verkehrsfläche realisiert werden konnten. Dazu zählen Dachbegrünungen und Photovoltaik auf den Buswartehäuschen oder die auffallend helle Fahrbahngestaltung, die ein Überhitzen der Fläche im Sommer verhindert. Gelungen inszeniert sind auch die beiden auf der Mittelinsel gepflanzten Laubbäume, deren weiterer Entwicklung durch Öffnungen in den Membrandächern keine Grenzen gesetzt sind.
Barrierefrei und sicher
Um den Busbahnhof für alle Fahrgäste zugänglich zu machen, wurden bereits in der Planungsphase in enger Zusammenarbeit mit Inklusionsverbänden konkrete Maßnahmen für eine barrierefreie Gestaltung beschlossen. Alle Haltestellen sind für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg mit speziellen Buskapsteinen ausgestattet. Sie verfügen zudem über dynamische Fahrgastinformationen und akustische Ansagen. Im Bereich vor dem Hauptbahnhof können sich Blinde und Sehbehinderte an einem taktilen Geländeplan orientieren. Taktile Leitelemente im Boden helfen dabei, den Bussteig anzusteuern.
Die autofreie Gestaltung des Busbahnhofs reduziert das Verkehrsaufkommen und erhöht die Sicherheit für Fußgänger. Radfahrer können weiterhin über den Europaplatz fahren. Eine Besonderheit sind die beiden sogenannten Dunkelampeln, die nur auf Anforderung angehen. So werden Bus-, Rad- und Fußverkehr möglichst wenig eingeschränkt, während gleichzeitig diejenigen Menschen die Ampelschaltung aktivieren können, die zum Überqueren der Straße etwas mehr Sicherheit benötigen.














