Abschlusskonzert mit Angelika Niescier (sax) und Sylvie Courvoisier (piano)

Ensemblia 2019
Kategorie: Klassik Kultur
© MGMG
Angelika Niescier © Arne Reimer

Ensemblia 2019 … das Mönchengladbach Festival

Alle zwei Jahre verwandelt die Ensemblia Mönchengladbach in eine große Bühne für zeitgenössische Kultur. Das älteste spartenübergreifende Festival des Landes bietet seit 1979 im Zwei-Jahres-Rhythmus weit gefächerte Programme, die schwerpunktmäßig Neue Musik berücksichtigten, aber auch andere Kunstsparten einbeziehen und Grenzüberschreitungen wagen. Spannend, aufregend und überraschend anders präsentiert sich das Festival immer wieder neu, immer wieder erlebenswert.

Auch die Ensemblia 2019 verspricht ein abwechslungsreiches Programm: vom großen Eröffnungskonzert am 26. Juni bis zum furiosen Abschlusskonzert am 30. Juni wird es etwa 25 Veranstaltungen aus unterschiedlichen Sparten (Konzerte, Performances, Theater, Bildende Kunst, Tanz, Lesungen, Schul-Workshops u.a.) geben. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit den Niederrheinischen Sinfonikern, dem Theater Mönchengladbach, der Musikschule, dem Museum Abteiberg und dem Kulturbüro zusammengestellt. Das Gesamtprogramm wird im Frühjahr veröffentlicht: www.ensemblia.de

 

Abschlusskonzert Ensemblia 2019, 30.06.2019, 17 Uhr, Münster St. Vitus, Eintritt frei

Angelika Niescier, Saxophon

Sylvie Courvoisier, Klavier

Eine Zusammenkunft auf höchstem Niveau

Die beiden hochdekorierten Musikerinnen haben über Jahre ihren charakteristischen Kompositionsstil kultiviert. Das Programm umfasst Entwürfe unterschiedlicher Klanglandschaften, einmalig in ihrem Kontrastreichtum, Transparenz, Detailliebe, Kraft und dem untrüglichen Sinn für Dramaturgie. Die Strahlkraft der Musik füllt jeden Raum mit intensiver Spannung.

Die „große europäische Saxophonistin“ (BZ) Angelika Niescier gehört zu jenen international tätigen Musikerinnen, die nicht nur der europäischen Jazzszene neue Konturen geben. Sie komponiert für Theater, Big Band, Film, Ballett und Sinfonieorchester. Niescier hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, u.a. zweifach den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Echo Jazz für ihre CD- Produktionen, im Jahr 2017 erhielt sie den Deutschen Jazzpreis/ Albert Mangelsdorff Preis. Niescier gastierte auf den wichtigsten Festivals weltweit (u. a. Winter Jazzfest New York, unerhört! Zürcher Jazzfestival, Vancouver International Jazzfestival, Jazzfest Berlin, Jazzfestival Molde) und tourt seit vielen Jahren u.a. Auftrag des Goethe-Instituts als Kulturbotschafterin Deutschlands in der ganzen Welt. Sie arbeitet(e) u.a. mit Joachim Kühn, Stewe Swallow, Erine Watts, Tyshawn Sorey, Thomas Morgan, Gerry Hemingway, Julia Hülsmann, Achim Kaufmann, Gerald Cleaver und Ralph Alessi. Niescier arbeitet regelmässig mit Musikern aus verschiedenen Ländern und betrachtet die Zusammenführung unterschiedlicher musikalischer Sozialisationen als eine wichtige Schritt zur Entwicklung der Musik. In ihren Soloprogrammen, der Arbeit mit ihrem Quartett Angelika Niescier „sublim“ , anderen Bandprojekten verschiedenster Art und Kompositionsaufträgen verschmilzt sie komplexe Komposition und Improvisation. Dabei begreift sie den Einfluss des Wortes, des (Film-)Bildes, der Bewegung und der bildenden Kunst als wichtige Inspiration.

Sylvie Courvoisier wuchs in Lausanne auf und begann mit sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Bis 1994 studierte sie Musik an den Konservatorien von Montreux (Jazz) und Lausanne (Klassik). Sie arbeitete zunächst mit ihrem Quintett, aber auch mit Enrico Rava, Thomas Chapin, Joachim Kühn, Marc Ducret, Dominique Pifarély und Lucas Niggli. 1998 zog sie nach Brooklyn, New York, wo sie seitdem lebt.

«... Spontanée, percussive, capricieuse ...» (La Liberté)

Courvoisier leitet gegenwärtig ihr Quintett Lonelyville und das Trio Abaton. Sie tritt regelmäßig im Duo mit ihrem Mann, dem Violinisten Mark Feldman, auf. Sie ist Mitglied von Mephista, einem Improvisationstrio mit Ikue Mori und Susie Ibarra, im Quintett von Herb Robertson mit Tim Berne, Tom Rainey und Mark Dresser und im Trio Essence mit Gebhard Ullmann und Carlos Bica. Ferner spielt sie im Trio mit Ellery Eskelin und Vincent Courtois und in John Zorns Gruppe Cobra. Weiterhin hat sie mit Joey Baron, Tony Oxley, Yusef Lateef, Dave Douglas, Joëlle Léandre, Butch Morris, Lotte Anker, Fred Frith, Okkyung Lee, Mark Nauseef und Jacques Demierre gearbeitet. Sylvie Courvoisier hat Musik für Konzerte, Radio, Ballett und Theater geschrieben. Sie hat Kompositionsaufträge vom Vidy Theater (Lausanne), Pro Helvetia und den Donaueschinger Musiktagen erhalten.



Zurück
Änderung vorschlagen

Veranstaltungsort

Münster St. Vitus

Abteistraße 41
41061 Mönchengladbach
Veranstaltungsort öffnen

Anfahrt

Weitere Services