75 Jahre Kriegsende

Kategorie: Ausstellungen Kultur
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Trümmerbahn, ca. 1946 ©Stadtarchiv Mönchengladbach
Räumung der Straße vom Schutt, ca. 1945 ©Stadtarchiv Mönchengladbach
Sammlung Kurt Pieper 15/59: Der Blick geht aus der Bachstraße über die querverlaufende Friedrich-Ebert-Straße zur Marktstraße bis hin zum Rathausturm, ca. 1945 ©Stadtarchiv Mönchengladbach

Kabinettausstellung

75 Jahre Kriegsende – Kulturelle Neubelebung einer Trümmerstadt
Umgeben von Trümmern, oft nicht wissend, was man morgen auf den Teller bringen kann, hat sich dennoch nach Kriegsende schnell etwas entwickelt: Das kulturelle Leben. Wie das genau ausgesehen hat zeigt eine neue Kabinettausstellung im Museum Schloss Rheydt mit dem Namen "75 Jahre Kriegsende – Kulturelle Neubelebung einer Trümmerstadt".

Diese Ausstellung macht sich zur Aufgabe, ein bisher wenig bekanntes Kapitel in der Geschichte Mönchengladbachs zu thematisieren. Ein kurzer Dokumentarfilm, der innerhalb der Ausstellung präsentiert wird, zeigt ein Porträt der damals noch getrennten Städte M.Gladbach und Rheydt im Frühjahr 1945 und den darauf folgenden Jahren. Die Bemühungen um den wirtschaftlichen Wiederaufbau unterschieden sich in den Notjahren kaum von den Anstrengungen anderer Industriestädte. Bemerkenswert waren die Anstrengungen, die in Mönchengladbach-Rheydt zur Neubelebung des kulturellen Lebens unternommen wurden, sagt Ausstellungskuratorin Dr. Romina Westphal: „Klar ging es erst einmal um existenzielle Dinge, wie ein Dach über dem Kopf oder etwas zu essen. Aber der Hunger nach Leben und nach Unterhaltung war nicht minder groß.“

Die Ausstellung umreißt die Entwicklung des kulturellen Wiederaufbaus. Sie nimmt sich der Frage an, wie sich die Menschen nach Kriegsende bemühten, die kulturelle Trümmerlandschaft von ihren schwerliegenden Lasten der Vergangenheit zu befreien. Ziel damals war es, einen Nährboden zu schaffen, in dem neue Werte und Vorstellungen einer neuen Gesellschaft Wurzeln schlagen konnten. „Deswegen haben die Besatzungsmächte in vielen Bereichen auch mit dafür gesorgt, dass das kulturelle Leben wieder in Gang kam.“

Dabei wird einmal mehr deutlich, dass sich die kulturelle Entwicklung in enger Verknüpfung mit dem Wunsch nach Normalität sowie nach einer lebendigen und freien Kunst- und Kulturszene entfaltet hat. Schon früh gab es wieder Ausstellung im Museum Schloss Rheydt, wo das Gebäude den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte. Auch Theaterführungen oder Autorennen begeisterten die Menschen.

 

 



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