2. Sinfoniekonzert 2019/2020

Philipp Wenger
Kategorie: Klassik Kultur
Datum Uhrzeit
© Julia Vlasova

Soloauftritt mit dem Lieblingsstück

2. Sinfoniekonzert der Niederrheinischen Sinfoniker der Spielzeit 2018/2019

Mönchengladbach Manchmal werden Träume wahr. Für Philipp Wenger ist dies im 2. Sinfoniekonzert der Niederrheinischen Sinfoniker, das am Mittwoch, 16. und Donnerstag, 17. Oktober, jeweils um 20 Uhr im Konzertsaal des Theaters Mönchengladbach stattfindet, der Fall. Seit 2009 ist der gebürtige Unterfranke, der in Würzburg, Berlin und Leipzig studierte, Erster Konzertmeister der Niederrheinischen Sinfoniker und war seither immer wieder als Solist zu hören, sei es mit anspruchsvollen Soli aus dem Orchester heraus wie in Richards Strauss‘ „Ein Heldenleben“ oder sei es mit kurzen Solonummern wie zuletzt bei der Sommermusik Schloss Rheydt mit einem Arrangement von „I will wait for you“. Mit einem ausgewachsenen Solokonzert durfte das Sinfoniekonzertpublikum Philipp Wenger zuletzt im Oktober 2015 bewundern. Damals spielte er die Uraufführung des Violinkonzerts von André Parfenov. Diesen Oktober wird Philipp Wenger nun erneut als Solist mit „seinem“ Orchester musizieren und dieser Auftritt wird etwas ganz Besonderes: „Mein Traum, das Lieblingswerk meiner Jugend aufführen zu dürfen, geht endlich in Erfüllung.“, sagt er selbst.

Bei diesem Lieblingswerk handelt es sich um das Violinkonzert Nr. 1 D-Dur von Sergej Prokofjew. Der Geiger erinnert sich noch ganz genau, wie er dieses Werk einst gemeinsam mit seiner Mutter in einer Einspielung mit Frank Peter Zimmermann hörte und davon sofort gebannt war. Mit diesem Konzert hat sich Philipp Wenger eine höchst anspruchsvolle Aufgabe gewählt, verlangt Prokofjew vom Solisten doch höchste Virtuosität mit Glissandi über drei Oktaven oder schnellen Wechsel zwischen knackigem und luftigem Spiel. Dazu werden Lyrik und Ausdrucksstärke gefordert. Alles Herausforderungen, denen sich der Konzertmeister gerne stellen wird. Und auch für die Niederrheinischen Sinfoniker ist es immer etwas Außergewöhnliches, einen Solisten aus den eigenen Reihen zu begleiten.

Umrahmt wird dieses Violinkonzert von zwei selten zu hörenden Werken: Der Abend eröffnet mit der Suite für Kammerorchester von Erwin Schulhoff. Dahinter verbirgt sich Unterhaltungsmusik im besten Sinne des Wortes. Bereits die einzelnen Satztitel wie Shimmy, Step und Ragtime zeigen, dass sich in der mitreißenden Suite auch Schulhoffs damalige Vorliebe für Jazz und Modetänze klingen niederschlug.

In ganz andere Welten führt das Abschlusswerk des Abends, die Sinfonie „Manfred“ von Peter Tschaikowsky, komponiert nach dem gleichnamigen Gedicht von Lord Byron. „Ich arbeite an einem komplizierten sinfonischen Werk, dessen Inhalt dermaßen tragisch ist, dass auch ich mich langsam in einen Manfred verwandle.“, erklärte Tschaikowsky selbst während der Arbeit an der Sinfonie. Und tatsächlich fasziniert die häufig in dunklen Farben gehaltene Komposition vor allem durch ihre Subjektivität.

Vor beiden Konzerten können die Zuhörer ab 19.15 Uhr eine Konzerteinführung besuchen.

Konzertkarten sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel.: 02166/6151-100, theaterkasse-mg@theater-kr-mg.de, online unter www.theater-kr-mg.de sowie am Konzerttag an der Abendkasse.

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2. Sinfoniekonzert 19/20

Erwin Schulhoff Suite für Kammerorchester

Sergej Prokofjew Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19

Peter Tschaikowsky „Manfred“-Sinfonie op. 58

Philipp Wenger Violine

GMD Mihkel Kütson Dirigent

Niederrheinische Sinfoniker

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 20 Uhr, Konzertsaal Theater Mönchengladbach

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 20 Uhr, Konzertsaal Theater Mönchengladbach

Konzerteinführung: jeweils um 19.15 Uhr

www.niederrheinische-sinfoniker.de

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41236 Mönchengladbach
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