2. Edmund Erlemann Forum

mit Prof. Bernhard Emunds
Kategorie: Lesungen & Vorträge
Datum Uhrzeit
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Wir stehen vor fundamentalen Veränderung in der Arbeitswelt: Migration, demographischer Wandel, fehlende Arbeitsplätze im Erziehungs- und Pflegedienst führen zu vielfältigen Verwerfungen. Polnische, Ukrainische und andere - vor allem Frauen, - “retten Familien“ die Pflege Angehöriger zu regeln, meist in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen der dort Tätigen. Das Phänomen der Wanderarbeiter, taucht an vielen Stellen wieder auf. Fachkräfte für die Pflege – ein im gesellschaftlichen Selbstverständnis bislang gering geschätzter und unterbewerteter Bereich, werden zur Entlastung des derzeitigen Pflegepersonals aus anderen Ländern angeworben. Daneben gibt es massive Veränderungen sowohl in der industriellen Arbeitswelt als auch im  allgemeinen Dienstleistungsgewerbe. Arbeit 4.0 und Digitalisierung sind hier die aktuellen Chiffren.
In diesem Spannungsfeld schaut Prof Emunds auf die Bedingungen der Veränderungen vor allem für den Bereich sozialer (Dienst-)Leistungen, die zwischenzeitlich häufig mit den Begriffen „Sorgearbeit“ oder Care-Arbeit beschrieben werden. Er beschreibt sozialethische Eckpunkte und Forderungen, diesen zukunftsträchtigen Bereich mit Anerkennung und Wertschätzung  zu versehen.

Der Referent des Abends – Prof. Dr. Bernhard Emunds – lehrt Christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen und leitet das dort angesiedelte Nell-Breuning-Institut. Prof. Emunds führt die Tradition, die mit dem Gründer des Instituts Oswald von Nell-Breuning verbunden ist, fort.

Zum Edmund-Erlemann-Forum
Edmund Erlemann – „Eddi wirkt weiter – wirken Sie mit“ – so formulierte im letzten Jahr der Volksverein ein wenig salopp. Das Wohl der "kleinen Leute", der Armen und Arbeitslosen lag ihm immer besonders am Herzen. Er griff die Tradition des historischen Volksvereins auf und rief diesen wieder ins Leben. Dies geschah auch mit Bezug zu Oswald von Nell Breuning dem großen Inspirator der kath. Soziallehre. „Der alte Nell“, wie Eddi gerne seinen Lehrer und Wegbegleiter über Studium, Synode und bis zu Umsetzung des pastoralen Schwerpunkts Kirche und Arbeiterschaft im Bistum Aachen nannte.
Das Edmund Erlemann Forum ist eine neue Veranstaltungsreihe. Sie erinnert an Pfarrer Edmund (Eddi) Erlemann (1935–2015), den Mitbegründer der Stiftung Volksverein Mönchengladbach und der »Volksverein Mönchengladbach« gGmbH.
Die Sätze „Kämpfen mit versöhntem Herzen“, „teilen macht reich“ und „die Kleinen GROSS machen“ waren zentrale Aussagen seines gelebten Selbstverständnisses. Er hat sich dafür eingesetzt, die Tradition der katholischen Soziallehre und die Ansätze der Theologie der Befreiung ins Heute zu übersetzen und dieses durch kirchliches und gesellschaftspolitisches Engagement mit Leben zu füllen.
An diese von ihm begründete Interpretation der katholischen Soziallehre und christlichen Ethik sowie ihrer Übersetzung in den Alltag will die Veranstaltergemeinschaft anknüpfen und Eddis Engagement zukunfts- und alltagsorientiert mit regelmäßig stattfindenden Forumsveranstaltungen bedenken.
In Erinnerung an "Eddis" Engagement fand im Dezember 2017 auf Initiative des Förderverein Stiftung Volksverein Mönchengladbach e.V., der Volksverein GmbH und des Katholischen Forums  mit dem Edmund-Erlemann-Forum das erste Edmund-Erlemann-Forum in der Citykirche stat. Zum Auftakt sprach Schwester Teresa Forcades, die mehr Demokratie in der Wirtschaft forderte.
"Im Forum wollen wir schauen, wie die Situation der Menschen vor allem am Rande der Gesellschaft ist und was wir tun können, damit mehr soziale Gerechtigkeit herrscht", so erläuterte seinerzeit Johannes Eschweiler die Motivation für diese Veranstaltungsreihe.


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City-Kirche

Kirchplatz 14
41061 Mönchengladbach
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