Welche Mehrwerte hat ein neues Rathaus?

Ein Plus für Rheydt

In den vergangenen Jahren wurde in die Rheydter Innenstadt kräftig investiert: Etwa 27 Millionen Euro flossen aus EU-, Bundes- und Landesmitteln im Förderprogramm „Soziale Stadt Rheydt“ in soziale und städtebauliche Projekte, unter anderem in die Neugestaltung des Rheydter Marktplatzes und des Hugo Junkers-Parks. An diese positive Entwicklung knüpft das Projekt Rathaus der Zukunft mg+ an. Es ist ein wesentlicher Baustein in der erfolgreichen Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt.

Geplant ist eine Zentralisierung der Verwaltung am Standort Rheydt durch die Aufgabe dringend sanierungsbedürftiger und stadtweit verteilter Verwaltungsstandorte.

Für die Rheydter Innenstadt setzt das Rathaus der Zukunft mg+ mit ca. 1.900 Mitarbeitern wichtige Impulse zur notwendigen Belebung der Innenstadt und Stärkung der Kaufkraft. Deshalb ist die Entscheidung für Rheydt gefallen und nicht für einen Standort auf der „grünen Wiese“.

Ein Plus für die Bürger

Der Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger: Sie treffen zukünftig auf eine hochmoderne Verwaltung mit einem zentralen Bürgerservice der kurzen Wege unter einem Dach. Darüber hinaus erfahren die Bürgerinnen und Bürger einen spürbaren, kontinuierlichen Ausbau der digitalen Dienstleistungen, etwa mit der Einführung eines Online-Serviceportals, das eine Reihe von Verwaltungsdienstleistungen gebündelt digital anbietet. In einem ersten Schritt werden die bereits bestehenden und gut angenommenen Online-Services wie im Kfz-Zulassungs- und Führerscheinwesen, Kita-Navigator oder Meldewesen im neuen Portal angeboten und weiter ausgebaut. Diese Angebote können auch von zuhause aus bequem abgerufen werden. Die Stadt hat hierzu eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet, die vom Rat am 19. Dezember 2018 beschlossen wurde.

 

Das Herz des Rathauses der Zukunft mg+ vereint zugleich kompetente Bürgerberatung und –services sowie eine offene Bibliothek.

Ein Plus für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Ziel ist die Weiterentwicklung der Verwaltung zu einem modernen und familienfreundlichen Dienstleister und Arbeitgeber: Effizienz, Bürgernähe, Service und attraktive Arbeitsplatzangebote und -modelle und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen im Vordergrund

Etwa 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltung und städtischer Tochtergesellschaften sollen in dem Gebäudekomplex untergebracht werden, der sich in  Allgemeines Rathaus, Soziales Rathaus und Technisches Rathaus gliedert. Vorgesehen sind grundsätzlich neue offene Bürolandschaften, unter anderem mit Multifunktionsbüros und frei verfügbaren Räumen für ad-hoc Besprechungen sowie ein modernes zentrales Konferenzzentrum. Dieses Bürokonzept schafft „Moderne Arbeitswelten“ und ermöglicht optimierte Arbeitsabläufe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll eine Betriebs-Kindertagesstätte mit großem Außengelände in direkter Nachbarschaft im städtischen Verwaltungsgebäude Wilhelm-Strauß-Straße dienen. 

Ein Plus für die Umwelt

Ökologische Aspekte ganz im Sinne des „cradle-to-cradle-Prinzips“ nehmen eine zentrale  Rolle in der Umsetzung des Planungsvorhabens ein: Ressourcenschonung, Energieeinsparung  und Erweiterte Nachhaltigkeit stehen im Fokus.

Das Fundament ist die Wirtschaftlichkeit:

Das Fundament für das Rathaus der Zukunft mg+ ist die Wirtschaftlichkeit: Das von der gpaNRW beauftragte Beratungsunternehmen STRABAG Property and Facility Services GmbH ist im Jahre 2018 bei einer gutachterlichen Betrachtung zu dem Ergebnis gekommen, dass sich, ausgehend von einem monetären Handlungsrahmen in Höhe von rund 142 Millionen Euro, eine Zentralisierung am Standort Rheydt mit etwa 160 Millionen Euro Kosten (zusammen mit Baunebenkosten, Außenanlagen und Grundstückserschließung), gerechnet bis ins Jahr 2044, als ein wirtschaftlicher Ansatz für die zukünftige Unterbringung der Verwaltung erweist.
In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird für das neue Rathaus von reinen Baukosten in Höhe von 126,5 Millionen Euro ausgegangen. Dieses "Baubudget" wurde den Teilnehmern des Wettbewerbs als zu erfüllendes Kriterium vorgegeben.

Zum Vergleich: Für die dauerhafte Nutzung der aktuell bestehenden Verwaltungsstandorte würden in dem im Gutachten betrachteten Zeitraum bis zum Jahr 2044 insgesamt rund 199 Millionen Euro an Kosten anfallen.

Die Modernisierung und Zentralisierung der Verwaltung soll zu langfristigen Einsparungen von Raum- und Energiekosten, einer besseren Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit sowie zur Veräußerung von nicht mehr benötigten Flächen und Einsparung von Mietzahlungen für Fremdfinanzierungen führen.

Das Gutachten der STRABAG ergab folgendes Ergebnis:

Das Projekt Rathaus der Zukunft mg+ ist wirtschaftlicher als die Fortführung des Bestands, wenn der durch das externe Beratungsunternehmen ermittelte monetäre Handlungsrahmen nicht überschritten wird. Die Einhaltung der sich aus diesem monetären Handlungsrahmen ergebenden Baukosten, die den Architekten im Zuge des Architektenwettbewerbs als eines von mehreren Bewertungskriterien vorgegeben wurden, war ein Entscheidungskriterium bei der Auswahl des Siegerentwurfs.

Im nächsten Schritt wird auf der Basis des Siegerentwurfs eine Konkretisierung der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der STRABAG Property and Facility Services GmbH erfolgen. Dadurch soll eine belastbarere Datenbasis zur Finanzwirksamkeit des Rathauses der Zukunft mg+ auf den städtischen Haushalt geschaffen werden.