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Welche Mehrwerte hat ein neues Rathaus?


Das Rathaus der Zukunft mg+ lohnt sich für Mönchengladbach, und zwar in vielfacher Hinsicht. Es ist ein wichtiger Impuls für die weitere Entwicklung der Rheydter Innenstadt, bringt Vorteile für Bürgerinnen und Bürger, ist nachhaltig und schafft moderne Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung. Aber auch im engeren Sinne der Wortbedeutung „lohnt“ sich der Rathausneubau. Denn er verursacht weniger Kosten als die zwingend notwendige Instandhaltung und Modernisierung von mehr als 20 bestehenden Verwaltungsstandorten. Die Wirtschaftlichkeit ist das Fundament des Vorhabens. Auf ihr fußt das Rathaus der Zukunft mg+, das viele Mehrwerte unter einem Dach vereint.



Ein Plus für die Menschen


Moderne Arbeitsplätze, moderner Bürgerservice, Digitalisierung. Die Arbeitsabläufe im neuen Rathaus werden neugestaltet sein. Sie werden effizienter sein, sodass alle Bürgerinnen und Bürger schneller zu ihren Leistungen kommen.

Matthias Engels, Beigeordneter Personal, Organisation, Bürgerservice

Das Ziel ist die Weiterentwicklung der Verwaltung zu einem modernen und familienfreundlichen Dienstleister und Arbeitgeber. Im Vordergrund stehen Effizienz, Bürgernähe und -service, aber auch attraktive Arbeitsplatzangebote und -modelle sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Etwa 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung sollen in dem Gebäudekomplex untergebracht werden, der sich in ein Allgemeines Rathaus, ein Soziales Rathaus und ein Technisches Rathaus gliedert. Vorgesehen sind ein modernes zentrales Konferenzzentrum und neue offene Bürolandschaften, unter anderem mit Multifunktionsbüros und frei verfügbaren Räumen für ad-hoc Besprechungen. Dieses Bürokonzept schafft „Moderne Arbeitswelten“ und ermöglicht optimierte Arbeitsabläufe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll eine Betriebs-Kindertagesstätte mit großem Außengelände in direkter Nachbarschaft eingerichtet werden.

Der Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger: Sie treffen zukünftig auf eine hochmoderne Verwaltung mit einem zentralen Bürgerservice der kurzen Wege unter einem Dach. Darüber hinaus erfahren die Bürgerinnen und Bürger einen spürbaren, kontinuierlichen Ausbau der digitalen Dienstleistungen, etwa mit der Einführung eines Online-Serviceportals, das eine Reihe von Verwaltungsdienstleistungen gebündelt digital anbietet. In einem ersten Schritt werden die bereits bestehenden und gut angenommenen Online-Services wie im Kfz-Zulassungs- und Führerscheinwesen, Kita-Navigator oder Meldewesen im neuen Portal angeboten und weiter ausgebaut. Die Stadt hat hierzu eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet. Das Herz des Rathauses der Zukunft mg+ vereint zugleich kompetente Bürgerberatung und -services sowie eine offene Bibliothek.


Ein Plus für die Umwelt


Das neue Rathaus ist auch ein Plus für die Umwelt. Wir werden hier nachhaltig bauen, wir werden gesund bauen.

Felix Heinrichs, Oberbürgermeister

Beim Rathaus der Zukunft mg+ spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Das fängt schon bei der Standortwahl an. Mitten in Rheydt gelegen ist das neue Rathaus gut mit Bus und Bahn zu erreichen. Mitarbeitende können zudem für Dienstfahrten auf Elektro-Autos zurückgreifen. Der eigene PKW kann also getrost zuhause bleiben. Zudem sehen die Pläne vor, so viel wie möglich von den Bestandsgebäuden zu erhalten. Das spart wertvolle Ressourcen. Neben dem historischen Rathaus und der Kommandantur bleibt auch das ehemalige Karstadt-Gebäude im Kern erhalten. Lediglich das Sparkassengebäude wird zurückgebaut. Der Vorteil: So können hier Bohrungen für Tiefengeothermie erfolgen, mit deren Hilfe der gesamte Gebäudekomplex klimaneutral beheizt und gekühlt werden kann. Auf dem Dach des künftigen Rathauses ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Einen zentralen Platz in den Planungen hat das sogenannte „cradle-to-cradle-Prinzip“. Übersetzt bedeutet das so viel wie „von der Wiege bis zur Wiege“ und stellt damit einen Gegensatz zur Redewendung „von der Wiege bis zur Bahre“ dar. Ziel des Ansatzes ist es, Ressourcen nicht zu verbrauchen, sondern in Kreisläufen immer wieder nutzbar zu machen. Für das Rathaus der Zukunft mg+ hat das zum Beispiel Auswirkungen auf den Materialeinsatz: Wo möglich, soll auf recyclete Baustoffe gesetzt werden. Außerdem dürfen verwendete Materialien möglichst nicht fest verklebt werden, damit sie auch in Zukunft noch einmal genutzt werden können. Das sind nur zwei von vielen Beispielen, wie Nachhaltigkeitsaspekte die Planung des Designs und des Materialeinsatzes beeinflussen. Auch Gesundheitsaspekte, Energie- und Wasserverbräuche und viele andere Aspekte fließen mit ein.


Ein Plus für Rheydt


Dieser Entwurf fügt sich wunderbar und nahtlos in unsere bisherigen Aktivitäten in Rheydt ein und führt die vielen Maßnahmen aus dem Förderprogramm Soziale Stadt Rheydt fort, zum Beispiel die Aufwertung des Marktplatzes. Der Entwurf zeigt, wie Rheydt im 21. Jahrhundert aussehen kann, denn der Rathausneubau wird die Rheydter Innenstadt schon dominieren.

Dr. Gregor Bonin, Stadtdirektor, Planungs- und Umweltdezernent

In den vergangenen Jahren wurde in die Rheydter Innenstadt kräftig investiert: Etwa 27 Millionen Euro flossen aus EU-, Bundes- und Landesmitteln im Förderprogramm „Soziale Stadt Rheydt“ in soziale und städtebauliche Projekte, unter anderem in die Neugestaltung des Rheydter Marktplatzes und des Hugo Junkers-Parks. An diese positive Entwicklung knüpft das Projekt Rathaus der Zukunft mg+ an. Es ist ein wesentlicher Baustein in der erfolgreichen Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt.

Für die Rheydter Innenstadt setzt das Rathaus der Zukunft mg+ mit ca. 1.700 Mitarbeitern wichtige Impulse zur notwendigen Belebung der Innenstadt und Stärkung der Kaufkraft. Auch deshalb ist die Entscheidung für Rheydt gefallen und nicht für einen Standort auf der „grünen Wiese“.


Ein Plus für den Haushalt


Die vorliegende Kostenprognose, die ausweist, dass die Zentralisierung der Verwaltung am Standort Rheydt machbar ist, muss nun vor dem Hintergrund des Wettbewerbsergebnisses durch möglichst konkrete und belastbare Zahlen ersetzt werden. Dies soll und muss dazu führen, dass der gesetzte finanzielle Rahmen nicht überschritten wird. Genau dies muss jetzt in einem nächsten Schritt überprüft werden.

Michael Heck, Stadtkämmerer

Das Fundament für das Rathaus der Zukunft mg+ ist die Wirtschaftlichkeit. Im Jahr 2018 wurde eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durch einen externen Gutachter durchgeführt. Ergebnis: Es ist wirtschaftlicher, das neue Rathaus der Zukunft mg+ zu bauen, als die mehr als 20 Bestandsgebäude der Verwaltung weiter zu unterhalten, instand zu setzen und zu modernisieren. Zusammen mit allen weiteren Kosten, etwa für Baunebenkosten, Grundstückserschließung etc. ergaben sich für das Rathaus der Zukunft + Gesamtkosten in Höhe von 160 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für die dauerhafte Nutzung der aktuell bestehenden Verwaltungsstandorte würden in dem im Gutachten betrachteten Zeitraum bis zum Jahr 2044 insgesamt rund 199 Millionen Euro an Kosten anfallen.

Aktuell wird auf der Basis des Siegerentwurfs die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung weiter konkretisiert. Dabei fließen veränderte Rahmenbedingungen innerhalb des Projekts ebenso mit ein wie die dynamische Marktsituation. Damit soll eine abschließende Aussage über die Finanzwirksamkeit des Vorhabens ermittelt werden, die eine wichtige Grundlage für den Bau- und Investitionsbeschluss durch den Stadtrat bildet.