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Ganzheitliches Bewässerungskonzept

Der Klimawandel führte deutschlandweit zu drei trockenen Hitzesommern in Folge. Zudem geht das Umweltbundesamt davon aus, dass in den nächsten Jahrzehnten mit mehr heißen Tagen in den Sommermonaten zu rechnen ist.

Um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken und die städtische Vegetation zu erhalten, hat mags als verantwortlicher Betrieb für die Planung und Unterhaltung von sämtlichen öffentlichen Grünflächen der Stadt in den vergangenen drei Jahren ein ganzheitliches Bewässerungskonzept zur Stärkung der blauen und grünen Infrastruktur entwickelt: Da eine klimagerechte Umwandlung der städtischen Vegetation nicht kurzfristig erfolgen kann, kann zurzeit auf eine künstliche Bewässerung durch Gießen noch nicht verzichtet werden. Zudem rückt bei der Neuplanung und Umgestaltung vorhandener Vegetationsflächen die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel in den Fokus.

Seit diesem Jahr sind neun mags-Bewässerungswagen im Einsatz, die knapp 4000 Straßenbäume gießen. Dazu werden unter anderem zu Beginn des Frühlings temporär fünf Winterdienstfahrzeuge der GEM zu Bewässerungsfahrzeugen umgerüstet. Das Gießen der Straßenbäume geschieht im Bedarfsfall schon ab April, um beginnenden Trockenstress abzuwehren. Jungbäume werden mit Bewässerungssäcken ausgestattet, 1000 davon gibt es bereits. Sträucher und Pflanzen in Parks werden von bis zu 15 Personen von Hand getränkt.

Um Grünflächen ökologisch aufzuwerten, hat mags sie mit 100.000 Quadratmeter Staudenmischpflanzungen und Wildblumenwiesen ergänzt und ersetzt. Im Rahmen von Neu- und Ersatzpflanzungen setzt mags auf klimaresiliente Baumarten. 300 Ersatzbaumpflanzungen wurden bereits in diesem Jahr vorgenommen. Für planerische Maßnahmen hat mags ein für alle Akteure verbindliches Grünhandbuch verfasst, das Standards für die Gestaltung von Grün definiert. Das vollständige Grünhandbuch kann auf der mags-Website als PDF heruntergeladen werden: www.mags.de/gruenhandbuch

Im nächsten Schritt soll als mags-Pilotprojekt die Tourenplanung der Gießwagen durch Einsatz von Sensoren-Technik bedarfsgerecht gesteuert werden: Bei Unterschreiten einer Bodenfeuchte von 20 Prozent soll mit der Bewässerung des Baumstandortes gestartet werden. Standorte von Bestandsbäumen an Straßen werden auch saniert. Zur weiteren ökologischen und klimatischen Aufwertung sollen außerdem Straßengrün und Rasenflächen sukzessive durch Staudenpflanzungen und Wildblumenwiesen ersetzt werden.