Zulassungs- und Führerscheinstelle: Wartezeiten sollen weiter reduziert werden

Stadtverwaltung appelliert an Kunden, vereinbarte Termine einzuhalten oder rechtzeitig abzusagen

Der Corona-Lockdown, der ab Mitte März den Kundenverkehr auch bei den Stadtverwaltungen für mehrere Wochen stark eingeschränkt hat, wirkt bis heute vor allem auch in den Straßenverkehrs- und Meldeämtern nach. In zahlreichen Städten kommt es derzeit zu längeren Wartezeiten für einen Termin bei den KFZ-Zulassungsstellen oder Bürgerämtern. Auch in der KFZ Zulassungs-und Führerscheinstelle der Stadt Mönchengladbach an der Rheinstraße können aufgrund der notwendigen Abstandsregeln weniger Kunden bedient werden als sonst üblich. Seit Beginn der Krise geht auch hier nichts mehr ohne Termin. "Das Problem ist, dass Warte- und Eingangsbereiche wie auch Büroplätze wegen der Hygienevorgaben nicht voll genutzt werden können und dass in diesem Jahr die Frühjahrsspitze wegen Corona mit den Sommerferien kollidiert", sagt Achim Haimüller, Leiter der Abteilung Straßenverkehrsangelegenheiten im Ordnungsamt.

Die Stadt Mönchengladbach versucht mit Sonderöffnungszeiten an einzelnen Tagen entgegenzuwirken. Hier können Kunden ohne vorherige Terminvereinbarung ihre Fahrzeuge zulassen oder auch Führerscheine beantragen. Allerdings gelten auch hier die Abstandsregeln und die Zahl der Kunden, die pro Tag bedient werden können, ist beschränkt. Die Stadtverwaltung hat deshalb weitere Schritte unternommen, damit die Wartezeiten nicht zur unzumutbaren Belastung für Privatleute und Unternehmen werden.

"Wir stehen in engem und ständigem Austausch mit der KFZ Innung, den Autohäusern und den Zulassungsdiensten. Um möglichst effektiv arbeiten zu können und durch das Geschäft mit den gewerblichen Kunden nicht unnötig Termine zu blockieren, bieten wir ab sofort den Autohäusern, KFZ-Betrieben und Zulassungsdiensten die Möglichkeit, morgens bis spätestens eine Stunde nach Beginn der Öffnungszeiten, ihre (mindestens drei) Zulassungsvorgänge gesammelt auf der Rheinstraße abzugeben und die bearbeiteten Unterlagen spätestens am nächsten Tag wieder abzuholen", erläutert der für das Ordnungsamt zuständige Beigeordnete Matthias Engel. Parallel arbeite die Zulassungsstelle auch daran, die Kapazitäten durch bauliche Veränderungen und zusätzliche Kräfte weiter zu erhöhen um Wartezeiten dauerhaft zu reduzieren.

In diesem Zusammenhang bittet Matthias Engel die Bürgerinnen und Bürger dringend darum, ihre am Telefon oder über das Internet reservierten Termine auch wahrzunehmen oder rechtzeitig abzusagen. Alleine gestern (27. Juli) sind 27 Personen einfach nicht zum vereinbarten Termin in der Zulassungsstelle erschienen. Das ist ärgerlich für die Mitarbeiter und vor allem die Kunden, die teilweise Wochen auf einen Termin in der Zulassungsstelle warten müssen. Die Stadtverwaltung prüft derzeit technische und rechtliche Möglichkeiten, diese Unsitte abzustellen.