Zukunftsagentur zeichnet Strukturwandelprojekte aus

Drei Projekte mit Mönchengladbacher Beteiligung sind „tragfähig“

Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier hat in seiner letzten Sitzung 20 Projekten aus dem »Sofortprogramm PLUS« den jeweils zweiten Stern verliehen. Damit gelten sie nun als „tragfähige Vorhaben“ und sind im dreistufigen Qualifizierungsverfahren einen Schritt näher an eine Förderung gerückt. Darunter sind drei Projekte des Zweckverbands Landfolge Garzweiler, an denen die Stadt Mönchengladbach mit aktiver Unterstützung beteiligt ist und von denen die Stadt bei erfolgreicher Umsetzung in unterschiedlicher Weise profitieren wird.

Im Rahmen der „Exzellenzregion für Nachhaltiges Bauen“ sollen konkrete Bauvorhaben in Mönchengladbach unter wissenschaftlicher und fachlicher Begleitung umgesetzt werden. Ziel ist es, den Kenntnisgewinn aller am Planungs- und Bauprozess Beteiligter auszubauen und Hürden für die Umsetzung einer nachhaltigen Bauweise zu ermitteln und letztlich abzubauen.

Dazu wurden erste Ideen unter Mitwirkung der Verwaltung und städtischer Töchter in die Projektskizze eingebracht. Mehrere Unternehmen und Initiativen haben ihre Unterstützung zugesagt. Gemeinsam mit der WFMG und weiteren Kooperationspartnern plant der Zweckverband im Rekultivierungsbereich des Tagebaus Garzweiler das Projekt „Innovation Valley“. Es soll eine innovative und vielfältig nutzbare Landschaft entstehen, die als ein großflächiger Demonstrationsraum für Innovationen im Rheinischen Revier dienen wird.

Mit dem Projekt „Rheinisches Radverkehrsrevier“ soll zum ersten Mal ein zusammenhängendes Radverkehrsnetz erstellt werden, das über kommunale Grenzen und Kreisgrenzen hinweg angelegt ist. Ziel ist ein systematischer und abgestimmter Ausbau des regionalen Radverkehrs um diesen effizient und entlang der wichtigsten regionalen Achsen zu steuern. „Die Auszeichnung der gemeinsam entwickelten Projektskizzen als tragfähige Vorhaben zeigt den Erfolg des kommunalen Zusammenschluss für die Region. Vor allem eine nachhaltige Entwicklung kann nur gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden und wir freuen uns als Stadt Mönchengladbach unsere Kompetenzen einzubringen“, sagt Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Weitere Projekte mit Mönchengladbacher Beteiligung sind intensiv in der Weiterentwicklung und werden für die nächsten Qualifizierungsrunden eingereicht. Die nächste Sitzung des Aufsichtsrats der ZRR findet am 18. Dezember statt. Die vollständige Liste der Projekte ist auf der Website der Zukunftsagentur Rheinisches Revier unter www.rheinisches-revier.de unter dem Menüpunkt »Projekte« zu finden.