Wohngebiet am Wasserturm wird aufgewertet

Bebauungsplan sieht Lückenschluss zwischen Viersener Straße und Bebericher Straße vor

Der Stadtteil Am Wasserturm ist wegen seiner Zentrumsnähe, seiner überwiegend qualitätsvollen Bausubstanz und seiner guten Anbindung an hochwertige innerstädtische Grünflächen wie etwa den Bunten Garten ein beliebter Wohnstandort. Die Bebauung rund um das Plangebiet ist im Wesentlichen im ausgehenden 19. und im frühen 20. Jahrhundert beiderseits der Viersener Straße, die bereits auf den ältesten verfügbaren Karten verzeichnet ist, entstanden. Das Gebiet wird heute wie zu seiner Entstehungszeit weit überwiegend für Wohnzwecke genutzt, weist aber auch Ansätze einer Durchmischung mit ergänzenden gewerblichen Nutzungen auf.

Jetzt hat die Verwaltung ein städtebauliches Konzept für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan in der Bezirksvertretung Nord vorgelegt, der den Lückenschluss zwischen Viersener Straße und Bebericher Straße durch eine architektonisch ansprechende Blockrandbebauung mit 18 Wohnungen vorsieht und in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am 6. März zur Offenlage beschlossen werden soll. Zukünftig sollen dort Wohn- und Geschäftshäuser mit einladend gestalteten Fassaden entstehen. Mit der städtebaulichen Aufwertung der Situation soll auch die Nahversorgung durch einen Lebensmittelmarkt an der Viersener Straße für das umliegende Wohnviertel deutlich verbessert werden. Für den Blockinnenbereich ist eine hochwertige Begrünung vorgesehen. Außerdem sind im Bebauungsplan Dachgärten geplant.

Der an den Lebensmittelmarkt angrenzende Hofbereich, in dem die Kundenparkplätze geplant sind, soll von der Viersener Straße über eine Durchfahrt an der nördlichen Plangebietsgrenze befahren werden können. Das gesamte Vorhaben soll mit einer über die Bebericher Straße erschlossenen Tiefgarage mit 95 Stellplätzen ausgestattet werden. Innerhalb der Tiefgarage sollen auch Stellplätze für bestehende Wohnungen außerhalb des Plangebietes nachgewiesen werden, die derzeit bauordnungsrechtlich in den zukünftig entfallenden Garagenhöfen nachgewiesen werden. Die bestehenden Garagen im Innenbereich werden abgerissen und durch Stellplätze für den Lebensmittelmarkt ersetzt.