Westend-Promenade wird zum Treffpunkt im Quartier

Planungs- und Bauausschuss stimmt für Umgestaltung

Die Alexianerstraße und der Platz vor dem Jugendclubhaus im Stadtteil Westend werden zu einem neuen Treffpunkt im Quartier. Der Planungs- und Bauausschuss hat in seiner letzten Sitzung die Umgestaltung zur Westend-Promenade beschlossen. Mit diesem Beschluss können die Bauarbeiten im Frühjahr 2021 starten. Bis 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das mit EU-, Bundes- und Landesmitteln geförderte Projekt der Sozialen Stadt wird die Aufenthaltsqualität im Quartier spürbar verbessern und Freiraum für Nutzer und Anwohner schaffen. Die Alexianerstraße verläuft parallel zur Aachener Straße und verbindet die Luisen- mit der Knopsstraße und wird zu einem nicht unerheblichen Teil von privaten Fahrzeugen zugeparkt. In vielen Abstimmungsgesprächen mit interessierten Bürgern, Anwohnern und Akteuren des Quartiers wurde der Wunsch geäußert, die gesamte Straße zu einem Bereich für Fußgänger und Radfahrer auszubauen. "Wir haben zahlreiche Ideen, Anregungen und Vorschläge von Bürger- und Anwohnerschaft mit in unsere Planungen einfließen lassen. Die Westend-Promenade ist das Ergebnis konstruktiver Gespräche, die die Quartiersentwicklung im Stadtteil fördern wird", so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Der "Promenadencharakter" soll durch eine durchgängige Pflasterung erzielt werden, die sich auch farblich abhebt. An der Grünanlage Blumenberger Straße / Platz werden die vorhandenen Betonstützwände entfernt. Das gilt auch für das mit Betonplatten befestigte Wegesystem. Mit der notwendigen Modellierung des Geländes werden die Einsehbarkeit verbessert und Angsträume beseitigt. Etwa auf halben Weg zwischen Haltestelle und Einmündung der Alexianerstraße wird ein neuer Weg geschaffen, der die Blumenberger Straße und den Haltestellenbereich des ÖPNV mit der Alexianerstraße verbinden wird.

Zentraler Anlaufpunkt ist der "Alexianerplatz" zwischen Jugendclubhaus, Kirche, Grundschule und LENA-Gruppe. Mit der geplanten Umgestaltung des Jugendclubhauses zu einem Bürgerhaus sowie der Umgestaltung der ehemaligen Kirche entsteht hier ein neuer Ort für alle Generationen. Mit einem entsprechend gestalteten Außenbereich ist hier ein Quartierscafé als neuer Treffpunkt denkbar. Dieser Außenbereich soll übergangslos in eine multifunktional nutzbare Fläche übergehen, die einerseits von den ortsansässigen Schützen genutzt werden kann, andererseits aber auch Platz für Aktivitäten und Veranstaltungen des Jugendclubhauses oder der Schule bietet. Daher soll der bestehende Höhenunterschied zwischen Alexianerstraße und dem Parkplatz der Kita Alexianerstraße mit Sitzstufen befestigt und begrünt werden. Auf diese Weise entsteht eine "Tribüne", die für Veranstaltungen oder als Verweilfläche im Alltag genutzt werden kann. 
Gegenüber der Tribüne ist ein "Holzdeck" geplant. Dieses Plateau kann ebenfalls als Bühne für unterschiedliche Aktivitäten dienen.

Der Abschnitt zwischen Luisenstraße und Knopsstraße bleibt in beiden Fahrtrichtungen für den motorisierten Verkehr geöffnet, allerdings wird der Bereich durch zusätzliche Baumscheiben und dazwischenliegenden Parkmöglichkeiten für Pkw verkehrsberuhigt. "Der Bereich des dort vorhandenen Parkplatzes soll nicht mehr für Autos zur Verfügung stehen. Neben einer Ergänzung der bestehenden Baumbegrünung und Verweilmöglichkeiten sollen Spielgeräte oder eine Fläche zur Verfügung stehen, die beispielsweise als Boulebahn genutzt werden kann", erklärt Dr. Frank Schulz, Koordinator für Stadterneuerung im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung.

Die Maßnahme wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt aus EU-, Bundes- und Landesmitteln mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert. Der Eigenanteil der Stadt Mönchengladbach beläuft sich auf rund 130.000 Euro.