Wenn Ärztelatein auf fremde Kulturen stößt - NIK bietet Unterstützung

Ein neues Netzwerk soll die interkulturelle Kompetenz in Arztpraxen stärken. Die Auftaktveranstaltung ist am 20. April im Rathaus Rheydt

Fremd in einem Land, man beherrscht die Sprache nicht und dann wird man auch noch krank - beim Besuch einer Arztpraxis ist das eine Situation, die oft für beide Seiten, Patient und Arzt, schwierig ist. Verständigungsschwierigkeiten erschweren den Gesundungsprozess.

Umso wichtiger ist die Vermittlung durch sprach- und kulturkundige Personen. Die medizinischen Fachangestellten leisten hier einen wertvollen Beitrag, gerade dann, wenn sie selbst Migrationserfahrung haben. Trotzdem gibt es durch Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede auch immer mal wieder Schwierigkeiten, bei denen Ärzte und medizinisches Fachpersonal an ihre Grenzen stoßen.

Um die Kompetenzen im Umgang mit Menschen verschiedener Kulturen zu stärken und sich gegenseitig austauschen zu können, soll nun ein neues Netzwerk Unterstützung geben: "Interkulturelle Kompetenz in ärztlichen Praxen - NIK". Dieses soll in Kooperation mit dem Verband medizinischer Fachberufe e.V. sowie der Stadtverwaltung aufgebaut werden.

Dazu gibt es am Mittwoch, 20.April 2016 ab 14.30 bis etwa 18.00 Uhr eine Auftaktveranstaltung im Ratssaal der Rathauses Rheydt.

Eröffnet wird sie von Sozialdezernentin Dörte Schall. Im Anschluss folgen Vorträge und Workshops unter anderem zur medizinischen Behandlung von Flüchtlingen und zur Gestaltung des neuen Netzwerkes. Für den Austausch über diese Auftaktveranstaltung hinaus sind pro Jahr zwei bis drei weitere Treffen geplant.

Nähere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung für die Auftaktveranstaltung gibt es bei Ingrid Icking von der Stadtverwaltung

Kontakt: Inklusionsbeauftragte@moenchengladbach.de,  Tel.: 02161/25-3068.

Programm:

14.30 Uhr - Kaffee, Markt der Möglichkeiten

15.00 Uhr - Begrüßung und Einführung in die Thematik Dörte Schall, Sozialdezernentin der Stadt Mönchengladbach

15.10 Uhr - Medizinische Behandlung von Flüchtlingen sowie die Gesundheitskarte als Pilotprojekt Dr. Ralph Köllges, Facharzt für Kinder und Jugendmedizin

15:30 Uhr - Gründung des Netzwerkes Interkulturelle Kompetenz in der ärztl. Praxis (NIK-MG) Serin Alma, Verband med. Fachberufe e.V.; Ingrid Icking, Inklusionsbeauftragte; Michaela Morschhoven, Integrationsplanung

15:45 Uhr - Diskussion

16:00 Uhr - Pause

16:15 bis 17:00 Uhr - Workshop 1 "Interkulturelle Kompetenz aus ärztlicher Sicht" - Diskussion (Leitung Dr. Klaus Laumen, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Mönchengladbach)

16.15 bis 18.00 Uhr - Workshop 2 "1. Netzwerktreffen" - Austausch der Praxismitarbeitenden (Leitung S. Alma, I. Icking, M. Morschhoven)