Weiterer Baustein des „Grünen Bands“ eröffnet

Zwei markante Stahlstelen mit Informationstafeln markieren nun einen weiteren Teilabschnitt des Wegs entlang des Grünen Bandes. Der erste Teilabschnitt war im Mai dieses Jahres auf der gegenüberliegenden Seite des Tagebaus in Jüchen eröffnet worden. Die Standorte der Stelen befinden sich auf dem begleitenden Radweg der neuen Landstraße L19n in Titz-Jackerath und dem Erkelenzer Stadtteil Holzweiler. Der grüne Pfeil der vier in die Zukunft weisenden Pfeile des LandFolge-Logos ist in vielfacher Ausführung auf dem Radweg vor den Stelen aufgebracht und markiert die jeweiligen Startpunkte in beiden Ortschaften, die durch die neue Landstraße miteinander verbunden sind. Im Grünen Band soll zukünftig ein Radweg einmal komplett um den Tagebau führen und damit ein verbindendes Element zwischen den Kommunen bilden. Markante Punkte wie die neuen Stahlstelen sollen diesen Zukunftsgedanken schon jetzt mit jedem weiteren Teilstück des Bands erlebbar machen. Der Zweckverband LandFolge Garzweiler als Entwickler dieses Raums macht damit seine Arbeit für alle Anwohner und Besucher sichtbar.

Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, von RWE Power und Bürgerforen waren bei der Eröffnung anwesend. Zweckverband-Geschäftsführer Volker Mielchen erläuterte Herkunft und Bedeutung der Stelen: "Es sind RWE-Stahlbauteile, aus denen Einzelstücke als Ersatzteile für Maschinen und Fuhrpark ausgebrannt wurden. Diese robusten, stählernen Platten symbolisieren die Bergbautradition. Durch die ausgebrannten Formen schimmert die Landschaft; insofern sind die Stelen weitere verbindende Elemente zwischen früherer, jetziger und zukünftiger Nutzung dieses Reviers."

Jürgen Frantzen, Bürgermeister der Gemeinde Titz, betonte, wie wichtig es sei, Aufbruch sichtbar zu machen: "Wir zeigen auf positive Weise, was alle wissen wollen: Was bedeuten die Folgen des Tagebaus, und welche Chancen ergeben sich daraus für die Anwohner?" Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen lobte das bürgerliche Engagement der Tagebau-Anrainer: "Wir kriegen hier Dinge hin, die das Leben lebenswert machen. Das haben wir versprochen, und heute halten wir es mit der Eröffnung dieses neuen Abschnitts des Grünen Bands zum wiederholten Male ein." Dem schloss sich Michael Eyll-Vetter, Leiter Tagebauentwicklung bei RWE Power, an: "Wir halten unseren Fahrplan ein und sehen die Partnerschaft mit dem Zweckverband und den Städten und Gemeinden in dieser Region als Chance, Zukunft nachhaltig zu gestalten."

Hintergrund: Zweckverband LandFolge Garzweiler 
Im Jahr 2017 gründeten die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Erkelenz, die Stadt Jüchen und die Gemeinde Titz den Verband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Dazu haben die Gründungsmitglieder im Jahr 2016 eine Perspektive für den Raums entwickeln lassen, das sogenannte "Drehbuch". Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und -bewirtschaftung durch. Verbandsvorsteher ist Dr. Gregor Bonin, Geschäftsführer ist Volker Mielchen.