Umgestaltung des Hans Jonas Parks kann beginnen

Planungs- und Bauausschuss beschließt Förderprojekt der Sozialen Stadt

Die Umgestaltung des Hans-Jonas-Parks kann beginnen. Der Planungs- und Bauausschuss hat die Maßnahme in seiner letzten Sitzung beschlossen. Damit kann das Förderprojekt der "Sozialen Stadt" wie geplant umgesetzt werden. "Der Hans Jonas Park wird zu einem Begegnungsort mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Mit der Neugestaltung legen wir die Potenziale der Parkanlage frei. Wir schaffen mitten im Zentrum einen Ort, der Spiel-, Aufenthalts- und Bewegungsbereiche für alle Zielgruppen bietet", so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Der Hans-Jonas-Park bleibt zukünftig über die bestehenden sechs Eingänge erreichbar und verfügt über verschiedene, dezentral angelegte Zonen. Ein neues Wegekonzept und die Ost-West-Achse, die vom Vorplatz der VHS bis zur sogenannten Traumstraße reicht, sorgen für eine bessere Begehbarkeit. Sicherheit war bei den Planungen ein wichtiges Thema: Die Wegekuppe wird geschliffen, so dass man auf der gesamten Wegelänge erkennen kann, wer einem entgegenkommt. Vom Wegekreuz auf der Höhe des STEP verteilen sich die Nebenwege zu allen weiteren Zielen des Parks. Sie sind zwei Meter breit, asphaltiert oder wassergebunden. Die neu gestaltete Beleuchtung trägt zusätzlich dazu bei, dass der Park auch in den Abendstunden kein Angstraum mehr sein wird.

Die neu gestaltete Ost-West-Achse bindet die Volkshochschule in den Park ein und schafft von dort einen doppelten Aufgang, der über breite Rasenstufen und Treppen zum Schaukelplateau führt. Hier stehen zwei große Schaukeln mit langem Schwungbereich. Gegenüber ist eine rund 100 Quadratmeter große befestigte Fläche vorgesehen, die für eine mobile Bühne genutzt werden kann. Die bestehende Treppe an der Lüpertzender Straße wird durch neue Stufen ergänzt. Ein Stück weiter östlich bildet eine breite und bepflanzte Treppenrampe einen neuen Eingangsbereich.

Ein weiteres Highlight im Park ist das Kleinspielfeld. Da, wo einst die Ruine des Hauses Zoar zu finden war, können unterschiedliche Sportarten im Freien ausgeübt werden. Der Platz wird für alle nutzbar sein, wird aber insbesondere von der Schule, STEP und von anderen umliegenden Einrichtungen und Vereinen genutzt werden. Weitere Spielgelegenheiten für Kinder finden sich gegenüber dem Sonnenhausplatz rund um das Jugendzentrum STEP. Hier sind vier Spielräume für Kinder konzipiert, die mit besonderen Spielgeräten ausgestattet werden sollen. Diese Spielräume bieten Spielspaß für unterschiedliche Altersklassen und Interessen: Farbige Kletterwürfel aus Holz, ein Sandbereich mit Tischen, Loops und bunten Betonkieseln für Kleinkinder, bunte Spielhügel und ein Baumhaus für Rollen- und Abenteuerspiele. Die Wiese am Sonnenhausplatz kann - wie auch heute schon - zum Sonnenbaden und zum Picknicken genutzt werden. Zusätzlich erhält die Schule in Teilbereichen einen neu gestalteten Schulhof, der auch im Nachmittagsbereich geöffnet sein soll.

In einem Arbeitskreis mit der angrenzenden VHS, Musikschule, Jugendzentrum STEP, Stift. Hum. Gymnasium (HUMA), Haus Erholung und Arbeitslosenzentrum flossen zahlreiche Ideen und Anregungen mit in die Planung ein. Auch die Bevölkerung war im Vorfeld mit eingebunden und konnte Wünsche einbringen. "Wir haben nach intensiven Gesprächen beispielsweise erreichen können, dass das eingezäunte Gelände des STEP jetzt öffentliche Parkanlage wird und eine Öffnung des Biergartens zum Park hin vorgesehen ist", fasst Dr. Frank Schulz, Koordinator für Stadterneuerung im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, zusammen. Der Austausch mit allen Beteiligten sei sehr konstruktiv gewesen.

Die Umgestaltungsmaßnahmen starten voraussichtlich im zweiten Quartal 2021, die Fertigstellung ist für 2022 vorgesehen. Das Projekt wird mit EU-, Bundes- und Landeszuschüssen im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt mit rund drei Millionen Euro gefördert. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf rund 330.000 Euro, das entspricht zehn Prozent der Gesamtkosten.