„TRAUMA- was tun?“

„TRAUMA- was tun?“ so lautete der Titel der diesjährigen Fachtagung für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tageseinrichtungen für Kinder aller Träger in Mönchengladbach. Zum Anfang der Woche widmeten sie sich diesem Thema in einer trägerübergreifenden Veranstaltung im Elementarbereich. Für Sozialdezernentin Dörte Schall ist es dabei von wesentlicher Bedeutung, dass sich hinter dem Begriff „Trauma“ verschiedenste Dinge verbergen können: „Missbrauch, Verlust, Flucht, Krankheit, Krieg, Armut, Unfall, Tod….traumatische Erlebnisse und der Umgang damit in der Kindheit können sehr vielfältig sein. Umso wichtiger ist es, dass Menschen, die in ihrer Arbeit in direktem Kontakt zu Kindern stehen, um diese Facetten wissen und sie so früh wie möglich mit erkennen können.“

In diesem Jahr konnte das Vorbereitungsteam aus Fachberatern und Fachkräften der verschiedenen Träger in Kooperation mit der Arbeitsstelle für interkulturelle Bildung + Integration (ABI) sowie den einschlägigen Berufskollegs in Mönchengladbach,  Dipl. – Psychologe Thomas Weber, den Geschäftsführer des Zentrums für Trauma– und Konfliktmanagement (ZTK) GmbH in Köln, gewinnen. Er ist Gründer und Leiter der psychologisch-psychotraumatologischen Gutachtenstelle des ZTK mit Schwerpunkt Asyl- Ausländerrecht und war mit der mittel- und langfristigen Nachsorge u.a. nach den Amokläufen von Winnenden und Emsdetten, sowie nach dem Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine (für die Lufthansa AG) betraut.

Rund 150 Teilnehmer sind nach der Veranstaltung gut informiert und inspiriert für die tägliche Arbeit in ihre Einrichtungen zurückgekehrt. Dadurch, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen des Tages auch Kolleginnen und Kollegen weitergeben, können aber noch deutlich mehr davon profitieren, sagt Schall: „Natürlich können nicht alle diese Tagung besuchen. Doch die Resonanz nach diesem Tag und auch nach den bisherigen Tagungen zeigt, dass hier der Schneeballeffekt funktioniert.“

Die größte trägerübergreifende Fachtagung für pädagogische Mitarbeiter in Mönchengladbach findet seit 21 Jahren einmal jährlich statt. Der trägerübergreifende Arbeitskreis hat es sich zu einer wesentlichen Aufgabe gemacht pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trägerübergreifend in den Tageseinrichtungen für Kinder in Mönchengladbach für ein jeweils aktuelles  Thema zu sensibilisieren. Zum einen gibt es über Vorträge wichtige Informationen. Es geht aber auch darum,  Anregungen wie auch Zuspruch für die tägliche Arbeit zu geben.

Möglich wird dies nur dank zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer. So ist wird die Tagung schon seit Jahren  von der Stadtsparkasse Mönchengladbach gefördert.