Theater stellt alternativen Spielplan vor

Generalintendant Michael Grosse und sein Team haben ein neues Programm für die erste Hälfte der kommenden Saison 2020/21 zusammengestellt.

Krefeld und Mönchengladbach. Im Juni konnte das Theater Krefeld und Mönchengladbach nach einer längeren Corona-bedingten Pause endlich wieder live vor Publikum spielen. Kleine Formate zwar, um die Abstandsregeln auch für die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne einzuhalten, aber alle mit Sorgfalt ausgesucht und leidenschaftlich präsentiert. Zeitgleich haben die Verantwortlichen intensiv an einem neuen Spielplan für die Saison 2020/21 gearbeitet - es musste ein alternativer Plan sein, der den Corona-Bedingungen angepasst ist.

Aber welche Stücke kommen überhaupt infrage, wenn es keinen Bühnenkuss geben darf, sich die Sänger beim Duett nicht umarmen dürfen, der Chor nicht auftreten kann und der Orchestergraben für die Musiker tabu ist? Viele! Denn das Theater ist es gewohnt, kreative Lösungen zu finden. Wie es in diese neue, unter ganz besonderen Voraussetzungen entstandene Spielzeit startet, haben Generalintendant Michael Grosse und sein künstlerisches Leitungsteam jetzt vorgestellt.

Eine Vielzahl spannender Premieren der Sparten Schauspiel, Musiktheater und Ballett sind entstanden, die zeigen, dass auch ein alternativer "Corona-Spielplan" vielseitig und innovativ sein kann. Die Niederrheinischen Sinfoniker haben ebenfalls viele neue Ideen umgesetzt und bieten ein vielfältiges Programm als Alternative zu ihren ursprünglich geplanten Konzerten.

Im Theater Mönchengladbach wird die Spielzeit 2020/21 am 29. August mit "Goodbye to Berlin" eröffnet, einem Stück, das auf die ursprünglich geplante Position des Musicals "Cabaret" gerückt ist. Regisseur Frank Matthus verknüpft dafür Christopher Isherwoods 1939 veröffentlichte, gleichnamige Kurzgeschichten mit den weltberühmten Hits aus "Cabaret". "Getanzt wird zwischen Plexiglasscheiben" ,beschreibt Schauspieldirektor Matthias Gehrt mit einem Augenzwinkern die notwendigen Corona-Regelungen.

In Krefeld wird es ebenfalls musikalisch und höchst dramatisch: Das Musiktheater präsentiert als Eröffnung am 12. September "Carmen" von Georges Bizet in einer konzertanten Aufführung. Regie führt Kobie van Rensburg, der zuletzt mit seiner außergewöhnlichen "Zauberflöte" begeistert hat. Ästhetisch ergänzt wird die Handlung dieser gelungenen Kurzfassung durch Videoeinspielungen mit Tänzerinnen und Tänzern der Ballettcompagnie.

Das Ballett tanzt erstmals am 5. September im Theater Mönchengladbach in die neue Spielzeit2020/21. "DIS-TANZ" lautet der Titel dieses Abends, der auf den Abstand anspielt, den die Tänzerinnen und Tänzern einhalten müssen. Neben Choreografien von Robert North sind auch Arbeiten der Ensemblemitglieder Alessandro Borghesani und Takashi Kondo zu erleben.

Außerdem können sich die Zuschauer auf die Musical-Gala "The Show Must Go On", die Corona-Revue "Alle maskiert!" und vieles mehr freuen. Aufgrund der großen Nachfrage wird aus dem Sonderspielplan Juni die Kleine Operngala übernommen, in der Mitglieder des Musiktheaterensembles und des Opernstudios Niederrhein Lieblingsarien und -duette präsentieren: am 23. August ist sie in Mönchengladbach, am 30. August in Krefeld zu erleben.

Jede Vorstellung wird für ca. 320 Zuschauer gespielt. Es gelten weiterhin die Schutz- und Hygienemaßnahmen des Theaters. Alle Vorstellungen finden auf der Großen Bühne statt, dauern maximal 90Minuten und werden ohne Pause gespielt.

Der Vorverkauf vorerst für alle Veranstaltungen bis 31. Oktober beginnt am Montag, den 10. August online und an den Theaterkassen.

Exklusiv für Abonnenten ist während der Theaterferien, die am 29. Juni beginnen, eine kostenlose Abo-Hotline eingerichtet: Kristina Heinen und Beatrix Töpperwein freuen sich auf Anrufe unter 0 80008 01 80 8 oder E-Mails an abo@theater-kr-mg.de. Die beiden Abo-Beraterinnen sind montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr zu erreichen.

 

Eine Übersicht über die Premieren 2020/21 finden Sie hier.
Ein Handout über die Konzerte der Rheinischen Sinfoniker von August bis Dezember 2020 finden Sie hier.