Telefonischer Kontakt zu rund 3.600 Familien

Fachbereich Kinder, Jugend und Familie bietet umfangreiche Hilfen an

Die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen, die Kontaktsperre und die fehlenden Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung stellen Familien mit Kindern derzeit auf eine harte Probe.  Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie lässt die Familien in Krisenzeiten nicht alleine und steht als Ansprechpartner betroffenen Familien zur Verfügung. „Wir haben ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um Hilfen anbieten zu können. Wenn die Belastungsgrenze erreicht ist, können sich Familien bei uns melden. Wir helfen weiter“, erklärt Sozialdezernentin Dörte Schall. Ein besonderes Augenmerk gilt gefährdeten Kindern und Jugendlichen. „Insgesamt werden pro Woche rund 3.600 Familien von uns telefonisch kontaktiert, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, fügt Fachbereichsleiter Klaus Röttgen hinzu. In Mönchengladbach wird derzeit für 17 Kinder in Kitas und sechs Kinder in Schulen eine Notfallbetreuung gewährleistet.  Belastend sind für die Familien vor allen Dingen die corona-bedingten Alltagsbeschränkungen und Beschäftigungsmaßnahmen für Kinder.

Zwei städtische Mitarbeiterinnen sind derzeit täglich unterwegs, um Jugendliche im öffentlichen Raum anzusprechen und zu beraten. Über das Bürgertelefon unter 02161/54 321 gibt es weitere Hilfestellungen und Ansprechpartner, wenn die aktuelle Situation als besonders belastend empfunden wird und direkte Hilfe erforderlich ist. Wer Unterstützung in Erziehungsfragen benötigt, kann auch die Erziehungsberatungsstelle direkt kontaktieren unter Telefon 02161/25 54 344. „Gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen wollen wir die Familien durch diese schwere Zeit führen. Sie sind nicht alleine. Ein Anruf genügt“, so Röttgen.

Seit Beginn des Betretungsverbotes in Kindertagesstätten und Tagespflegestellen gibt es eine Hotline für die Kindertagesbetreuung unter Telefon 02161/25 34 08. Nach Schließung der Einrichtungen wurden alleine in der ersten Woche mehr als 900 Anrufe entgegengenommen. Fragen waren unter anderem, ob nicht doch eine Betreuung möglich wäre, inwieweit eine Notfallbetreuung in Anspruch genommen werden kann oder wie eine Arbeitgeberbescheinigung aussehen muss. Die Notfallbetreuung für Kinder von Personen aus der „kritischen Infrastruktur“ startete in gut der Hälfte aller Tageseinrichtungen. „Für 9100 Kinder, die regulär eine der 163 Einrichtungen im Stadtgebiet besuchen, ergab sich in der ersten Woche des Betretungsverbotes eine bedarfsdeckende Versorgung in nahezu der Hälfte der Tageseinrichtungen mit insgesamt 100 Kindern“, berichtet Röttgen.  In der vierten Woche des Betretungsverbotes ist die Anzahl auf rund 220 notfallbetreute Kinder angewachsen. Es gibt Kitas, wo ein Kind betreut wird, aber auch Einrichtungen mit elf Kindern. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, werden dabei jedoch maximal fünf Kinder in einer Gruppe betreut. Für rund 530 Kinder in den 90 Tagespflegestellen oder Großtagespflegen ist die Anzahl der Notfallbetreuung von 25 auf mittlerweile 35 Kinder gestiegen. Eine Wochenendbetreuung am Tage wurde bisher nur an zwei Wochenenden für zwei Kinder in einer LENA-Gruppe benötigt. Unter den drei Trägern (Stadt, pro multis und Mumm-Familienservice), die circa Zweidrittel der Kindertagesbetreuung in Mönchengladbach verantworten, besteht ein regelmäßiger Austausch per Telefon und Mail. „Wir ziehen alle an einen Strang. Und das ist gut so, denn so überstehen wir diese schwierige Zeit am besten“, fasst es die Sozialdezernentin zusammen.