Steuerung des großflächigen Einzelhandels soll Zentren stärken

Verwaltung informiert im Planungs- und Bauausschuss über weitere Schritte

Mit weiteren planerischen Maßnahmen will die Stadt den Einzelhandel in den Zentren durch eine bessere Steuerung des großflächigen Einzelhandels stärken. Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin informierte im Bau- und Planungsausschuss über die Schritte der Verwaltung, um unklare städtebauliche Lagen mit der Aufstellung von Bauleitplänen zu steuern und ältere Durchführungs- und Bebauungspläne auf aktuelle rechtliche Grundlagen anzupassen: "Wir haben bereits eine Vielzahl an Maßnahmen durchgeführt, um gegenläufige Einzelhandelsentwicklungen zu unterbinden, aber gerade im Hinblick auf die Stadterneuerungsprojekte Alt-Mönchengladbach und in der Rheydter Innenstadt müssen wir unsere Zentren weiter stärken."

Da die Stadt Fördermittel aus dem Städtebauförderungsprogramm für die Bereiche der Sozialen Stadt Rheydt und des Integrierten Handlungskonzeptes Alt-Mönchengladbach bezieht, hat der Fördergeber um Mitteilung gebeten, welche planerischen Maßnahmen zum Schutz dieser Zentren ergriffen werden. "Dass bereits eine Vielzahl an Maßnahmen durchgeführt wurden, wurde von der Bezirksregierung Düsseldorf ausdrücklich begrüßt und anerkannt", so der Technische Beigeordnete. Erfolgreiche Maßnahmen zur Stärkung der Zentren sind beispielsweise der Kauf der Karstadt-Immobilie durch die EWMG und die Umwandlung des Vitus Centers zum Hauptgeschäftszentrum mit Bürgerservice und Stadtarchiv. Derzeit werden verschiedene Gebiete überplant. Dazu gehört beispielsweise der Standort der Seestadt mg+. Der Standort war ursprünglich als City Ost für die Nutzung eines SB-Warenhauses mit über 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche vorgesehen. Weitere Überplanungen gibt es im nördlichen Teil der Rudolfstraße, wo die Ansiedlung von weiteren großflächigen zentrenrelevanten Einzelhandelsflächen droht, und die Wehner Straße. Auch hier besteht ein Ansiedlungsinteresse für eine großflächige Einzelhandelsnutzung. Der Standort wird derzeit planerisch für eine gemischte Quartiersentwicklung vorbereitet. Im Blick ist auch die Neuordnung des Bereiches der Lürriper, Korschenbroicher und Breitenbachstraße. Hier werden derzeit Möglichkeiten der städtebaulichen Steuerung ausgelotet, denn nach älterem Planungsrecht besteht die Gefahr einer städtebaulichen Fehlentwicklung. Die entsprechenden und notwendigen Beschlüsse hat der zuständige Planungs- und Bauausschuss der Stadt bereits in der jüngeren Vergangenheit gefasst.

Einzelne Bereiche in Gewerbegebieten sollen perspektivisch in den nächsten drei bis sechs Jahren ebenfalls überplant werden, da es mögliche Veränderungen im baulichen Bestand und/oder Verkaufsflächenzuwächse geben könnte. Bei bereits vorhandenen SB-Warenhäusern und Standorten mit mehreren Märkten sind die Steuerungsmöglichkeiten des großflächigen Einzelhandels allerdings beschränkt. "Dennoch wird es für uns eine wichtige Aufgabe sein, alle Standorte langfristig zu betrachten", so Bonin weiter.