Städtische Kliniken bieten 65 zusätzliche Ausbildungsplätze an

Eli hilft kreativ den Pflegenotstand abzubauen

„Wir bilden in Zukunft noch mehr aus als bisher schon“, betont Dr. Mathias Evertz, Leiter der Personal- und Organisationsentwicklung an den Städtischen Kliniken. In den kommenden drei Jahren würden 45 Ausbildungsplätze in der Krankenpflege zusätzlich geschaffen. „Außerdem beginnt im April 2019 ein Zusatzkurs mit 20 Plätzen in der Kinderkrankenpflege, auf Wunsch unseres Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin.“ Das Eli reagiere damit deutlich auf den wachsenden Personalbedarf in der Pflege.

Die Situation auf dem Stellenmarkt im Pflegebereich sei in der Tat derzeit und auf absehbare Zeit nicht rosig, so Dr. Evertz. Daher geht das Eli, bundesweit mit Interesse und Anerkennung verfolgt, neue Wege in der Mitarbeitergewinnung. Beispielsweise wurde Mitte Februar eine großangelegte Plakataktion gestartet, begleitet auch von Hörfunkspots. „zunächst einmal, um uns, sozusagen als Marke, vor allem in der Region darzustellen und bekannt zu machen.“ Mit großem Erfolg. Sowohl intern bei den Mitarbeitern/-innen, als auch in der Bevölkerung, freut sich Mathias Evertz: „Viele Bewerbungen, die wir seither bekommen haben, beziehen sich explizit auf unsere Kampagne.“ Dabei hatte man eher mittelfristig auf einen Anstieg der Bewerberzahlen gehofft.

Was den Personalentwickler besonders freut: „Auch unsere Schule für Gesundheitsberufe am Niederrhein SGN, die wir gemeinsam mit dem Krankenhaus Johanniter Bethesda betreiben, profitiert mit zusätzlichen Anfragen und Bewerbungen von der Kampagne. Obwohl die SGN auf den Plakaten gar nicht beworben wurden.“ Dr. Mathias Evertz schmunzelt ein wenig bei der Begründung: „Das liegt sicher auch daran, dass junge Leute viel Bus fahren und unsere Plakate an den Haltestellen gesehen haben.“ Dorthin gehen, wo die potentiellen künftigen Mitarbeiter und Auszubildenden sind, gehört für den Personalentwickler des Eli natürlich zum Handwerkszeug. „Wir sind u.a. auf den Schulmessen präsent, so z.B. aktuell in Geilenkirchen.“ Er und sein Team nutzen nicht allein Berufsorientierungstage. Die Kreativität der Verantwortlichen geht viel weiter: „Wir haben gerade erst Postkarten drucken lassen mit unseren Plakatmotiven. Die liegen z.B. in Kneipen aus.“ Sie können ausgefüllt und kostenlos ans Eli geschickt werden.

Der Geschäftsführer der Städtischen Klinken Mönchengladbach GmbH Thorsten Celary sieht das Eli auf einen guten Weg: „Wir wollen in allen Bereichen Innovationen vorantreiben und Vordenker in der Gesundheitsversorgung sein.“ Für die Personalentwicklung des Eli bedeutet dies, „dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sein wollen und sind, der zukunftsorientiert aus- und weiterbildet.“ Herausragendes Beispiel dafür ist die bundesweit einmalige Anpassungsqualifizierung für zugewanderte Hebammen und die Integrationskurse für zugewanderte Pflegekräfte an der hausinternen Pflegeschule SGN.

Zu den kreativen Ideen, dem Personalmangel in der Pflege zu begegnen, gehört auch die Idee, interessierten Menschen die Möglichkeit zu schaffen, nach einer einjährigen Ausbildung als Pflegeassistent im Elisabeth-Krankenhaus Rheydt zu arbeiten. Für Dr. Mathias Evertz wäre das eine win-win-Situation: „Zum Einen würde damit z.B. Hartz IV Karrieren vorgebeugt. Zum Anderen schafft das niederschwellige Angebot die Chance, bei wachsendem Interesse am Pflegeberuf eine qualifizierte Weiterbildung zu machen.“

Die Durchlässigkeit in der Ausbildung sei am Eli ohnehin schon jetzt sehr hoch, so Evertz: „Wer möchte und die entsprechende Voraussetzung und Qualifikation mitbringt, kann unser Angebot der dualen Ausbildung nutzen. In diesem Fall arbeiten wir mit der Fernhochschule Hamburg, Standort Essen, bereits seit vielen Jahren zusammen.“ Geplant sei für das kommende Jahr zudem die Kooperation mit der Hochschule Niederrhein.

Weitere Infos unter: www.sk-mg.de und www.sgn-mg.de