Stadt will biologische Vielfalt sichern und Einsatz von Glyphosat auf städtischen Ackerflächen verringern

Gemeinsam mit Landwirten und Landwirtschaftskammer nach konstruktiven Lösungen suchen

Die Stadt will die biologische Vielfalt auf Mönchengladbacher Stadtgebiet sichern und dazu den Einsatz von Glyphosat und weitere Pestizide auf landwirtschaftlich genutzten städtischen Flächen auch bei der Neuverpachtung von Ackerflächen verringern. Das teilte gestern der für den Bereich Umwelt zuständige Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin im Umwelt- und Feuerwehrausschuss mit. „Die für die Pflege der städtischen Grünflächen zuständige Gesellschaft mags verwendet ohnehin kein Glyphosat. Es macht aber keinen Sinn, ein generelles Verbot von Glyphosat für die Landwirtschaft von Seiten der Stadt zu diktieren, so lange die Substanz von den obersten Umweltbehörden zugelassen ist“, so Dr. Bonin. „Wir wollen den Landwirten auf keinen Fall durch ein mögliches Verbot die Geschäftsgrundlage entziehen“, ergänzt er.  

Vielmehr stelle sich die Frage, wie in dieser Sache in Zukunft mit landwirtschaftlich genutzten Flächen im Sinne einer wertvollen Stadtökologie vorgegangen werde. „Wir schlagen daher einen konstruktiven Weg gemeinsam mit den betroffenen Landwirten vor“, äußerte er vor dem Fachausschuss. Die Verwaltung wird nun mit den Landwirten, an die städtische Ackerflächen verpachtet werden, und der Landwirtschaftskammer nach gemeinsamen Lösungen suchen, wie die Biodiversität im Stadtgebiet erhalten werden kann und den Umwelt- und Feuerwehrausschuss über Ergebnisse informieren. Die Stadt verpachtet eine Gesamtfläche von rund hundert Hektar an Landwirte.  

Der Umwelt- und Feuerwehrausschuss stimmte dem Vorgehen  der Verwaltung einstimmig zu. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte zuvor in einem Antrag dem Rat zur Beschlussfassung empfohlen, unter anderem den Einsatz von Glyphosat auf landwirtschaftlich  genutzten Flächen der Stadt nicht zu gestatten. (pmg/sp)