Stadt legt Jahresabschluss 2017 vor

Ergebnisrechnung weist eine Verbesserung von 57,9 Millionen Euro auf

Trotz der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen ist es der Stadt Mönchengladbach gelungen, den städtischen Haushalt mit einer Überdeckung von 51,6 Millionen Euro abzuschließen. Damit wurde erstmals seit 1992 mit den Konsolidierungshilfen des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen wieder ein Haushaltsausgleich erreicht. Bei einem für 2017 noch geplanten Jahresfehlbetrag von 6,3 Millionen Euro bedeutet dies eine Verbesserung von 57,9 Millionen Euro. Das geht aus dem von Stadtkämmerer Michael Heck aufgestellten und durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bestätigten Entwurf des Jahresabschlusses 2017 hervor, der dem Rat in seiner gestrigen Sitzung (16. Mai) vorgelegt wurde.

Stadtkämmerer Heck weist darauf hin, dass dies ein sehr erfreuliches Ergebnis ist. Er warnt jedoch vor zu viel Euphorie: „Die Analyse des Ergebnisses zeigt, dass überwiegend externe Einflüsse und einmalige Vorgänge zu dieser Verbesserung geführt haben. So tragen auf der Ertragsseite eine Sonderauskehrung des Landschaftsverbandes Rheinland und eine stichtagsbezogene Wertanpassung der RWE-Aktien in erheblichem Maße zur Verbesserung bei“, so Stadtkämmerer Michael Heck. Auch das nach wie vor niedrige Zinsniveau und das Nachlassen des Asylbewerberstroms wirken sich, so der Kämmerer, positiv auf das Jahresergebnis aus. Eine Umkehrung dieser positiven Effekte sowie eine generelle Eintrübung der guten konjunkturellen Rahmenbedingungen könnten allerdings auch sehr schnell wieder zu finanziellen Engpässen führen. „Daher gilt es nunmehr klug Vorsorge zu treffen“, so Michael Heck weiter.

Die Verwaltung wird nach Feststellung des geprüften Jahresabschlusses 2017 dem Rat vorschlagen, den erzielten Jahresüberschuss der sogenannten Ausgleichsrücklage zuzuführen. Hierdurch wird das wirtschaftliche Handeln der Stadt zur Verstetigung des Haushaltsausgleichs in den Jahresabschlüssen abgesichert.