Soziales Engagement – Stadt unterstützt das Ehrenamt

Auch 2018 stehen 100.000 Euro für Projekte zur Verfügung

Bereits seit 2016 gibt es bei der Stadt Mönchengladbach den Fonds „Zusammenleben und zusammen leben“ in Mönchengladbach. Das Sozialdezernat unterstützt ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Gruppen oder Organisationen mit einer finanziellen Unterstützung für soziale Projekte. Hierfür sind jährlich 100.000 Euro im Haushalt der Stadt eingestellt. „Ich bin froh, dass der Rat der Stadt Mönchengladbach uns die Möglichkeit gibt, mit diesem Fonds kleine Initiativen oder Projektideen relativ schnell und unbürokratisch umzusetzen“, sagt Sozialdezernentin Dörte Schall.  

In der Sitzung des Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren am Donnerstag, 25. Januar, um 17 Uhr im Rathaus Abtei berichtet die Stadtverwaltung über die Erfahrungen aus dem Förderjahr 2017. Von insgesamt 20 Anträgen entsprachen 15 Projekte den Richtlinien und konnten umgesetzt werden. Die Förderung kommt Familien und Kindern, Senioren, Flüchtlingen oder behinderten Menschen zugute. Alle diese Zielgruppen konnten im Jahr 2017 unterstützt werden. 

So verfügt der ADFC mithilfe des Fonds nun über zwei Tandems, um behinderten/blinden Menschen ehrenamtlich geführte Fahrradtouren zu ermöglichen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Inklusion. Viele (Flüchtlings-) Kinder haben die Möglichkeit einer Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung erhalten.  

Dennoch gab es auch Unklarheiten. Einigen Antragsstellern war zum Beispiel nicht klar, dass nur ehrenamtliche Projekte einen Zuschuss erhalten können. Um künftig solchen Unklarheiten vorzubeugen werden der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren und der Jugendhilfeausschuss in ihren nächsten Sitzungen über eine Präzisierung der Richtlinien beraten und entscheiden. 

Auch für das Jahr 2018 sind schon einige Anträge eingegangen und die Antragssteller hoffen auf eine positive Entscheidung durch den Sozialausschuss zum Start ihrer Projekte. Projekte über 3000 Euro werden durch die zuständigen Ausschüsse, Projekte unter 3000 Euro werden durch die Sozialverwaltung entschieden.  

Beigeordnete Schall: „Die Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, sich freiwillig und unentgeltlich in ihrer Freizeit für die Unterstützung von Mitmenschen einzusetzen, kann nicht hoch genug bewertet werden. Daher ist es nur richtig, dass wir mit dem Fonds die Möglichkeit haben, ein solches soziales Engagement zumindest ein wenig zu unterstützen.“ 

Wer Interesse an der Umsetzung eines sozialen Projektes im Rahmen des Ehrenamtes hat, findet alle notwendigen Informationen und Dokumente dazu auf der Seite der Sozialplanung.