Siegerentwurf ist Grundlage zur Weiterentwicklung des Maria Hilf-Geländes

Planungs- und Bauausschuss stimmt für die weitere Qualifizierung der „Maria Hilf-Terrassen“

Mönchengladbachs Mitte bekommt die Maria Hilf-Terrassen. Nach dem Entwurf des Büros Urban Agency (Kopenhagen) soll zukünftig das Areal zwischen Viersener Straße, Aachener Straße, Barbarossa Straße und Staufenstraße zu einem neuen Wohnviertel mit viel Grün entwickelt werden. Der Planungs- und Bauausschuss beschloss in seiner gestrigen Sitzung (30. Januar) mit breiter Mehrheit die weitere Qualifizierung des aus einem Wettbewerb mit einwöchiger städtebaulicher Entwurfswerkstatt hervorgegangenen Siegerentwurfs als Grundlage für den weiteren Planungsprozess für das etwa 4,4 Hektar große Areal, auf dem sich bis Ende 2018 noch die Kliniken Maria Hilf befinden.

Im Wettbewerbsgebiet liegen nicht nur die Kliniken Maria Hilf, sondern auch die auslaufende Katholische Hauptschule Stadtmitte und das Verwaltungsgebäude Oberstadt, das im Zusammenhang mit den neuen Rathausplänen aufgegeben werden soll. Der Siegerentwurf sieht eine verdichtete Stadt mit mehreren nach Süden ausgerichteten Terrassen und Aussichtspunkten im Wechselspiel zwischen Bebauung und Grünbestand vor. Zwei Grüngürtel, die im Bestand bereits vorgegeben sind, flankieren das Gebiet. Die verkehrsberuhigte Aachener Straße erhält eine neue Ausprägung als unmittelbare Verbindung zur Altstadt. Den Übergang schaffen Plätze und Baumzeilen. Serpentinartig angelegte barrierefreie Wege ziehen sich über den Hang quer durch das Areal. Das schwedische Büro sieht Mönchengladbach als "Hügelstadt" und entwirft das Modell eines aus vielen ineinander verzahnten Blöcken, die sich an den Hang schmieden und bis in die Altstadt reichen. Gärten mit Obstbäumen ergänzen die zum Teil öffentlich zugängliche Höfestruktur. Die verkehrsberuhigte Sandradstraße verbindet schließlich das Areal mit dem Alten Markt.

Zum weiteren Zeitplan: Bis Ende 2018 sind die Kliniken Maria Hilf an den Standort Franziskushaus an der Viersener Straße umgezogen, so dass 2019 der Teilabriss der Kliniken erfolgen kann. Parallel erfolgt die Vertiefung des Entwurfs, zugleich startet die Bauleitplanung. Dabei bleibt das denkmalgeschützte Gebäude an der Viersener Straße erhalten. Die Planer haben das Gebäude in ihre städtebaulichen Überlegungen für Wohnzwecke mit einbezogen. 2020 soll dann mit den ersten Neubauten begonnen werden. (pmg/sp)