Rat unterstützt Ausbau zum Hockeyleistungszentrum

Der Rat der Stadt hat sich in seiner letzten Sitzung (2. Oktober) für den Ausbau des Hockeyparks ausgesprochen. Nach einem mit dem Deutschen Hockeybund (DHB) und dem Land NRW abgestimmte Konzept soll ein nationales Trainingszentrum des Deutschen Hockeybundes hier in Mönchengladbach installiert werden.

Das Konzept sieht in einem ersten Bauabschnitt ein Hotel mit 60 Übernachtungszimmern vor. In jedem dieser Zimmer sollen mindestens zwei Betten stehen können. Überdies beinhaltet das Raumkonzept des Hotels im Erdgeschoss Flächen für den Empfangsbereich, das Foyer, einen Speiseraum nebst Küchenbereich, Seminar- und Besprechungsräume sowie die Büroflächen für den Hotelbetreiber. Im Untergeschoss, das einseitig über einen vorgeschalteten Innenhof raumhoch belichtet wird, sind nach Vorgabe des DHB Räumlichkeiten für Fitness- und Krafttraining, ein Gymnastikraum sowie Bereiche für physiotherapeutische Behandlung vorgesehen.

Da der DHB aus organisatorischen Gründen selber nicht in der Lage ist, das Hotel zu bewirtschaften und zu betreiben, erfolgt eine Betreibersuche auf dem Wege einer Ausschreibung. Ziel ist es, das Haus an einen Betreiber aus der Hotellerie zu verpachten. Der DHB erhält ein Erstbelegungsrecht, garantiert dem Pächter seinerseits eine Mindestbelegung pro Jahr. Darüber hinaus hat der Pächter die Möglichkeit, außerhalb der Belegung durch den DHB die Zimmer an Dritte zu vermieten.

Ein zweiter Bauabschnitt sieht den Bau eines neuen (dritten) Hockeyspielfeldes nach Maßgabe der gültigen Richtlinien und Forderungen des Welthockeyverbandes vor, das dann exklusiv und pachtfrei dem Deutschen Hockeybund zur Verfügung gestellt wird. Um eine ganzjährige Nutzung des zusätzlichen Spielfeldes zu ermöglichen, ist die Überdachung und Einhausung mittels einer Freilufthalle vorgesehen. Durch die Neuanlage des Platzes direkt neben dem bisherigen Hockeypark, soll auch eine Verbindung zu dessen Umkleidebereiche, Sanitär- und sonstigen Nebenräume im Untergeschoss möglich sein.

Das Land hat in Aussicht gestellt, die Finanzierung über den Weg einer Landesförderung sicherzustellen, sofern die Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG), die Eigentümer des Hockeyparks ist, als Träger des Projektes einen Eigenanteil von 3 Millionen Euro einbringt. Außerdem soll die EWMG zwei Grundstücke zur Verfügung stellen: eines für das Hotel und eines für das Trainingsgelände. Die EWMG profitiert dabei von den Einnahmen aus der Verpachtung des Hotels. Nach bisherigen Planungen liegen die Gesamtkosten bei und 14,5 Millionen Euro. 10,5 Millionen Euro würden als Landesförderung benötigt.