Rat gibt Startschuss zur Änderung des Landschaftsplans

Der Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach, der im Jahr 1995 aufgestellt wurde, soll aktualisiert werden. Dies hat der Rat der Stadt Mönchengladbach in seiner Sitzung am 16. Mai beschlossen.

In Mönchengladbach gibt es den Landschaftsplan seit Ende 1995, und rechnet man die damalige Planungszeit hinzu, dann hat die Landschaft inzwischen ein Viertel Jahrhundert Entwicklungszeit hinter sich. In diesem Zeitraum hat sich viel getan: An den Ortsrändern sind Wohngebiete hinzugekommen, Gewerbegebiete wie der Regiopark und Erfolgsgeschichten wie der Nordpark wachsen immer noch. Gleichzeitig wurden die im Landschaftsplan vorgegebenen Entwicklungsmaßnahmen über 20 Jahre umgesetzt, wodurch Naturschutzgebiete optimiert, neue Biotope angelegt und die Erholungslandschaft aufgewertet werden konnten.  

Es liegt auf der Hand, dass eine Aktualisierung in Schwerpunkten und herausragenden Landschaftsräumen dringend ansteht. Der planerische Zusammenhalt wird hierzu durch die Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt mit ihrem qualitativen Anspruch definiert. Hierzu beschreibt der Stadtdirektor und Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin die Ziellinie: „Die dort skizzierten Grünachsen werden durch den Landschaftsplan als Entwicklungsziele aufgegriffen und wo nötig durch Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung ergänzt. Das Ergebnis wird in jedem Fall die Erholungsqualität verbessern. Ziel ist ein Netz von Grünverbindungen, das die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt abholt, zum Erleben der Kulturlandschaft einlädt und gleichzeitig dem Schutzbedürfnis besonderer Lebensgemeinschaften Rechnung trägt, so dass diese dauerhaft gesichert sind.“ Wo die Wertigkeit es erfordert, werden Ergänzungen der Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete vorgesehen, in anderen Bereichen können die damaligen Vorstellungen aber nicht umgesetzt werden, sodass diese gestrichen werden müssen. 

Hinzu kommt ein weiterer Anpassungsbedarf, da der Plan unvollständig ist. Der städtische Freiraum ist nach gesetzlicher Vorgabe vollständig in das Plangebiet einzubeziehen. In der alten Fassung fehlen aber einzelne Flächen, in denen stellenweise noch die alten Schutzverordnungen aus der Zeit vor der kommunalen Neuordnung fortgelten. Dieses Defizit wird in der Überarbeitung behoben, indem schutzwürdige Flächen nach eingehender Prüfung in den Landschaftsplan einbezogen werden und die alten Verordnungen dadurch abgelöst werden. 

Den Startschuss zur Aktualisierung hat der Rat in seiner Sitzung am 16. Mai durch einen entsprechenden Beschluss gegeben. Die Aktualisierung des Landschaftsplans wird die Stadt in den nächsten drei Jahren beschäftigen. Neben einer Einbindung der Bürgerschaft ist insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft vorgesehen, da diese von den Änderungen als Erste betroffen sein kann. „Mir ist sehr daran gelegen, die Landwirte, aber auch die ortskundigen Vertreter der Naturschutzverbände, von Anfang an in den Planungsprozess einzubinden und die gute Zusammenarbeit, zum Beispiel mit der Bauernschaft beim Schutz von Kiebitz, Feldlerche und Co., zu verfestigen, um so das Beste für die Landschaft und den Naturschutz zu erreichen“, so der Stadtdirektor und Technische Beigeordnete Dr. Bonin.