Rat beschließt Satzung für neuen Zweckverband

Er vertritt zukünftig die Interessen der vier Tagebauanrainer

Der Rat hat in seiner gestrigen (18. Oktober) Sitzung der Satzung für den geplanten Zweckverband „Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler“, der Ende des Jahres, Anfang 2018 gegründet werden soll, beschlossen. Die Partnerkommunen Erkelenz, Titz und Jüchen haben bereits vor der Sommerpause grünes Licht für den Satzungsentwurf gegeben. Nach der gemeinsamen Willensbekundung zur Zusammenarbeit und der Bildung eines Informellen Planungsverbandes der Tagebaurandgemeinden Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Titz vor drei Jahren steht damit der Gründung eines Zweckverbandes nichts mehr im Wege. Der Satzungsentwurf sieht eine Verbandsumlage für die Mitglieder vor, die nach Einwohnerzahl, Gemeindefläche und Flächeninanspruchnahme durch den Tagebau festgelegt wird. Mönchengladbach übernimmt wie Erkelenz einen Anteil von 38,10 Prozent an der Verbandsumlage. 

Demnach kommen auf Mönchengladbach jährlich anteilige Kosten in Höhe von 150.495 Euro zu, die für die Umsetzung von Planungen entstehen. Jüchen ist mit 19,04 Prozent (75.208 Euro) und Titz mit 4,76 Prozent (18.802 Euro) beteiligt. Nach dem Anteil des Verbandsmitglieds an der Umlage richtet sich auch die Verteilung der Sitze in der Verbandsversammlung. Mönchengladbach und Erkelenz sind mit jeweils 18 Mitgliedern, Jüchen mit zehn Mitgliedern und die Gemeinde Titz mit drei Mitglied vertreten. Zusätzlich gehören den Gremien die Ober- und Bürgermeister an.

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Gründung eines Zweckverbandes, zu dessen Aufgabe auch die Akquise von Fördergeldern gehört, wird der ehemals lockere Zusammenschluss der Tagebaurandgemeinden institutionalisiert. Damit wird auch das aus der Wanloer „Werkstatt“ vom September 2016 in ersten Zügen in Zusammenarbeit mit externen Planungsbüros und intensiver Bürgerbeteiligung entwickelte „Drehbuch“ immer konkretere Gestalt annehmen. Der Zweckverband gibt den vier Tagebauanrainern eine gemeinsame Stimme in Sachen Tagebau und verleiht ihnen mehr Gewicht, den Auswirkungen durch den Tagebau zu begegnen.