Rat beschließt Green City Masterplan Elektromobilität für Mönchengladbach

NEW und Stadt gehen gemeinsam voran: schadstoffarme, klimaschonende und verkehrsreduzierende Mobilität im Blick

Der Rat hat in seiner gestrigen Sitzung (11. Oktober) den von Stadt und NEW AG erarbeiteten Green City Masterplan Elektromobilität für Mönchengladbach beschlossen. Damit setzen Rat und der Konzern Stadt bei der nachhaltigen Mobilität zur Verbesserung der Luftqualität ein deutliches Zeichen.

Der Masterplan hat eine schadstoffarme, klimaschonende und verkehrsreduzierende Mobilität in Mönchengladbach im Blick und unterstützt somit die Ziele der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Die Mittel für die Erarbeitung stammen aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“ der Bundesregierung und werden zu hundert Prozent vom Bund übernommen. „Es ist unser Ziel, die Gesundheit der Bürger zu schützen. Daher müssen die Luftqualität verbessert und ein Dieselfahrverbot vermieden werden. Statt Restriktionen zu verhängen, wollen wir mit Angeboten und einer verbesserten Infrastruktur zum Umdenken motivieren“, betont Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Der stärkeren Nutzung von Bahn, Bus und Rad und der Steigerung des Fußgängerverkehrs komme dabei eine Schlüsselrolle zu.

Durch die Umsetzung der im Masterplan enthaltenen Maßnahmen kann im Konzern Stadt Mobilität nachhaltig gestaltet werden. Die Bandbreite der Maßnahmen reicht dabei

  • vom Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge
  • über die Elektrifizierung des ÖPNV durch die Umstellung der Flotten,
  • den Ausbau der Radinfrastruktur (Pedelecs und E-Bikes)
  • bis zu Sharing und Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel wie etwa Auto, Rad und Lastenrad.

Vier E-Ladesäulen (Gladbacher Straße 21, Glockenstraße 19, Konstantinplatz und am Wickrather Markt) sind jetzt neu in Betrieb genommen worden. Für 12 weitere Standorte in Mönchengladbach liegen bereits die Förderbescheide vor und sind mit der Stadt schon final abgestimmt. Zur Umstellung der Bus-Flotten sollen vier Batterie-Solobusse ab 2019 auf der innerstädtischen Linie 033 eingesetzt werden. Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre könnte bereits ein Viertel aller Busse durch Batteriebusse ersetzt und somit bis zu acht Linien elektrifiziert werden, das wären in der Summe rund 50 Busse. Neben dem CarSharing, das in Mönchengladbach noch in den Anfängen liegt, ist vor kurzem das Fahrradverleihsystem „Santander nextbike“ an den Start gegangen. Ein umweltorientiertes Verkehrsmanagement sowie digitalunterstütztes Informationssystem über eine App ergänzen die Ideen und Maßnahmen im Masterplan. Darüber hinaus bilden die Lieferverkehre in der Stadt und in den Quartieren unter dem Stichwort „Urbane Logistik“ einen weiteren Baustein im Masterplan.

„Die Förderung einer nachhaltigen Mobilität ist erklärtes Ziel der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Durch die damit verbundene Reduzierung der Luftschadstoffe kann, einhergehend mit der damit verbundenen Förderung der Gesundheit, auch die Lebensqualität in der Stadt wesentlich verbessert werden. Der Green City Masterplan stellt einen weiteren wesentlichen Baustein dar“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Bereits in den vergangenen Jahren wurden entsprechende Planungsgrundlagen erstellt. Schon im Klimaschutzkonzept von 2011 wurde die Förderung der nachhaltigen Mobilität aufgegriffen und erste Ansätze erarbeitet. Der Luftreinhalteplan setzt sich mit der Thematik der Luftschadstoffe auseinander und der Nahverkehrsplan wie auch der Masterplan Nahmobilität greifen die Schwerpunkte ÖPNV, Fuß- und Radverkehr auf. Der Green City Masterplan Elektromobilität knüpft daran an und vertieft die Schwerpunkte Elektromobilität und Digitalisierung.