Rahmenplan Hochschulquartier mg+: Zahlreiche Ideen bei der ersten „Arena“

Bürgerbeteiligung bis Ende März online unter www.stadtmg.de/HSQ möglich

 

 

Die Bürgerbeteiligung zum Rahmenplan Hochschulquartier mg+ ist gestartet. Bei der ersten öffentlichen Diskussionsplattform "Arena" auf dem Campus der Hochschule nutzten viele Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer sowie Studierende die Möglichkeit, Ideen und Anregungen einzubringen. In der "Arena" ging es für die Stadtplaner darum, Möglichkeiten zu erkennen und Begabungen zu finden: Was zeichnet das Hochschulquartier mg+ aus? Welche Chancen ergeben sich aus baulichen Maßnahmen? Wie kann die Hochschule sichtbarer werden? "Wir gehen ergebnisoffen in diesen Prozess", betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bei der Auftaktveranstaltung. Auch Hochschul-Präsident Hans Hennig von Grünberg sieht weiteres Potenzial, die Hochschule im Stadtgebiet noch sichtbarer zu machen.

Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 62 Hektar. Die Hauptverkehrsachsen Rheydter Straße und Theodor-Heuss-Straße bzw. Gartenstraße sowie eine Bahntrasse führen durch das Gebiet. Auch die angrenzenden Bereiche rund um die Kirche St. Josef, das Monforts Quartier und das Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums werden im Rahmenplan betrachtet. Um Wünsche, Ideen und Anregungen besser verorten zu können, wurde bei der ersten Arena auf dem Boden ein Luftbild ausgebreitet. Die Zahl der aufgestellten Fähnchen zeigt: Besonders im zentralen Hochschulbereich gibt es eine Fülle an Ideen und Anregungen. Auch der Übergang über die stark frequentierte Theodor-Heuss-Straße auf die Seite des Polizeipräsidiums wird zum "Hot Spot" der Ideen.

Der Durchgangsverkehr an der Brucknerallee bzw. Richard-Wagner-Straße wird von vielen Anwohnern als störend empfunden. Angeregt wurde ein Anwohnerparken, eventuell mit einer Unterbrechung der Straßenführung für Durchgangsverkehre. Die schwierige Parksituation war ein weiteres Schwerpunktthema. Ein vielfach geäußerter Wunsch ist die Schaffung einer Platzsituation im Kreuzungsbereich Webschulstraße / Richard-Wagner-Straße. Bemängelt wurden zudem ein fehlendes studentisches Leben und - vielleicht bedingt dadurch - fehlende Gastronomieangebote auf dem Campus. Eine kreative Idee kam ebenfalls aus der Anwohnerschaft: Warum nicht die vorhandene und brach liegende Gütertrasse für den Bahnverkehr in einen Fahrradweg umwandeln? Groß ist der Wunsch nach einem S-Bahnanschluss auf der Bahntrasse im Westen des Plangebietes. Eine Teilnehmerin berichtete, dass der Bahnanschluss schon in den 70er Jahren ein Thema war.

Der Rahmenplan Hochschulquartier mg+ sieht Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur künftigen Entwicklung des Quartiers vor. "Wir sehen in diesem Quartier riesige Chancen für die Stadt Mönchengladbach, sich im Bereich der Wissenschaft und Bildung, auch in der bundesweiten Hochschullandschaft, deutlich besser zu positionieren und langfristig hochqualifizierte Arbeitsplatzangebote, zum Beispiel in der Forschung und Entwicklung anzusiedeln", so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Die Ideen und Anregungen zur zukünftigen Quartiersentwicklung werden bis zum 31. März gesammelt und im Nachgang ausgewertet. Eine Online-Beteiligung ist auf der Website unter www.stadtmg.de/HSQ möglich. Ansprechpartnerin für eine schriftliche Beteiligung ist Ina Fischer, Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, Abteilung Bauleitplanung und Stadtgestaltung.

Mail: bebauungsplanung@moenchengladbach.de , Postanschrift: Rathaus Rheydt, 41050 Mönchengladbach.

Voraussichtlich Anfang Juli 2019 wird eine zweite "Öffentliche Arena" in der Phase der Konzeptentwicklung stattfinden. Der fertige Rahmenplan soll der Öffentlichkeit im Rahmen der dritten "Öffentlichen Arena", voraussichtlich Ende 2019 bzw. Anfang 2020, präsentiert werden.

Hintergrund:

Der Planungs- und Bauausschuss hat die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein Maßnahmen zur Verbesserung der Wahrnehmung und Integration des Hochschulstandortes zu definieren. In der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt wird die Hochschule als eine von drei städtebaulich-freiraumplanerischen Entwicklungsachsen definiert. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule wurde in einem "Letter of Intent" vereinbart, der im Dezember 2017 geschlossen wurde. Die Stadtverwaltung erarbeitet den Rahmenplan gemeinsam mit dem externen Büro scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh aus Dortmund. Beteiligt sind auch das Büro scape Landschaftsarchitekten GmbH, die tetraeder.com gmbh und für das Thema Mobilität das Ingenieurbüro Runge IVP.