Rahmenplan Hochschulquartier mg+: Erarbeitung startet mit „Öffentlicher Arena“

Bürgerbeteiligung beginnt am 14. Februar mit der ersten Diskussionsveranstaltung

Am Donnerstag, 14. Februar, startet auf dem Campus der Hochschule Niederrhein, Richard-Wagner-Straße 97, Gebäude Z, Raum E34, mit der sogenannten "Öffentlichen Arena" die Bürgerbeteiligung zur Erarbeitung des "Rahmenplans Hochschulquartier mg+", der Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur künftigen Entwicklung des Quartiers vorsieht. Die "Arena" soll die zentrale Diskussionsplattform für den öffentlichen Dialog sein. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger haben ab 18 Uhr die Möglichkeit, gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung zu diskutieren und eigene Vorstellungen einzubringen.

Das Hochschulquartier ist ein Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten, gleichzeitig aber auch eine markante Schnittstelle zwischen den Stadtzentren Gladbach und Rheydt. Der Rahmenplan Hochschulquartier mg+ soll daher Handlungsempfehlungen und Maßnahmen aufzeigen, wie die Hochschule Niederrhein in das urbane Umfeld des Quartiers integriert und somit besser wahrgenommen werden kann. Ein breit angelegter Beteiligungsprozess mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere Studierende und Anwohner, ist dabei ein wichtiger Baustein bei der Erarbeitung dieses Rahmenplans. Darüber hinaus findet ein intensiver Dialog mit Schlüsselpersonen der Bildungsinstitutionen, wie Hochschule und Textilakademie, der Studentenschaft oder dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb, statt. "Die Hochschule ist ein Zentrum der Lehre, der Wirtschaft und des städtischen Lebens. Mit dem neuen Multifunktionsgebäude, dem Blauhaus und der kürzlich eröffneten Textilakademie hat die Hochschule in den vergangenen Jahren weiter an Attraktivität gewonnen. Die Erarbeitung eines Rahmenplans ist der nächste logische Schritt", so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Der Stadtdirektor und Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin ergänzt: "Der Rahmenplan Hochschulquartier mg+ zwischen den beiden Zentren in Gladbach und Rheydt ist als Impulsprojekt, neben den großen innerstädtischen Projekten, ein weiterer wesentlicher Bestandteil unserer Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Wir sehen in diesem Quartier riesige Chancen für die Stadt Mönchengladbach, sich im Bereich der Wissenschaft und Bildung, auch in der bundesweiten Hochschullandschaft, deutlich besser zu positionieren und langfristig hochqualifizierte Arbeitsplatzangebote, zum Beispiel in der Forschung und Entwicklung anzusiedeln."

Das Plangebiet selbst umfasst eine Fläche von ca. 62 Hektar. Die Hauptverkehrsachsen Rheydter Straße und Theodor-Heuss-Straße bzw. Gartenstraße sowie eine Bahntrasse führen durch das Gebiet. Auch die angrenzenden Bereiche rund um die Kirche St. Josef, das Monforts Quartier und das Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums werden im Rahmenplan betrachtet. "Mit diesen Bereichen haben wir die große Möglichkeit, im Hochschulquartier ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld zu schaffen und gleichzeitig den Standort für Wissenschaft und Forschung zu stärken", so Bonin. "Ich ermutige alle Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv in die Gestaltung des Quartiers einzubringen und hoffe auf eine rege Teilnahme bei den Arenen."

Ideen und Anregungen zur zukünftigen Quartiersentwicklung, insbesondere zu den Themen Stadtgestaltung/Freiraum, Mobilität und Bildung(s)landschaft, sollen im Rahmen der "Arena" gesammelt und im Nachgang ausgewertet werden. Eine Online-Beteiligung ist ab dem 15. Februar auf der Website unter stadtmg.de/HSQ möglich. Ansprechpartnerin für eine schriftliche Beteiligung ist Ina Fischer, Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, Abteilung Bauleitplanung und Stadtgestaltung. Mail: bebauungsplanung@moenchengladbach.de, Postanschrift: Rathaus Rheydt, 41050 Mönchengladbach. Ideen und Anregungen werden bis zum 31. März 2019 gesammelt. Voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli 2019 wird eine zweite "Öffentliche Arena" in der Phase der Konzeptentwicklung stattfinden. Der fertige Rahmenplan soll der Öffentlichkeit im Rahmen der dritten "Öffentlichen Arena", voraussichtlich Ende 2019 bzw. Anfang 2020, präsentiert werden.

Hintergrund:

Aus städtebaulicher Sicht schöpft die Hochschule ihr Potenzial noch nicht aus. Die öffentliche Wahrnehmung wird durch ein fehlendes einheitliches Erscheinungsbild erschwert. Ein klassischer Campus mit studentischem Flair fehlt. Es mangelt in den Freiräumen an Aufenthaltsqualität. Weitere Optimierungsmöglichkeiten gibt es zudem im Bereich Mobilität. Und auch Bildungsaspekte wie z. B. ergänzende hochschulaffine Nutzungen oder Kooperationen mit lokalen Bildungseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle. Der Planungs- und Bauausschuss hat die Verwaltung daher beauftragt, gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein Maßnahmen zur Verbesserung der Wahrnehmung und Integration des Hochschulstandortes zu definieren. Bereits im Masterplan MG 3.0 wurde die Bedeutung der Hochschulachse hervorgehoben. In der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt wird die Hochschule als eine von drei städtebaulich-freiraumplanerischen Entwicklungsachsen definiert. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule wurde in einem "Letter of Intent" vereinbart, der im Dezember 2017 geschlossen wurde. Die Stadtverwaltung erarbeitet den Rahmenplan gemeinsam mit dem externen Büro scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh aus Dortmund. Beteiligt sind auch das Büro scape Landschaftsarchitekten GmbH, die tetraeder.com gmbh und für das Thema Mobilität das Ingenieurbüro Runge IVP.