Publikumszugewandt, dynamisch, farbenfroh

Die Konzertsaison 2019/20 der Niederrheinischen Sinfoniker.

Farbenfroh, modern und mit vielen Bildern aus dem Fotoalbum des Orchesters - so präsentiert sich das Vorschauheft für die Konzertsaison 2019/20 der Niederrheinischen Sinfoniker, das heute druckfrisch erschienen ist. In den vergangenen Monaten haben die Niederrheinischen Sinfoniker und Generalmusikdirektor (GMD) Mihkel Kütson mit großer Entdeckerfreude neue Wege beschritten, um die Menschen in Mönchengladbach und Krefeld zu überraschen und durch ungewohnte Spielorte auf sich aufmerksam zu machen: Sie haben zur Kneipentour geladen, einen Flashmob im Supermarkt veranstaltet, gemeinsam mit über 400 Mönchengladbachern für den Gewinn der Stadtwette auf der Eisfläche auf dem Alten Markt musiziert und auf vielfachen Wunsch endlich ein Konzert ausschließlich aus Filmmusiken gespielt. Dieser neue Schwung, die Freude am direkten Austausch mit den Zuhörern, die Emotionen beim Musizieren und die große Offenheit für ungewohnte Projekte schlagen sich in der dynamischen und farbenfrohen neuen Gestaltung des Konzertjahresheftes nieder, das neugierig macht, was die Musiker als nächstes planen.

Neben dem klassisch-romantischen Repertoire und der klassischen Moderne erstreckt sich die stilistische Bandbreite der Konzerte der kommenden Saison vom Galaprogramm beim Klassik Open Air auf Schloss Rheydt über ein weiteres Filmmusikkonzert "Helden der Leinwand" und eine zweite musikalische Kneipentour bis zu Sinfonischem Gospel. "Wir möchten für jeden Geschmack unserer Zuhörer etwas Passendes anbieten.", betont Kütson. Er schätzt am Konzertbesuch neben dem Liveerlebnis besonders den zwischenmenschlichen Aspekt: "Man hört Musik nicht alleine, sondern mit anderen Menschen, die physisch anwesend sind, die dasselbe erleben, mit denen man sich über das Gehörte austauschen kann."

Für das "Kerngeschäft" der Sinfoniker, die sieben Sinfoniekonzertprogramme, hat Kütson abermals eine Mischung aus populären Werken und weniger bekannten Kompositionen zusammengestellt. So erklingen im 1. Sinfoniekonzert das Klavierkonzert von Robert Schumann und die erste Sinfonie von Johannes Brahms, im 3. Sinfoniekonzert ist die Sinfonie "Mit dem Hornsignal" von Joseph Haydn zu hören, im 6. Sinfoniekonzert das erste Cellokonzert von Camille Saint-Saens. Als Neuentdeckungen für das Publikum hat Kütson unter anderem eine "Suite für Kammerorchester" von Erwin Schulhoff ausgesucht, zu hören im 2. Sinfoniekonzert, und die "London Symphony" von Ralph Vaughan Williams, ein klingendes Abbild der britischen Hauptstadt, das im 7. Sinfoniekonzert erklingt. Erneut ist es Kütson gelungen, international renommierte Solistinnen und Solisten für die Sinfoniekonzerte zu engagieren, darunter die Pianistin Sophie Pacini und die Cellistin Emmanuelle Bertrand. Besonders freut sich Kütson, dass im 2. Sinfoniekonzert der Erste Konzertmeister der Niederrheinischen Sinfoniker, Philipp Wenger, sich dem Publikum nach vier Jahren wieder als Solist präsentiert. Mit dem Violinkonzert Nr. 1 von Sergej Prokofjew hat Wenger sich für diesen Auftritt das, wie er sagt, Lieblingsstück seiner Jugend ausgesucht. Als besonderes Soloinstrument ist im 3. Sinfoniekonzert die Mandoline zu hören, gespielt von Jacob Reuven, einem der führenden Mandolinisten weltweit. Er bringt das Mandolinenkonzert von Avner Dorman zu Gehör, das als das Mandolinenkonzert schlechthin gilt. Gekonnt verbindet Dorman darin fernöstliche Klänge mit Jazz, Blues und barocker Stilistik. Gebürtiger Krefelder ist Jan Schulte-Bunert. Als Mitglied des Saxophonquartetts clair-obscur ist er inzwischen auf den wichtigsten Bühnen zu Gast. Umso mehr freut er sich, gemeinsam mit seinen Quartettkollegen im 4. Sinfoniekonzert in seiner Heimatstadt aufzutreten. Im Gepäck haben die vier Saxophonisten/innen dann das Saxophonkonzert "The Rhythm of the Americas" von Bob Mintzer, das die verschiedenen Einflüsse verklanglicht, die auf die amerikanische Musik eingewirkt haben: von englischer Tanzmusik bis zu karibischer Folklore. Dirigieren wird dieses Konzert Diego Martin-Etxebarria, der erste Kapellmeister des Theaters Krefeld Mönchengladbach. Neben ihm darf sich das Sinfoniekonzertpublikum auf zwei weitere interessante Gäste freuen: Das 1. Sinfoniekonzert dirigiert Stefanos Tsialis, Chefdirigent des Athener Staatsorchesters, das 3. Sinfoniekonzert leitet Pavel Baleff, Chefdirigent in Baden-Baden und regelmäßiger Gast an der Wiener Staatsoper.

Die Kammerkonzertreihe wartet mit sechs abwechslungsreichen Programmen auf. "100 Jahre Wien" sind ebenso enthalten wie ein Konzert namens "Kontraste", das Barock und Moderne kombiniert. Unter dem Motto "Gehört - Unerhört" stellt sich der stellvertretende Solobratscher der Sinfoniker, Holger Hockemeyer, als Komponist vor. In den Kinderkonzerten untersucht Kobold Kiko den Zusammenhang von Musik und Technik, macht sich auf zu einer großen Schiffsreise und lernt den Komponisten Joseph Haydn kennen.

Für Schüler gibt es erneut zwei eigens auf sie zugeschnittene Konzerte. Außerdem stellt ein Kammerensemble rund um Kontrabassist und Arrangeur Georg Ruppert in Schulklassen die Sinfonie Nr. 5 von Antonin Dvorak vor.

Nähere Informationen über die Konzertspielzeit 2019/2020 erhalten Sie bei:

Eva Ziegelhöfer, Konzertdramaturgin, -pädagogin sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Konzertwesen,

Tel.: 02166/6151-118,

Mail: eva.ziegelhoefer@theater-kr-mg.de 

Das Konzertjahresheft 19/20 liegt an den Theaterkassen aus sowie in Kürze auch an den bekannten Auslagestellen. Zudem steht es unter www.theater-kr-mg.de/neuespielzeit  und www.facebook.com/NiederrheinischeSinfoniker/  zum Download bereit.