Projekt HOME-PLUS um zwei Schuljahre verlängert

Rat ermöglicht Fortsetzung der Bildungsförderung an Grundschulen bis Mitte 2020

Das bis Ende Juli befristete Projekt „HOME-PLUS – Bildungsförderung an Grundschulen“ soll um zwei weitere Schuljahre bis Ende Juli 2020 fortgesetzt werden. Das geht auf einen Beschluss des Rates in seiner gestrigen (21. März) Sitzung zurück. Die Wübben-Stiftung, die sich seit 2015 mit einem jährlichen Beitrag in Höhe von 152.800 Euro bei einem städtischen Anteil von 43.200 Euro an dem erfolgreichen Projekt beteiligt, hatte die Förderung für zwei weitere Jahre zugesagt. Das Projekt „HOME PLUS“, das sich für herkunftsunabhängige Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen einsetzt und als präventives Angebot auf die kommunale Schulsozialarbeit aufbaut, wurde 2015 für die Dauer von drei Jahren eingerichtet. Vier sozialpädagogische Fachkräfte arbeiten in den Gemeinschaftsgrundschulen Eicken, Mülfort-Dohr, Waisenhausstraße und der Katholischen Grundschule Untereicken.

Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ihren Potentialen entsprechend zu fördern und ihnen einen bruchlosen Übergang von der Grund- auf die weiterführende Schule zu ermöglichen. Dazu arbeiten die Fachkräfte daran, Eltern in ihrer Rolle als Bildungsbegleiter zu unterstützten und zu stärken und verschiedene Institutionen im Sozialraum miteinander zu vernetzen.

Dabei bewirbt HOME PLUS besondere Angebote wie den Sommerleseclub der Stadtbibliothek, bietet aber auch selbst Gruppenangebote für Eltern an, bei denen z.B. altersgemäßer Medienkonsum oder Freizeitverhalten Thema sind. Tage der offenen Tür von weiterführenden Schulen werden gemeinsam mit Eltern und Kindern besucht und bei Bedarf in der Grundschule nachbesprochen. „Das fortlaufend evaluierte Projekt erfreut sich großer Beliebtheit bei Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, was sich auch auf Eltern mit Defiziten in der deutschen Sprache bezieht“, freut sich Sozialdezernentin Dörte Schall. „Die Angebote zu den Menschen bringen und die Eltern und Kinder stärken. Das sind die zwei Hauptsäulen des sogenannten aufsuchenden Ansatzes. Das HOME-Projekt in Mönchengladbach verknüpft diese beiden Ebenen, denn die Sozialarbeiterinnen im Projekt bringen die Hilfe zu den Familien. Ich bin stolz darauf, dass wir mit unserem Präventionsansatz in Mönchengladbach auch über die Landesgrenzen hinweg Aufmerksamkeit erregen. Die HOME und HOME-Plus Mitarbeiterinnen und das Netzwerk der Institutionen, das sie aufgebaut haben, führen täglich den Nachweis, dass vorbeugende Hilfe wirkt“, so Dörte Schall weiter.

In Kitas, Familienzentren und Grundschulen bieten sozialpädagogische Fachkräfte als HOME-Partnerinnen den Eltern ihre Beratung an, kommen mit Familien ins Gespräch und suchen mit ihnen nach passgenauen Unterstützungsangeboten. Ziel ist es dabei, die Erziehungskompetenzen der Eltern zu fördern und darüber die Kinder zu stärken. (pmg/sp)