Planungsprozess zur Zukunft des Maria Hilf-Geländes angelaufen

Gelungener Auftakt Entwurfswerkstatt #MariaHilf_NeuesWohnen: eine Woche lang schmieden Stadt, Bürger und Experten Ideen für ein großes Areal mitten in der Mönchengladbacher Innenstadt

„Uns ist es sehr wichtig, dass es in diesem Planungsprozess keine Denkverbote geben soll. Die einzige Vorgabe liegt auf dem Schwerpunkt Wohnen. Mit dieser Entwurfswerkstatt haben wir ein besonderes Format entwickelt, indem Bürger gemeinsam mit Städteplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten Ideen für das wichtige innerstädtische Areal entwickeln. Auf die Ergebnisse bin ich schon jetzt sehr gespannt“, freute sich Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bei der Auftaktveranstaltung im voll besetzten Haus Zoar. Eine Woche lang wird das Haus Zoar am Kapuzinerplatz zur Ideenschmiede für die zukünftige Gestaltung jenes Geländes, das sich über die Kliniken Maria-Hilf, die Ende 2018 die Gebäude an der Viersener Straße räumen und an den Standort Franziskushaus ziehen, das Grundstück der auslaufenden Katholischen Hauptschule an der Aachener Straße und das Dreieck zwischen Aachener Straße und Viersener Straße erstreckt, auf dem sich das Verwaltungsgebäude Oberstadt befindet.  

Insgesamt fünf internationale Büros, die unter anderem aus Berlin, Hamburg, Delft, Kopenhagen und Wien kommen und weltweite Referenzprojekte vorzuweisen haben, hat die Stadt für die einwöchige Entwurfswerkstatt gewinnen können. Die Woche über bleiben sie in Mönchengladbach, um die Situation vor Ort zu analysieren und erste Entwürfe zu schaffen. Eine erste Begehung des Geländes machten die fünf Teams am Samstag gemeinsam mit Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität,Umwelt und Mitarbeitern des Fachbereichs Stadtentwicklung und Planung. Für das offene Planverfahren erntete die Stadt bei der Auftaktveranstaltung sowohl von den Expertenteams als auch aus dem interessierten Publikum großen Zuspruch. „Wir gehen mit diesem Format der Bürgerbeteiligung einen neuen Weg, schließlich wollen wir erfahren, wie Bürger im direkten Dialog mit den Fachleuten ihre Stadt von morgen sehen. Wir haben die große Chance, die Innenstadt attraktiver und lebendiger zu gestalten“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners mit Blick auf die Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt.  

Herausforderungen für die Experten bietet das Areal genug: Dafür sorgen nicht nur die besondere Topografie des Geländes mit den Höhenunterschieden vom Gelände Maria Hilf zur Aachener Straße, sondern auch der unterirdische Bunker am Maria Hilf, der in die Planungen mit einbezogen werden soll. Auch die Fragen, wie sich der Übergang zum Alten Markt und zur Altstadt gestalten könnte und wie das Plangebiet an die Hermann-Piecq-Anlage und den Bunten Garten anschließt, stehen im Raum. Und die wertvollen Baumbestände auf dem Gelände sind ebenfalls zu integrieren.  

Erste Ideen und Strukturkonzepte werden bereits morgen, Dienstag, beim 2. Forum „Ideen“, um 18 Uhr im Haus Zoar zu sehen sein. „Ich bin gespannt auf die ersten Ideen und Vorschläge, die die Teams erarbeitet haben und hoffe, dass auch wieder viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt teilnehmen und rege mitdiskutieren“, freut sich Dr. Gregor Bonin, Technischer Beigeordneter der Stadt Mönchengladbach, auf einen interessanten Abend. Schon das Forum 1 „Impulse“ am vergangenen Freitag sowie der erste Tag des „Offenen Hauses“ am Samstag waren sehr gut besucht. „Wir konnten viele interessante Gesprächen führen“, ist das Resümee der Planungsteams für die ersten Tage. In der anschließenden Diskussion können Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zu den vorgestellten Beiträgen und Hinweise zur weiteren Ausarbeitung für die letzte Bearbeitungsphase äußern. Die finalen Lösungsvorschläge der Teams werden im 3. Forum „Identität“ am 30.11. um 18 Uhr im Haus Zoar vorgestellt. 

An den Tagen der offenen Tür , Montag 27. November,  17 bis 19 Uhr und Dienstag, 28. November,  10 bis 12 Uhr besteht weiterhin die Möglichkeit, mit den Planungsteams ins Gespräch zu kommen und Anregungen und Ideen mitzuteilen.

Auf der eingerichteten Instagram-Seite unter mariahilf.neueswohnen werden Impressionen der gesamten Werkstattwoche geteilt. Weitere Informationen sind unter www.stadtmg.de/mariahilf zu finden.