Orpheus ist zurück!

Die beliebte Operette ,,Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach wird ab dem 11. Oktober wieder im Theater Mönchengladbach gespielt.

Orpheus und Eurydike sind einander überdrüssig und wollen sich trennen. Eurydike hat ein Verhältnis mit Pluto und Orpheus umschwärmt seine Schülerin Marquilla. Aber die Öffentliche Meinung verhindert die Trennung. Als Eurydike von der Schlange gebissen wird und stirbt, entführt Pluto sie in die Unterwelt. Orpheus, sehr zufrieden mit dieser Fügung, wird jedoch von der Öffentlichen Meinung genötigt, seine Gattin von Göttervater Jupiter zurückzufordern.

In seiner ersten abendfüllenden Operette "Orpheus in der Unterwelt" - uraufgeführt 1858 in Paris -ist Jacques Offenbach nichts heilig: Die hehr erhabenen Götterfiguren der Antike werden von ihrem Sockel gestoßen und in ihren allzu menschlichen Schwächen gezeigt. Musikalisch parodiert der "Mozart der Champs-Élysées", wie Offenbach in Paris genannt wurde, ohne jeden Respekt und mit viel Können das hohle Opernpathos seiner Zeit.

Regisseur Hinrich Horstkotte verknüpft das Jacques Offenbach-Jubiläumsjahr (2019 jährt sich dessen Geburtstag zum 200. Mal) mit einem weiteren Jubiläum: 30 Jahre Mauerfall. Er verlegt die Handlung auf das Ende des DDR-Regimes. In seiner Konzeption tritt das oberste Götterehepaar Jupiter und Juno als Erich und Margot Honecker in Erscheinung, während die Öffentliche Meinung frappierende Ähnlichkeiten mit Angela Merkel aufweist... Das Spannungsverhältnis zwischen Olymp (DDR) und Unterwelt(BRD) bietet die Vorlage für eine ebenso humorvolle wie vergnügliche "Geschichtsstunde".

Wer ,,Orpheus in der Unterwelt" in der letzten Spielzeit verpasst hat, hat nun bei sechs weiteren Aufführungen im Theater Mönchengladbach die Gelegenheit dazu, die beliebte Operette zu erleben.

Karten ab 22 Euro sind erhältlich unter 02166/6151-100 oder auf www.theater-kr-mg.de.