OB Reiners im chinesischen Suqian: „Nähe ist keine Frage der Entfernung“

Seit Anfang der Woche ist Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners unter anderem mit Vertretern der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH und von Borussia Mönchengladbach in China, um die Beziehungen zur nordrhein-westfälischen Partnerprovinz Jiangsu und insbesondere der 5-Millionen-Einwohner-Stadt Suqian zu vertiefen. Im Jahr 2016 hatten die Städte vereinbart, in den Bereichen Wirtschaft, Sport, Bildung, Kultur und Verwaltung zukünftig eng zu kooperieren. Seitdem hat es bereits mehrere Besuche in China und Deutschland gegeben.

Nach dem gestrigen Besuch der Textilmaschinenmesse ITMA in Shanghai, auf der gleich mehrere Unternehmen aus Mönchengladbach ausstellen, standen heute Firmenbesichtigungen, ein Empfang bei Reiners Amtskollegen, dem Oberbürgermeister von Suqian, Hao Wang, und der Besuch der Schulen und Sportschulen, mit denen Borussia Mönchengladbach zusammenarbeitet, auf dem Programm.

Für die Gäste aus Mönchengladbach wie ihre chinesischen Gastgeber wurde dabei deutlich, dass sich die Partnerschaft zwischen den Städten immer weiter mit Leben füllt. Dies betonte Hans Wilhelm Reiners auch in seiner Rede beim Empfang von Oberbürgermeister Wang:

"Mit dem Engagement unseres internationalen Aushängeschildes Borussia Mönchengladbach in Suqian haben wir ein neues Kapitel der Beziehungen zwischen den Städten aufgeschlagen. Allen Beteiligten hier in Suqian und von Borussia wünsche ich viel Erfolg für die nächsten Schritte - verbunden mit einem großen Dank für den Einsatz in der Sache. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Austausch zwischen Mönchengladbach und Suqian auf allen Ebenen weiter voranschreitet."

Die nächsten Schritte zu diesem Ziel sind gemacht. So waren im Rahmen des Fach- und Führungskräfteaustausches zwischen Jiangsu und NRW gleich drei Kollegen aus Suqian in Mönchengladbach zu Gast. Und auch eine Partnerschaft zwischen Schulen ist inzwischen angebahnt und fest vereinbart. Bereits im nächsten Jahr sollen sich Schüler und Lehrer aus beiden Städten besuchen und kennenlernen.

Reiners: "Freuen würde ich mich, wenn wir im Bereich Wirtschaft weiter kooperieren könnten. Dies betrifft zum einen Unternehmen aus unserer Region, die in China und speziell in der Provinz Jiangsu und Suqian weiter Fuß fassen möchten, zum anderen aber auch Unternehmen aus China, die in Deutschland Aktivitäten starten wollen."

OB Reiners weiter: "In einer Welt, in der leider in diesen Zeiten wieder nationale und falsche Egoismen erwachsen, wird langfristig die globale Zusammenarbeit immer wichtiger werden. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Mögen auch 8.000 Kilometer Luftlinie zwischen unseren Städten liegen: Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Nähe keine Frage von Entfernungen ist."