"ADFC-Fahrradklimatest ist ein Ansporn"

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatests zeigen leider, dass sich das Fahrradklima in Mönchengladbach - zumindest in der Bewertung der 610 Teilnehmer an dieser Befragung - nicht verbessert hat. „Die Zufriedenheit der Radfahrerinnen und Radfahrer ist uns wichtig.

Die Stadt hat das Thema Nahmobilität mit der Verabschiedung des Mobilitätsplanes als wichtigen Baustein der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt verankert. Wir zeigen mit vielen Projekten, dass wir das Thema ganz oben auf der Agenda haben. Es ist auch verständlich, dass unsere Anstrengungen im Ranking des Fahrradklimatests noch nicht zu einer deutlich besseren Positionierung führen konnten“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. In den vier Bewertungspunkten seien Abstellanlagen, die Öffnung von Einbahnstraßen und die Wegweisung für Radfahrer und öffentliche Leihfahrräder aber durchaus positiv anerkannt worden. „Wir sehen das Ergebnis des Fahrradklimatests als Ansporn, unsere Anstrengungen in puncto fahrradfreundliche Stadt weiter zu verstärken. Damit setzen wir die von der Politik beschlossenen Ziele in den kommenden Jahren konsequent um“, so Dr. Bonin weiter.

Mobilitätsbeauftragter Carsten Knoch ergänzt: „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und denken das Thema Radverkehrsförderung überall mit. Wir haben fast alle Bahnhöfe im Stadtgebiet mit modernen und komfortablen Radabstellmöglichkeiten ausgestattet. Bei jeder Fahrbahnerneuerung prüfen wir beispielsweise, ob im Rahmen der regelkonformen Wiederherstellung Verbesserungen durch Markierungen von Radfahrstreifen möglich sind.“ Auch bei Aktionen wie dem STADTRADELN, bei dem vom 4. bis 24. Mai Kilometer für den Klimaschutz erfahren werden, mache die Stadt mit. „Einfach ausprobieren und das Auto stehen lassen – jeder gefahrene Kilometer zählt!“, so Knochs Appell. Eine weitere Aktion ist der Mobilitätstag am 22. September, der im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (15. bis 22. September) stattfinden wird.

Im Bereich Infrastruktur hat die Stadt kleine und große Projekte im Blick. Dazu zählen die Öffnung weiterer Einbahnstraßen und die Markierung sowie der Bau von Radverkehrsanlagen im Rahmen von Ausbau- und Sanierungsprogrammen, zum Beispiel an der Burggrafenstraße und der Gracht, der  Friedensstraße (Markierung von Schutzstreifen für den Radverkehr) und der Fertigstellung der Maßnahme Limitenstraße (Markierung von Radfahrstreifen). Große Maßnahmen sind geplant wie die Fuß- und Radfahrbrücke Bettrather Straße, die Radvorrangroute zwischen Nordpark und Rheindahlen sowie der Radschnellweg in Richtung Krefeld über Willich. Weiterhin bringt sich die Stadt in einen regionalen Planungsprozess zur Entwicklung eines regionalen Radverkehrsnetzes im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlerevier ein.

Die Aufstellung von Radabstellbügeln wird in den kommenden Wochen intensiviert: Etwa weitere 50 Fahrradbügel werden gemäß dem schon 2017 beschlossenen Masterplan Nahmobilität im Bereich der Gladbacher Innenstadt aufgestellt, 15 neue Fahrradbügel stehen schon seit kurzem an der Wallstraße. Im Bereich Service hat die Stadt mit der Einführung des Fahrradverleihsystems Santander Nextbike und der Aufstellung von 50 Fahrradboxen der Marke „DeinRadschloss“, unterstützt durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und mit Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative im Jahr 2018, bereits einen Quantensprung gemacht. Mit zwei Radstationen ist die Stadt Mönchengladbach in diesem Bereich aber auch bereits sehr gut aufgestellt.