Neue OGATA-Gruppen in den Beratungen der Ausschüsse

Die Einrichtung von weiteren 150 Betreuungsplätzen wird derzeit in Ausschüssen beraten. Ein weiterer Schritt um einem steigenden Bedarf zu begegnen.

Im aktuellen Ratszug beschäftigen sich derzeit Schul- und Bildungsausschuss sowie Bau- und Planungsausschuss mit der Einrichtung von sechs neuen Gruppen für die Betreuung im Offenen Ganztag (OGATA). Bis zum Beginn des Schuljahres 2019 sollen sie fertig sein.  

Dabei soll jeweils eine Gruppe an der Katholischen Grundschule Venn (Hauptstandort) und an der Evangelischen Grundschule Pahlkestraße eingerichtet werden. Außerdem sieht die Verwaltung vor, die Katholische Grundschule Nordstraße und die Gemeinschaftsgrundschule Astrid-Lindgren in Offene Ganztagsschulen umzugestalten. Dazu würden jeweils zwei Gruppen mit je 25 Plätzen eingerichtet.

Die Gesamtkosten aller Baumaßnahmen würden bei über 3,8 Millionen Euro liegen. Die neuen Gebäude würden dann jeweils zwei Gruppenräume, eine Küche und einen Nebenraum beinhalten. Eine Finanzierung kann über Finanzmittel aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ erfolgen.

Die Maßnahmen gehören zum Rahmenplan „Offener Ganztag und schulische Betreuung“. Dieser zeigt bereits verschiedene Maßnahmen auf, die an verschiedenen Standorten umgesetzt werden sollen. Eine Analyse innerhalb des Rahmenplans hat dabei ergeben, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen zunimmt. Betreuungsplätze stellen dabei unter anderem eine Erleichterung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dar. Allerdings bildet die Grundlage der Analyse lediglich eine Abfrage bei den Eltern, ob es generell ein Interesse an einer Ganztagsbetreuung gäbe. Diese Interessensbekundungen fallen dabei erfahrungsgemäß deutlich höher aus als eine tatsächliche Nachfrage. Konkrete Anmeldezahlen liegen aber derzeit noch nicht vor, sagt Schuldezernent Dr. Gert Fischer: „Die Tendenz, dass der Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten steigt, nehmen wir deutlich wahr und werden den Ausbau des Angebots auch daran orientieren. Mit den nun vorgestellten Maßnahmen kommen wir diesem Bedarf einen weiteren Schritt nach. Dabei ist völlig klar, dass noch einige Maßnahmen folgen müssen und werden. Der Rahmenplan bietet uns ein gutes Instrument, um dies auch in Zukunft weiter zu steuern.“ Was den weiteren Ausbau angeht, seien dabei aber nicht immer Neubauten zwingend notwendig, so Fischer weiter: „Auch hier arbeiten wir intensiv zusammen mit den Schulen daran, alternative Möglichkeiten zu finden. Dabei geht es auch um Konzepte, wie wir die eigentlichen Schulräume mit in einen OGATA-Betrieb einbeziehen können.“

Insgesamt werden derzeit an Offenen Ganztagsschulen in Mönchengladbach 3.239 Kinder betreut. Dazu kommen 558 Kinder in der Maßnahme „8 bis 1“. Sollte abschließend der Rat der Stadt zustimmen gibt es in 2019 für weitere 150 Kinder in der Stadt eine Betreuungsmöglichkeit bis in den Nachmittag.