Nahversorgungs- und Zentrenkonzept als wichtiges Fundament der Stadtentwicklung

Rat beschloss Fortschreibung des Konzeptes, das 2006 aufgelegt wurde

Der Rat hat in seiner gestrigen Sitzung (18. Oktober) die Fortschreibung des 2006 erstmals erstellten Nahversorgungs- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Mönchengladbach beschlossen. Eine Fortschreibung des Konzeptes wurde notwendig, da für die planungsrechtliche Steuerung des Einzelhandels eine aktualisierte Datenbasis erforderlich war.  

Neben den in den letzten Jahren eingetretenen inhaltlichen Veränderungen, bezogen etwa auf die Angebotsstruktur des Einzelhandels, hat es im Hinblick auf die rechtlichen Rahmen-bedingungen bzw. Erfordernisse für ein tragfähiges Einzelhandelskonzept gesetzliche Neue-rungen und zum Teil höchstrichterliche Urteile gegeben. Dabei stehen unter anderem die Sortimentsliste und die inhaltliche Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche im Vordergrund.  

„Um die Entwicklung von Mönchengladbach im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt, insbesondere die Entwicklung der Innenstadt und der anderen Zentren, positiv zu begleiten, Ansiedlungs- bzw. Umnutzungsfragen im Grundsatz schnell bewerten und die wohnortnahe Nahversorgung langfristig sicherstellen zu können, ist die Fortschreibung des Nahversorgungs- und Zentrenkonzeptes notwendig gewesen“, so Dr. Gregor Bonin, Beigeordeneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt. Dazu beauftragte die Stadt ein externes Büro für Stadt- und Regionalentwicklung mit der Erstellung eines Gutachtens zur Fortschreibung des Konzeptes.  

In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am 31. Mai 2016 wurde beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, den Entwurf zur Fortschreibung des Nahversorgungs- und Zentrenkonzeptes auf der Grundlage einer erneuten vollständigen Erhebung des Einzelhandels-bestandes zu überarbeiten, um jüngeren Entwicklungen im Einzelhandelsbestand Rechnung zu tragen. Nach der Vorstellung im Planungs- und Bauausschuss im März wurde der aktualisierte Konzeptentwurf zur Information der Öffentlichkeit ausgelegt und die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange von der Auslegung unterrichtet. Die eingegangenen Stellungnahmen sind mit einem Abwägungsvorschlag im Konzept aufgeführt. Durch den jetzt erfolgten Ratsbeschluss wird die Fortschreibung des Nahversorgungs- und Zentrenkonzeptes zu einem städtebaulichen Konzept, das bei der Aufstellung von Bebauungsplänen zu berücksichtigen ist. Die eigentliche Umsetzung des Konzeptes erfolgt über die verbindliche Bauleitplanung und Steuerung von Bauvorhaben.