Museum Abteiberg: Laurie Parsons „A Body of Work“ bleibt bis Herbst 2019

Seit dem 15. April 2018 zeigt das Städtische Museum Abteiberg die Ausstellung „A Body of Work“ der amerikanischen Künstlerin Laurie Parsons. Eine Galerienausstellung, die sie 1988/89 in New York und Köln zeigte, ist seitdem in einem Raum des Hollein-Baus wieder zu sehen. Es sind insgesamt 27 gefundene Objekte von der Straße, über die Parsons damals sagte, dass „ihre Präsenz so kraftvoll wie die eines Kunstwerks“ sei.

Die Besucherinnen und Besucher des Museum Abteiberg können sich weiter selbst ein Bild davon machen. Denn „A Body of Work“ bleibt bis zum 8. September 2019 in Mönchengladbach, wie das Museum jetzt bekannt gab.

Laurie Parsons, 1959 in Mount Kisco / New York geboren, wurde in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren durch einige Ausstellungen präsent und verschwand dann aus der Kunstwelt mit der entschlossenen Geste einer Hinwendung zu einem Engagement für etwas Anderes: sie wurde Sozialarbeiterin. Das Konvolut von Arbeiten entstand 1987 und wurde nach der New Yorker Ausstellung 1989 in der Kölner Galerie Rolf Ricke ausgestellt, kürzlich wiederentdeckt und von Gaby und Wilhelm Schürmann erworben.

Es sind Fundstücke, die zumeist aus der Umgebung von Parsons Atelier in New Jersey stammen – aus dem Müll von Straßen, Natur- und Industriebrachen. „A body of work“ beruft sich auf Parsons’ Begrifflichkeit in einer titellosen Ausstellung, die interessanterweise nicht das Wort Installation enthielt. Dessen Vermeidung ist vermutlich ein Schlüssel für das Verständnis ihrer Haltung. Gezeigt wurde der Status der Fundstücke als ebensolche. Als Dinge von der Straße. So überlässt die Künstlerin die Objekte, deren räumliche Anordnung sie exakt vorgab, sich selbst. „Laurie Parsons will nicht, dass in die Dinge hineininterpretiert wird. Jedes Teil erzählt seine eigene Geschichte und lebt von seiner von Gebrauchsspuren geprägten Ästhetik“, so Wilhelm Schürmann.