Modernes Lernen mit der VHS

An der Volkshochschule (VHS) gibt es viel zu lernen: Sprachen natürlich, Gitarrenspiel oder zum Beispiel wie man Computer hackt. Nein, es geht dabei nicht darum kriminelle Energie zu schüren, sondern darum aufzuzeigen, wie man sich genau davor schützen kann. Denn nur wenn man Lücken im System kennt und weiß wie Hacker vorgehen, weiß man auch wie man sich davor schützen kann. Dieser Workshop ist aber ein Beispiel dafür, wie lernen an der Volkshochschule funktionieren kann. "Ja, den klassischen Frontalunterricht gibt es auch noch, gerade bei den Schulabschlüssen ist das natürlich verstärkt der Fall. Ansonsten funktioniert hier Lernen immer mehr über Austausch und Begegnung", sagt der Leiter der VHS Mönchengladbach Dr. Thomas Erler. So werden zum Beispiel nicht einfach nur Vokabeln gebüffelt, sondern der Wortschatz bei einer englischen "Tea Time" oder beim gemeinsamen Sparziergang mit dem Hund erweitert.

Doch auch Vorträge werden wieder sehr gut angenommen. Deswegen hat die VHS in der Form der Foren ihr Spektrum auch noch erweitert und das Forum Philosophie ist hinzugekommen: "Dort wird es sicherlich auch um spezielle Philosophen gehen, aber im Fokus stehen auch aktuelle Themen, die die Gesellschaft bewegen." Wichtig ist laut Erler aber auch hier, dass die Foren Raum bieten, sich aktiv zu beteiligen, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Neben dem Austausch und der Begegnung spielt bei den rund 750 Veranstaltungen und rund 17.500 Unterrichtsstunden, die im zweiten Halbjahr 2019 bei der VHS anstehen, aber auch noch etwas Weiteres eine immer größere Rolle: Die Digitalisierung. Dabei geht es um mehr als die richtige Hardware in den Räumlichkeiten, erklärt die stellvertretende Leiterin der VHS Matina Bußmann: "Diese Dinge müssen dann ja auch gezielt in den jeweiligen Kursen eingesetzt werden und da setzen wir schon darauf, dass unsere Dozenten auch ein Konzept haben, wie sie das umsetzen können. Wer dort bisher noch keine Erfahrungen hat, bekommt aber von uns auch Hilfestellungen. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt und wie man Dinge einbinden kann." So gehört es auch bei vielen Kursen ganz selbstverständlich dazu, dass man parallel im Netz unterwegs ist, sich Umsetzungen zum Beispiel im Bereich des Marketings direkt ansieht oder aktuelle Zeitungsartikel aus dem Ausland in der jeweiligen Sprache liest.

Wer mit seinem eigenen digitalen Equipment wie Smartphone oder Tablet Probleme hat, der kann sich bei einer Sprechstunde individuell beraten lassen. Und die Erfahrung zeigt, so Bußmann, dass dies auch Anklang findet: "Diese Sprechstunde macht für einige mehr Sinn als ein ganzer Kurs zu dem Thema, weil man vielleicht wirklich nur ein ganz konkretes Problem hat und keine allgemeine Einführung mehr braucht."

Beratung findet man bei der VHS auch in anderen Bereichen, aber auch in eigener Sache. Denn wer sich unsicher ist, welcher Kurs zu ihm passt, der kann sich an das Infotelefon 02161/25-6400 und die 25-8300 wenden. Das aktuelle Programm und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es auch unter vhs-mg.de.