Moderner Unterricht in neuen modernen Räumen

Bei den naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen am Math. Nat. Gymnasium gibt es jetzt keine heimlichen Kaugummiexperimente mehr, mit denen technische Anschlüsse verklebt werden können. Dafür gibt es alles, um eben richtige Experimente und zeitgemäßen Unterricht in den Räumen machen zu können. Über ein Deckenversorgungssystem bekommen die Schüler alle nötigen Anschlüsse. Auch die Laptops können hier angeschlossen werden. Darüber können die Schüler dann spezielle Apps für den naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen.

Auch Gas und Strom können über spezielle Schwenkarme direkt zu den Arbeitsplätzen geführt werden. Diese wiederum sind frei im Raum verstellbar, sagt Schulleiter Jan Funken: "Das macht dann zum Beispiel auch Gruppenarbeit möglich. Überhaupt sind die Räume nach der Renovierung kaum wiederzuerkennen." War die Einrichtung der Räume vorher doch schon gut 30 Jahre alt. In diesem Jahr wurden zwei Räume für die Fachbereiche Physik und Biologie saniert und eingerichtet. Die Kosten der neuen Einrichtung betrugen ca. 145.000 Euro. Für die bauliche Herrichtung wurden ca. 120.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte vollständig über das Förderprogramm "Gute Schule 2020".

"Bereits seit 2001 sind wir dabei, die naturwissenschaftlichen Räume an Schulen zu sanieren. Damals wurde auch von Seiten der Politik der Sanierungsbedarf erkannt und wir haben nicht nur den Auftrag, sondern auch die nötigen Mittel im Haushalt erhalten, um das angehen zu können", sagt der Leiter des Fachbereichs Schule und Sport Harald Weuthen. Seit dem sind inklusive des Math. Nat. Gymnasiums an 14 Schulen rund 4 Millionen Euro in die Räume investiert worden. Wer durch das Math. Nat. Gymnasium geht, sieht aber, auch an anderer Stelle besteht Renovierungsbedarf. Und auch hier wird sich etwas tun: Rund 8 Millionen Euro sollen aus Fördermitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes II des Bundes in Maßnahmen zu Schulsanierung fließen. Das wird dann auch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, weiß Schulleiter Funken: "Da wird natürlich noch deutlich mehr passieren. Jetzt bei unseren naturwissenschaftlichen Räumen ging es mit knapp vier Monaten sehr zügig. Allerdings haben wir uns auch bewusst dafür entschieden, auch innerhalb der Schulzeit die Baumaßnahmen in Kauf zu nehmen, denn in den Sommerferien wollen meist so viele Arbeiten durchführen lassen, dass es dann sowieso zu Verzögerungen kommt."

Was die naturwissenschaftlichen Räume betrifft, geht es jetzt an anderen Schulen weiter, erklärt Weuthen: "Als nächstes sind die Räume im Gymnasium Geroweiher dran, dann laufen auch schon die Planungen für das Hugo-Junkers Gymnasium." So setzt sich das Programm bis 2027 fort. "Die Schulen wissen, wann sie in etwa dran sind und wir können Stück für Stück die Prioritätenliste abarbeiten", ergänzt Weuthen.