Miteinander und nicht allein: Neues Projekt der Sozial-Holding am Altenheim Hardterbroich gestartet

"Miteinander und nicht allein" heißt ein neues Projekt der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH, das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen für drei Jahre zu 100 Prozent gefördert wird. Das vor zwei Jahren eröffnete Städtische Altenheim Hardterbroich soll in den nächsten drei Jahren zum Quartiershaus für die älteren Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils werden und damit Vereinsamung und Isolation vorbeugen. Koordiniert wird das Projekt von Sarah Schmitt. Die Ergotherapeutin und Expertin für Gerontopsychiatrie kennt sich in Hardterbroich, wo sie aufgewachsen und verwurzelt ist, bestens aus.

Ältere Menschen möchten solange wie möglich selbstbestimmt im eigenen Zuhause und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Das Wohnumfeld wird mit zunehmendem Lebensalter als Sozialraum immer wichtiger und bestimmt in hohem Maße die Lebensqualität älterer Menschen. Ausgehend vom durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) formulierten Ansatz zum Quartiershaus will die Sozial-Holding in Zukunft noch stärker ihre stationären Strukturen nutzen, um die Teilhabechancen für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils auch bei Pflegebedürftigkeit sicherzustellen. "Die städtischen Altenheime werden sich noch weiter als Orte der Begegnung und des Austauschs öffnen, die nicht nur stationäre Pflege anbieten, sondern auch Treffpunkte für ältere Menschen sind", betont Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding.

Konkrete Ideen gibt es schon zum Start des Projektes reichlich: Im Altenheim Hardterbroich soll unter anderem ein Mittagstisch für die älteren Bewohner des Stadtteils angeboten werden. Sie sollen zudem den Senioren-Scooter-Park nutzen können, der gerade auf dem Gelände des Altenheims entsteht. Weitere Angebote, wie Führungen durch das benachbarte TextilTechnikum, ein Technik-Café für Senioren, Vortragsreihen rund um das Älterwerden und regelmäßige Konzertnachmittage kommen hinzu.

Für Norbert Post, Aufsichtsratsvorsitzender der Sozial-Holding, profitieren am Ende alle Beteiligten von der Öffnung der Altenheime: "Für die Bewohner sind die Veranstaltungen eine willkommene Abwechslung, die Senioren in der Nachbarschaft lernen das Haus als Ort der Begegnung kennen, und für die Mitarbeiter kann das Angebot sogar eine Entlastung im Pflegealltag sein."